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Blick auf den Finanzmarkt : Gewinnmitnahmen im Dax

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Ölpreise konsolidierten auf extremem Niveau

Die Ölpreise sind am Montag mit der wachsenden Sorge der Investoren vor einer Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten gesunken. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September verbilligte sich im asiatischen Handel um 95 Cent auf 117,72 amerikanische Dollar. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September-Lieferung sank um 1,00 Dollar auf 98,87 Dollar. An den Rohstoffmärkten wachse die Sorge vor einer Staatspleite in den Vereinigten Staaten und Kursturbulenzen an den internationalen Finanzmärkten, hieß es von Händlern. Auch am Wochenende gab es in den Vereinigten Staaten keine Einigung im Schuldenstreit. Damit droht der größten Volkswirtschaft der Welt ab dem 2. August ein kurzfristiger Zahlungsausfall und eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit durch Ratingagenturen.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Knapp gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Freitag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 3,04 Punkte auf 2426,46 Zähler.

Die Aktie von E-Trade hat am Freitag im nachbörslichen Handel zugelegt, nachdem das Unternehmen Vorschläge des Hedgefonds Citadel LLC abgelehnt hatte. Der Fonds wollte auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Schritte zum Verkauf des Unternehmens in die Wege leiten. Die Kurse der Aktien steigerten sich um 3,6 Prozent auf 16,21 Dollar. Die Titel von Advanced Micro Devices (AMD) legten bis 19.59 Uhr um 0,5 Prozent auf 7,79 Dollar zu, nachdem die Aktie im regulären Handel bereits um 19 Prozent geklettert war. Die Unternehmenszahlen von AMD lassen auf Gewinne beim Marktanteil zu Ungunsten von Intel schließen. Die Aktien des Tabakkonzerns Reynolds American gaben zwischenzeitlich deutlicher nach, schlossen aber im nachbörslichen Handel unverändert bei 36,26 Dollar. Das Unternehmen hatte einen Ergebnisrückgang um 11 Prozent mitgeteilt.

Wall Street schließt am Freitag uneinheitlich

Die amerikanischen Aktienmärkte sind am Freitag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Die Standardwerte wurden von Caterpillar belastet. Der Quartalsbericht des Baumaschinenherstellers war mit Enttäuschung aufgenommen worden. Aus dem Technologiesektor kamen indessen einige gute Nachrichten. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) fiel um 0,3 Prozent oder 43 Punkte auf 12.681. Der S&P-500 gewann 0,1 Prozent oder einen Punkt auf 1.345. Der Nasdaq-Composite legte um 0,9 Prozent oder 24 Punkte auf 2.859 zu. Der Nasdaq-100 stieg um 1,1 Prozent oder 25 Punkte auf 2.430 und damit auf den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Umgesetzt wurden 0,74 (Donnerstag: 0,97) Milliarden Aktien. Dabei wurden 1.439 Kursgewinner und 1.545 -verlierer gesehen, während 123 Titel unverändert schlossen. Die erste Begeisterung über das neue Hilfspaket für Griechenland, das die Euro-Länder am Donnerstag beschlossen hatten, hatte sich etwas gelegt, wie Händler sagten. Der Markt habe nun auch die negativen Seiten der Hilfen wahrgenommen, hieß es. Zudem steht in den Vereinigten Staaten eine Einigung zwischen Regierung und Opposition auf die Erhöhung der Schuldenobergrenze noch aus, was Ängste vor einer Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten schürt. Wichtige amerikanische Konjunkturdaten wurden am Freitag nicht veröffentlicht.

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