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Blick auf den Finanzmarkt : Weihnachtsrally am Aktienmarkt geht weiter

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Angesichts freundlicher Vorgaben aus Asien setzt der Dax am Dienstag seine Weihnachtsrally fort. Allerdings dürften die Umsätze mau bleiben, da viele Anleger bereits in den Weihnachtsferien sind oder wegen des Wetterchaos gar nicht erst in ihre Büros kamen.

          Gestützt auf positive Impulse aus Asien verzeichnet der deutsche Aktienmarkt am Dienstag weitere Kursgewinne. Der Dax steigt um 0,5 Prozent auf 7054 Punkte. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex bei 7.068,56 Punkten den höchsten Stand seit Juni 2008 erreicht, war dann aber im späten Handel zusammen mit der Wall Street etwas abgebröckelt. Der MDax rückt um 0,9 Prozent auf 10070 Punkte vor und klettert damit erstmals seit gut zweieinhalb Jahren über diese Mauer. Der Index für Technologiewerte TecDax gewinnt 0,4 Prozent auf 837 Punkte.

          „Die nachlassenden politischen Spannungen in Korea und die Ankündigung Chinas für 'konkrete Hilfen' bei der europäischen Schuldenkrise sorge für einen positiven Trend“, sagt Marktanalyst Ralf Grönemeyer von Silvia Quandt Research. Das sollte Auto- und Industriewerte sowie Chemietitel und eventuell auch Banken weiter unterstützen. Die Agenda verspreche kaum Impulse, wobei der Euro und die Staatsanleihen im Auge behalten werden sollten. Die Vorgabe ist positiv, ergänzte ein Händler. Der Future auf den Dow Jones Industrial gewann 0,5 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag.

          Angesichts des anhaltend heftigen Schneefalls in Deutschland bleiben K+S gefragt. Der Kurs des Streusalzherstellers steigt um 1,2 Prozent. Unter Verkaufsdruck stehen dagegen die Aktien von Metro, nachdem die FAZ berichtet hatte, Großaktionär Haniel wolle seine Anteile an dem Handelskonzern stark verringern. Zuvor war vom Verkauf kleinerer Pakete berichtet worden. Mit einem Minus von 0,7 Prozent sind Metro Schlusslicht im Dax.

          Der Aktienkurs von Bilfinger Berger steigt im MDax um 1,7 Prozent, nachdem der Konzern den Verkauf seiner australischen Tochter Valemus verkündet hat. Der australische Immobilienentwickler Lend Lease zahle dafür rund 790 Millionen Euro, hieß es.

          Rentenmarkt gibt nach

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Dienstag leichter. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 41 Basispunkte auf 124,89 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 25 Basispunkte auf 118,01 Prozent.

          Händler sprechen von einem wieder steigenden Risikoappetit der Anleger. Unter anderem verweisen sie auf Aussagen des chinesischen Vize-Premierministers Wang Qishan, der die Unterstützung seines Landes für Maßnahmen der Europäischen Union (EU) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Stabilisierung der Finanzmärkte bekräftigt hat. China hoffe, dass die Maßnahmen der EU zur Bewältigung der Schuldenkrise bald Wirkung zeigten, sagte Wang am Dienstag auf einem EU-China-Handelsforum.

          Aus technischer Sicht verharrt der Bund-Future nach Ansicht der Analysten der WestLB vorerst weiter in seinem abwärts gerichteten Trendkanal. Eine Unterstützung sehen die Analysten bei 124,67 Prozent. Den nächsten Widerstand machen sie bei 125,68 Prozent und anschließend bei 126,04 Prozent aus.

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