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Blick auf den Finanzmarkt : Übersee-Börsen stützen Dax

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Angesichts freundlicher Vorgaben aus Asien tendiert der Dax am Mittwoch erholt. Der noch vor Börsenbeginn in den Vereinigten Staaten erwartete Zwischenbericht von JP Morgan sowie die Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze in den Vereinigten Staaten für März stehen im Fokus.

          Dank freundlicher Vorgaben aus Übersee erholt sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch etwas von den jüngsten Verlusten. Der Dax legte um 0,4 Prozent auf 7.133 Punkte zu. Für den MDax geht es um 0,3 Prozent auf 10.340 Punkte nach oben und der TecDax zieht um 0,8 Prozent auf 917 Punkte an.

          Unterstützung bekommt der Markt von den Börsen in den Vereinigten Staaten und Asien: Der Future auf den Dow Jones gewann 0,4 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Auch die asiatischen Börsen tendierten am Morgen erholt, nachdem ein abermaliges Nachbeben diesmal keine Tsunami-Warnung zur Folge hatte. Am Nachmittag könnten auf Datenseite die Einzelhandelsumsätze aus den Vereinigten Staaten für Bewegung sorgen.

          Bevor gegen Mittag in den Vereinigten Staaten der Quartalsbericht von JP Morgan den Bankensektor in den Fokus rücken dürfte, stehen die Papiere der Commerzbank am Dax-Ende mit minus 3,5 Prozent auf 4,761 Euro weiter unter Druck. An diesem Mittwoch werden die Bücher für die Pflichtumtauschanleihen (Comen) geschlossen und der Bezugspreis wird genannt. Einem Händler zufolge liegt eine erste Indikation für die Comens bei 4,00 bis 4,75 Euro.

          Zudem sorgt ein Pressebericht zur Deutschen Bank für Gesprächsstoff. Dem „Wall Street Journal“ (WSJ) zufolge plant sie eine Neuordnung ihres amerikanischen Geschäfts. Der Branchenprimus wolle Regulierungen entgehen, die eine umfangreiche Kapitalerhöhung zur Folge haben könnten.

          Ein Börsianer sieht in dem Bericht aber keine Kursimpulse: „Das ist ein alter Hut - der Kapitalbedarf ist dem Markt bekannt.“ Die Bank habe bereits frisches Kapital in ihr wichtigstes amerikanisches Standbein Taunus nachgeschossen. Berichte über eine mögliche Unterkapitalisierung gab es schon im Juni 2010. Deutsche Bank liegen mit plus 0,15 Prozent auf 42,185 Euro im Marktmittelfeld.

          Um eine neue Konzernstrategie bei ThyssenKrupp dreht sich derweil ein Bericht der „Financial Times Deutschland“ (FTD) und hilft dem Aktienkurs 2,4 Prozent auf 30,12 Euro nach oben. Nach FTD-Informationen denkt der Vorstand darüber nach, Konzerngesellschaften mit mehreren Milliarden Euro Umsatz zu verkaufen. In der Diskussion sei etwa die Trennung von der Bautechnik, die sich auf Hafen- und Spezialtiefbau verlegt hat. Mit den Verkaufserlösen wolle der Stahlkonzern seine Schulden abbauen, hieß es in dem Bericht weiter. Ein Börsianer wertete den Bericht als leicht positiv und auch Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel bleibt im Vorfeld der im Mai erwarteten Präsentation der neuen Konzernstrategie optimistisch.

          Rentenmarkt tendiert knapp behauptet

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Dienstag knapp behauptet. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 6 Basispunkte auf 120,40 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 4 Basispunkte auf 114,20 Prozent.

          Euro notiert weiter knapp über 1,4500 Dollar

          Der Euro notiert auch beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Mittwochmorgen knapp über der Marke von 1,4500 Dollar. Am Vortag notierte die Einheitswährung kurzzeitig erstmals seit Januar 2010 wieder über diesem Niveau. Es sei erstaunlich, dass selbst in einem Umfeld der Risikoaversion der Dollar nicht mehr zulegen könne, heißt es von einem Marktteilnehmer. Der Euro scheine sich vom Thema Risiko abgekoppelt zu haben.

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