https://www.faz.net/-gv6-157um

Blick auf den Finanzmarkt : Kaum Impulse für Dax

  • Aktualisiert am

Zwei Tage vor Heiligabend machen Anleger einen Bogen um den Aktienmarkt. Bei extrem geringen Umsätzen notierte der Dax nahezu unverändert zum Vorabend.

          7 Min.

          Ohne neue Impulse ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch kaum verändert gestartet. Der Dax notiert wenig höher als zum Handelsende am Vortag bei 7080 Punkten. Der MDax rückte um 0,3 Prozent auf 10.101 Punkte vor, nachdem der Index mittelgroßer Werte am Vortag erstmals seit gut zweieinhalb Jahren über die Mauer von 10.000 Punkten geklettert war. Der Auswahlindex für Technologiewerte TecDax notiert unverändert bei 843 Punkten.

          Die Nachrichtenlage bleibe dünn und auch die Vorgabe der Börsen in Übersee gäben keine klare Richtung vor, begründen Börsianer den kaum veränderten Start. Der Future auf den amerikanischen Leitindex Dow Jones gewann 0,1 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag.

          Auch die Agenda verspricht kaum neue Impulse für den Aktienmarkt. Laut Börsianern dürfte aber das „Window-Dressing“ weiter das Geschehen bestimmen, wobei mit weiter abnehmenden Umsätzen zu rechnen sei. Am Nachmittag könnten neue Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt kleinere Impulse geben, darüber hinaus steht die endgültige Schätzung des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal auf der Agenda.

          Größte Verlierer sind die Aktien von Adidas mit einem Abschlag von 2 Prozent. Laut Händlern befürchten nach einem enttäuschenden Ausblick vom Konkurrenten Nike einige Anleger auch beim deutschen Sportartikelhersteller eine schwache Entwicklung. Nike-Aktien waren am Vorabend an der Wall Street nach Börsenschluss um fast sechs Prozent eingebrochen.

          Die Beilegung eines Steuerstreits der Deutschen Bank in den Vereinigten Staaten wird am Markt positiv aufgenommen. Die Titel lagen 0,4 Prozent im Plus.

          Mit Erleichterung nahmen die Anleger ein Stillhalteabkommen bis zum 31. März 2011 des Holzverarbeiters Pfleiderer mit seinen Gläubigerbanken auf. Der Aktienkurs klettert um mehr als 6 Prozent.

          Rentenmärkte tendieren etwas leichter

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Mittwoch leichter. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 9 Basispunkte auf 125,08 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 8 Basispunkte auf 118,10 Prozent.

          Aus technischer Sicht habe der Bund-Future zwar den abwärts gerichteten Trendkanal von Mitte November nachhaltig durchbrochen, meinen die Analysten der WestLB. Für einen verbesserten Ausblick müsse aber der zentrale Widerstand bei 125,34 Prozent überwunden werden.

          Impulse könnten am Vormittag von der Bank of England ausgehen, wenn das Protokoll der jüngsten Sitzung des geldpolitischen Rats veröffentlicht wird. Am Nachmittag dürften sich die Blicke der Marktteilnehmer dann in die Vereinigten Staaten richten. Dort stehen die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser auf der Agenda. Die Bruttoinlandsprodukte des dritten Quartals aus den Vereinigten Staaten und England sind die dritten Veröffentlichungen und sollten nur bei massiven Änderungen Beachtung finden.

          Euro auf Allzeittief zum Franken

          Der Euro kann am Mittwochmorgen wieder etwas zum Dollar zulegen und steigt über die Marke von 1,31 Dollar. Marktteilnehmer sprechen von einer Gegenbewegung nach den deutlichen Verlusten im späten Geschäft am Dienstag, verursacht durch überwiegend negative Aussagen von Rating-Agenturen zu Staaten der Euro-Peripherie.

          Die Rating-Agentur Fitch hatte am Dienstagabend angekündigt, ihre langfristige Bonitätsnote für das hoch verschuldete Griechenland zu überprüfen. Die Agentur sieht eine „erhöhte Wahrscheinlichkeit“ für eine Abstufung. Derzeit bewertet Fitch Griechenlands mit „BBB-“, der niedrigsten Stufe im Bereich der soliden Finanzanlagen. Zuvor hatte Moody's mitgeteilt, die Bewertung portugiesischer Staatsanleihen auf eine Abstufung zu überprüfen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.