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Blick auf den Finanzmarkt : Positiv aufgenommene Quartalsberichte geben Dax Rückenwind

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Positiv aufgenommene Quartalsberichte geben dem Dax am Mittwoch Rückenwind. Größter Dax-Gewinner sind Infineon. Am Vortag hatten vor allem die Zahlen der Deutschen Bank die Anleger überzeugt. Der Dax hatte 0,2 Prozent fester geschlossen.

          Gestützt auf freundliche Vorgaben aus Übersee setzt der Dax am Mittwoch seinen Aufwärtstrend fort. Der Leitindex steigt um 0,5 Prozent auf 6.238 Punkte. Der MDax gewinnt 0,6 Prozent auf 8608 Punkte. Für den TecDax geht es um 0,2 Prozent auf 788 Punkte hoch.

          Am Vortag hatte der Dow Jones (DJIA) mit einem kleinen Plus geschlossen, und seit dem Xetra-Schluss stieg der Future auf den amerikanischen Leitindex um 0,50 Prozent. Zudem ging in Tokio der Nikkei-225-Index am Mittwochmorgen sehr fest aus dem Handel.

          Im Fokus der Anleger steht weiterhin die Berichtssaison: Nach der Bilanzvorlage der Deutschen Börse und von Fresenius am Vortag nach Börsenschluss veröffentlichte am Mittwoch unter anderem Infineon Zahlen zur jüngsten Geschäftsentwicklung. Am Nachmittag könnten noch Daten zum Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter aus den Vereinigten Staaten den Markt bewegen. Erst nach dem Börsenschluss in Deutschland legt die amerikanische Notenbank ihren Konjunkturbericht (“Beige Book“) vor

          Größter Dax-Gewinner sind Infineon. Nach der Anhebung der Prognose des Halbleiterkonzerns verteuern sich die Aktien um 2,7 Prozent auf 5,18 Euro. Auch die Titel der Deutschen Börse legen nach der Vorlage von Quartalszahlen zu und zählen mit einem Plus von 2,2 Prozent ebenfalls zu den Favoriten im Dax.

          Die Aussicht auf eine baldige Entscheidung über die Zulassung einer Multipe-Sklerose-Tablette gab den Aktien von Merck Auftrieb und sorgte für ein Kursplus von 1,3 Prozent.

          Rentenmarkt tendiert leichter

          Der deutsche Rentenmarkt hat am Mittwoch leichter eröffnet. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 7 Basispunkte auf 127,62 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 4 Basispunkte auf 119,41 Prozent.

          Die Abnahme der Risikoaversion wird den Renten-Futures nach Einschätzung der HSH Nordbank weiter zu schaffen machen. Dabei gebe es mit den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter und dem Beige Book Konjunkturindikatoren, die durchaus die Double-Dip-Diskussion in den Vereinigten Staaten wieder anregen können.

          Im Bericht aus den Fed-Destrikten sollten sich nämlich viele Informationen finden lassen, die auf eine anhaltende Schwäche der amerikanischen Wirtschaft hindeuten. Insgesamt ist im Vorfeld der amerikanischen Anleiheauktion mit leichteren Notierungen zu rechnen, die im späteren Handel jedoch teilweise aufgeholt werden können, so dass ein Bund Future zwischen 127 Prozent und 128,25 Prozent zu erwarten sei.

          Euro pendelt um Marke von 1,30 Dollar

          Der Euro notiert auch beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Mittwochmorgen weiter um die Marke von 1,3000 Dollar. Ausbruchsversuche nach oben scheiterten am Vortag erneut, unter anderem bedingt durch ein unter den Erwartungen ausgefallenes Verbrauchervertrauen aus den Vereinigten Staaten. Die Daten haben erneut Sorgen über die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung in den Vereinigten Staaten ausgelöst, was auch die Anleger wieder etwas vorsichtiger agieren ließ.

          Am Abend könnte die Veröffentlichung des Beige Book der Federal Reserve Akzente setzen. Die Investoren erhoffen sich hiervon neue Hinweise darauf, wie die amerikanische Notenbank die wirtschaftliche Situation einschätzt. Fed-Chairman Ben Bernanke hatte jüngst vor dem Bankenausschuss des Senats von einem „ungewöhnlich unsicheren“ Ausblick gesprochen. Zuvor steht bereits die Bekanntgabe des Auftragseingangs langlebiger Wirtschaftsgüter auf der Agenda.

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