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Blick auf den Finanzmarkt : Regierungswechsel in Italien gibt Aktien Auftrieb

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Allerdings heißt es im Handel auch, dass es gute Gründe für die nur verhaltene Reaktion an den Devisenmärkten gibt. Der Rücktritt Berlusconis sei nur ein erster Schritt gewesen. Sein Nachfolger Mario Monti stehe vor einer Mammutaufgabe, die sehr viel Zeit erfordere. Zudem benötige eine Sanierung des Haushalts auch die Zuversicht der Finanzmärkte, dass die Aufgabe zu bewältigen sei.

Aktienbörse in Tokio schließt fester

An der Tokioter Börse haben die Aktienkurse am Montag fester geschlossen. Überzeugende japanische Konjunkturdaten gaben dem Markt Auftrieb. Zudem war der Regierungswechsel in Italien mit Erleichterung aufgenommen worden. Der starke Yen bremste indessen den Anstieg der Kurse. Der Nikkei-225-Index stieg um 1,1 Prozent auf 8.604 Punkte. Der Topix gewann 0,9 Prozent auf 736 Zähler.

Das japanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im dritten Kalenderquartal annualisiert um 6,0 Prozent gewachsen; Volkswirte hatten das Wachstum auf 5,9 Prozent geschätzt. Ursächlich für das kräftige Plus war der Wiederaufbau nach dem Erdbeben und dem Tsunami im März dieses Jahres.

Gesucht waren Wachstumswerte wie Fanuc (+3,6 Prozent auf 12.810 Yen) und Komatsu (+3,8 Prozent auf 1.978 Yen). Olympus (+17,4 Prozent auf 540 Yen) profitierten von Medienberichten, laut denen das Unternehmen börsennotiert bleiben wird. Die Aktien waren zuletzt stark unter Druck geraten, nachdem Olympus die Bilanzmanipulationen einräumen und die Bilanzen mehrerer Jahre korrigieren musste. Die japanische Börsenaufsicht prüfte daraufhin das Delisting des Unternehmens. Die Aktien des Olympus-Mehrheitsaktionärs Terumo gewannen 2,4 Prozent auf 3.775.

Aktien von Wertpapierhandelshäusern wurden ebenfalls gekauft. Der Sektor stieg um 3,7 Prozent, angeführt von Nomura, die um 5,8 Prozent auf 257 Yen zulegten. Sony stiegen um 1,4 Prozent auf 1.373 Yen. Eine Bietergruppe unter Führung von Sony kauft das Verlagsgeschäft von EMI.

Aktienbörse in China sehr fest

Die chinesischen Aktien tendieren am Montag im späten Handel sehr fest. Höhere Rohstoffpreise verhelfen vor allem Aktien der Sektoren Kohlebergbau und Metalle zu Kursgewinnen. Der Shanghai-Composite-Index steigt um 1,6 Prozent auf 2.522 Punkte. Analysten sehen bei 2.550 Punkten den nächsten Widerstand. In Hongkong gewinnt der Hang-Seng-Index bis zur Mittagspause 2,4 Prozent auf 19.596 Punkte.

Die niedrigen Umsätze in Schanghai ließen vermuten, dass das Potenzial nach oben begrenzt sei, sagt ein Teilnehmer. Gesucht sind China Coal Energy (+5,9 Prozent) und China Shenhua Energy (+2,9 Prozent). Jiangxi Copper legen um 2,6 Prozent zu und Zhongjin Gold um 4,2 Prozent. In Hongkong legen die Aktien der dort gelisteten chinesischen Banken zu, nachdem die Oktober-Daten zur Kreditvergabe besser als erwartet ausgefallen sind. Bank of China steigen um 3,7 Prozent und Bank of Communications um 2,5 Prozent. Auch in Hongkong sind die Umsätze relativ gering.

Nachbörsliche Kurse und Meldungen aus Amerika

Knapp behauptet präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Freitag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 2,05 Punkte auf 2353,73 Zähler.

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