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Blick auf den Finanzmarkt : Technische Kurserholung: Dax plus vier Prozent

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Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag zur Eröffnung mit einer starken Erholungsbewegung in den Handel gestartet. Der Dax legt um mehr als vier Prozent zu. Auslöser für die starke Bewegung ist der am Wochenende in Brüssel beschlossene Rettungsschirm für die Eurozone.

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          Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag zur Eröffnung mit einer starken Erholungsbewegung in den Handel gestartet. Im frühen Handel liegt der Dax mit einem Plus von 4,1 Prozent bei 5.950 Punkten und notiert damit sehr fest. Auslöser für die starke Bewegung ist der am Wochenende in Brüssel beschlossene Rettungsschirm für die Eurozone. Zugleich hat die EZB ihren Widerstand gegen den Aufkauf von Staatsanleihen aufgegeben. Erholen können sich vor allem Titel aus dem Finanzsektor: Aktien der Deutschen Bank gewinnen 10,3 Prozent auf 50,55 Euro, die Papiere der Commerzbank legen um 8,1 Prozent zu auf 6,17 Euro oder die der Allianz um 5,7 Prozent auf 81,03 Euro.

          Europas Börsen verzeichnen satte Kursgewinne

          Das 750 Milliarden Euro schwere Auffangnetz für die Eurozone hat dem europäischen Aktienmarkt am Montag satte Auftaktgewinne beschert. Der EuroStoxx 50 verzeichnete dank der sehr freundlichen Vorgaben aus Übersee in der ersten Handelsstunde Aufschläge von 6,56 Prozent auf 2.664,12 Punkte, nachdem der Leitindex vergangene Woche noch mehr als elf Prozent verloren hatte. Der Cac 40 in Paris stieg um 5,99 Prozent auf 3.995,85 Punkte und der britische FTSE 100 rückte um 3,57 Prozent auf 5.305,88 Punkte vor. Vor allem Finanzwerte profitierten vom Euro-Auffangnetz: So schossen Credit Agricole um 18,76 Prozent auf 10,760 Euro hoch und Societe Generale gewannen 17,67 Prozent auf 38,560 Euro. Auch in London und Zürich waren Banken- und Versicherungstitel unter den größten Gewinnern zu finden.

          Den in London schwer gewichteten Minenwerten halfen gestiegene Metallpreise sowie gute Zahlen von Lonmin auf die Beine. Die Lonmin-Titel sprangen um 5,99 Prozent auf 1.786 Pence hoch, nachdem das Bergbauunternehmen mitgeteilt hatte, es im ersten Geschäftshalbjahr in die Gewinnzone geschafft zu haben. Titel von Fluggesellschaften wie Air France-KLM und British Airways konnten ungeachtet der erneuten Probleme im europäischen Flugverkehr durch die Asche aus dem Eyjafjallajökull-Gletscher deutlich zulegen. Im Blick steht um die Mittagszeit noch der Zinsentscheid der britischen Notenbank. Experten erwarten allerdings nicht viel Neues und gehen davon aus, dass die Bank of England (BoE) ihre Niedrigzinspolitik bestätigen und ihr Ankaufprogramm für Staatsanleihen nicht antasten dürfte.

          Risikoaufschläge fallen dank EU-Rettungsfonds

          Die Verabschiedung eines Hunderte Milliarden Euro schweren EU-Rettungsfonds für strauchelnde Mitgliedsländer hat am Montag für Entspannung an den Rentenmärkten gesorgt. Die von Anlegern geforderten Risikoaufschläge für Staatsanleihen hoch verschuldeter Euro-Staaten gingen deutlich zurück. Der Spread des zehnjährigen griechischen Bonds sank im Vergleich zur entsprechenden Bundesanleihe auf 786 Basispunkte von 1047 Basispunkten am Freitag. Parallel dazu verringerten sich die Risikoaufschläge für portugiesische und spanische Papiere auf 360 (Freitag: 375) beziehungsweise 142 (170) Basispunkte. Die Spreads für die Anleihen zahlreicher Schwellenländer gingen ebenfalls zurück.

          Deutsche Anleihen: Starke Kursverluste nach Rettungsschirm-Einigung

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