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Blick auf die Märkte : BMW-Zahlen drücken auf den Dax

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Gut behauptet zeigt sich der Dax am Dienstag. Auf dem Dax lasten vor allem schwache Autoaktien-Kurse. Vor allem BMW verlieren nach einem enttäuschenden Quartalsbericht deutlich. Daneben ist die Kursentwicklung uneinheitlich.

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          Gut behauptet zeigt sich der Dax am Dienstag. Der Leitindex gewinnt 0,4 Prozent auf 5.047 Punkte. Auf dem Dax lasten vor allem schwache Autoaktien-Kurse. BMW verlieren nach einem enttäuschenden Quartalsbericht 5,2 Prozent auf 19,49 Euro. Daneben ist die Kursentwicklung uneinheitlich.

          Die Vorlagen gäben nicht viel her, heißt es am Markt. Zwar lag der Nikkei in Tokio kräftig im Aufwind, dort war der Markt allerdings am Montag wegen eines Feiertags geschlossen. Der amerikanischen Markt warte auf die Präsidentenwahl, heißt es am Markt.

          Strategen und Analysten erwarten durch den Wahlausgang in den Vereinigten Staaten allerdings nur einen bedingten Kurseinfluss auf die Aktienmärkte. Die Experten sehen den Handlungsspielraum des zukünftigen Präsidenten, unabhängig vom politischen Lager, durch die Finanz- und Wirtschaftskrise stark eingeschränkt. Das gelte selbst wenn das Vertrauen der Märkte kurzfristig durch die Wahl eines neuen Präsidenten gestützt werden sollte.

          Übergeordnet würden der Schuldenabbau der Investoren, Banken und Haushalte und die Aussicht auf eine amerikanischen Rezession mit fallenden Unternehmensgewinnen gefolgt von einem sehr schwachen Wirtschaftswachstum über einen langen Zeitraum hinweg die bestimmenden Themen der Finanzmärkte sein, meint etwa Nordea.

          Autotitel leiden auch unter schwachen Absatzzahlen aus den Vereinigten Staaten und den schlechten Perspektiven der Branche generell. „BMW passt da ins Bild“, so ein Händler. Das Unternehmen hat die Prognose für dieses Jahr kassiert und sieht sich nicht mehr in der Lage, einen Ausblick zu geben. Daimler fallen um 2 Prozent auf 26,30 Euro, und VW geben mit der Sondersituation wegen der angestrebten Übername durch Porsche um 5,5 Prozent auf 371,60 Euro nach.

          Auf der anderen Seite legen Allianz um 3 Prozent auf 62,30 Euro zu. Hartford haben am Montag in New York fast 60 Prozent zugelegt, Allianz ist an Hartford beteiligt. FMC gewinnen nach ihrem Quartalsbericht 1,3 Prozent auf 35,06 Euro. In der zweiten Reihe gewinnen Wacker Chemie 6,5 Prozent auf 94,83 Euro. Zu Wacker Chemie heißt es, die Zahlen seien „sehr gut“ ausgefallen. Kuka notieren unverändert bei 13,70 Euro trotz eines schwachen Auftragseingangs. Daneben sind optisch billige Aktie wie Arcandor weiter gesucht.

          Renten-Futures tendieren uneinheitlich

          Die deutschen Renten-Futures gehen uneinheitlich in den Dienstag. Der Dezember-Kontrakt auf den Bund fällt um 24 Basispunkte auf 116,61 Prozent, der Bobl-Future legt dagegen um acht Basispunkte auf 112,76 Prozent zu. Die technischen Analysten der Landesbank Baden-Württemberg verweisen darauf, dass der jüngste Vorstoß Richtung Norden von extrem dünnen Umsätzen begleitet wurde. Das deute auf eine Abschwächung Richtung 116,25 Prozent im Bund-Future hin. Ein Bruch des Widerstands bei 117,25 Prozent könnte das Interesse dagegen erhöhen.

          Ruhiger Handel am Devisenmarkt erwartet

          Der Kurs des Euro ist im frühen Handel am Dienstag gesunken. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,2608 amerikanischen Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7934 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag noch auf 1,2822 (Freitag: 1,2757) Dollar festgesetzt.

          Vor der amerikanischen Präsidentenwahl dürften die Anleger eine eher abwartende Haltung einnehmen, sagten Händler. Im weiteren Tagesverlauf werde daher ein eher ruhiger Handel erwartet. Die am Vormittag zur Veröffentlichung anstehenden Erzeugerpreise für die Eurozone dürften das Bild eines nachlassenden Preisdrucks bestätigen und daher auch keinen marktbewegenden Einfluss haben.

          Nikkei wieder über 9000 Punkten

          Die Aktienbörse in Tokio hat am Dienstag nach einem Feiertag deutlich zugelegt. Der Nikkei-Index überwand dank der Abschwächung des Yen zum Dollar wieder die psychologisch wichtige Marke von 9000 Punkten. Zum Ende notierte das Börsenbarometer für 225 führende Werte ein Plus von 537,62 Punkten oder 6,27 Prozent bei 9114,60 Punkten. Der breit gefasste Topix legte ebenfalls stark um 43,58 Punkte oder 5,02 Prozent auf 910,70 Punkte zu. Am Montag hatten Japans Aktien- und Finanzmärkte wegen eines Feiertages geschlossen.

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