https://www.faz.net/-gv6-6v39q

Blick auf den Finanzmarkt : Regierungswechsel in Italien gibt Aktien Auftrieb

  • Aktualisiert am

Unter den Einzelwerten zeigten sich Disney mit 36,75 Dollar 0,1 Prozent höher, Händlern zufolge gestützt von positiven Analystenkommentaren zum Geschäftsmomentum im Kabelnetzgeschäft und bei den Freizeitparks. Disney hatte am Tag zuvor über den Erwartungen ausgefallene Gewinnkennziffern für sein viertes Quartal berichtet.

E*Trade legten um 0,4 Prozent zu auf 9,13 Dollar, nachdem sie den regulären Handel 4,1 Prozent schwächer beendet hatten. Das Unternehmen hatte am Donnerstag mitgeteilt, seine Strategie zu überdenken, sich selbst aber nicht zum Verkauf stellen zu wollen.

Schuldenkrise hält Wall Street weiter in Atem

Die europäische Schuldenkrise wird auch in der neuen Woche den Takt an den amerikanischen Börsen vorgeben. Dabei dürfte die Nervosität der Anleger trotz aller Hoffnung auf eine stärkere politische Stabilität in den Problemländern Griechenland und Italien hoch bleiben. „Zuletzt hat sich die Situation im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht immer wieder geändert“, sagt Analyst Jeremy Zirin von UBS Wealth Management. Ein Ende der Irrungen und Wirrungen sei nicht abzusehen.

Viele Optimisten, die auf eine Jahresend-Rally gesetzt haben, sind inzwischen zurückhaltender. Die Furcht vor einem Übergreifen der Schuldenkrise auf andere Euro-Länder hält sich und drängt zuletzt wieder ermutigende amerikanische Konjunkturdaten und relativ günstige Einstiegskurse in den Hintergrund. Die Anleger hoffen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) oder die Euro-Zone mehr Kapital zur Stützung des Staatsanleihen-Marktes bereitstellen. „Damit die jüngste Erholung an den Börsen weitergehen kann, müssen die Märkte wieder Vertrauen fassen, dass italienische, spanische und französische Staatsanleihen gute Geldanlagen sind“, sagte Zirin. „Solange nicht mehr Geld zur Lösung der Staatschuldenkrise zur Verfügung steht, wird die Volatilität hoch bleiben.“ Zahlreiche Anleger haben sich Experten zufolge daher auch schon auf eine neue Kurstalfahrt eingestellt und dagegen abgesichert.

Stärker in den Blick der Börse rückt allmählich aber auch das wichtige Weihnachtsgeschäft. So werden vor allem die Oktober-Daten zu den amerikanischen Einzelhandelsumsätzen am Dienstag mit Spannung erwartet. Insbesondere nachdem der Index von Reuters und der
Universität Michigan für das Verbrauchervertrauen im November nach vorläufigen Berechnungen vom Freitag überraschend auf den höchsten Stand seit Juni gestiegen ist. Aufschlüsse über die Kauflust der Bürger dürfte auch die Quartalsbilanz des weltgrößten Einzelhändler Wal-Mart, der Baumarktkette Home Depot und des Computerriesen Dell ebenfalls am Dienstag liefern.

Am Freitag konnte der Dow-Jones-Index der Standardwerte 2,2 Prozent auf 12.153 Punkte zulegen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um zwei Prozent auf 1263 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls zwei Prozent auf 2678 Punkte.

Amerikanische Anleihen bewegen sich am „Veterans Day“ kaum

Der Feiertag „Veterans Day“ in den Vereinigten Staaten sorgte am Freitag für ein äußerst verhaltenes Geschäft mit amerikanischen Staatsanleihen. Kassakurse wurden überhaupt nicht gestellt, lediglich mit Terminkontrakten fand Handel in London statt. Die Notierungen hier bewegten sich bei extrem dünnen Umsätzen jedoch kaum. Nach Auffassung der Nomura-Analysten verlief die Auktion von amerikanischen Langläufern am Vortag schwach.

Weitere Themen

Topmeldungen

Eines der großen Anliegen unserer Zeit: Nach der Demo bleibt das durchweichte Schild.

Kampf um Meinungsfreiheit : Das große Unbehagen

Mehr als 150 Intellektuelle protestieren gegen ein erstickendes Meinungsklima und Repressalien gegen Andersdenkende. Dabei werfen sie vor allem dem Journalismus, den Wissenschaften und Künsten Intoleranz und Moralisieren vor.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.