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Blick auf den Finanzmarkt : Erholungsversuch zu Wochenbeginn

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In der kommenden Woche, die durch den Feiertag Martin Luther King Day am Montag verkürzt ist, legt ein großer Teil der Finanzinstitute Zahlen vor. Darunter befinden sich so bekannte Namen wie Citigroup, State Street, Bank of New York Mellon/Wells Fargo, Morgan Stanley, Bank of America, Goldman Sachs, Capital One Financial und American Express. Bank of America gaben um 3,3 Prozent auf 16,26 Dollar nach und Morgan Stanley verloren 2,6 Prozent auf 30,38 Dollar. Auch Intel konnten nicht von ihren Zahlen profitieren, die Aktie verlor 3 Prozent auf 20,80 Dollar. Der weltgrößte Chipkonzern hat im vierten Quartal dank einer starken Nachfrage nach PC-Chips einen deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung verbucht und sowohl mit seinem Ergebnis als auch dem Ausblick die Schätzungen der Analysten übertroffen. Im vierten Quartal hat Intel den Umsatz auf 10,6 Milliarden Dollar gesteigert und einen Gewinn von 2,3 Milliarden Dollar oder 0,40 Dollar je Aktie erzielt. Analysten hatten mit 0,30 Dollar gerechnet. Für das laufende Quartal zeigte sich Intel optimistisch und erwartet einen Umsatz von 9,7 Milliarden Dollar, was über dem derzeitigen Konsens von 9,35 Milliarden Dollar liegt.

Amerikanische Anleihen tendierten am Freitag fest

Auf der Suche nach Sicherheit haben die Investoren am Freitag Treasuries gekauft und Aktien verkauft. Im Späthandel stiegen zehnjährige Titel mit einem Koupon von 3,375 Prozent um 16/32 auf 97-18/32 und rentierten mit 3,676 Prozent. Die mit 4,375 Prozent verzinste 30-jährige Staatsanleihe gewann 23/32 auf 96-20/32. Ihre Rendite fiel von 4,638 auf 4,582 Prozent. Die jüngsten Konjunkturdaten hätten über das Ausmaß der Konjunkturerholung Zweifel aufkommen lassen und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den nächsten Monaten reduziert. Am Berichtstag wurden die Verbraucherpreise mitgeteilt, die im Dezember um 0,1 Prozent gestiegen war und damit weniger als Analysten erwartet hatten. Auf das Gesamtjahr gerechnet lag die Preissteigerung bei 2,7 Prozent, die Kernrate jedoch lediglich bei 1,8 Prozent. Die niedrigere Kernrate deute darauf hin, dass die Inflationsgefahr im Zaum sei, sagten Teilnehmer. Mit der um 16.00 Uhr MEZ mitgeteilten Verbraucherstimmung der Uni Michigan legten die Notierungen weiter zu. Der Index stieg auf 72,8, während Analysten den Indexstand bei 74 erwartet hatten. Gestützt wurden die Notierungen auch von den glatt verlaufenden Auktionen der Woche. Insgesamt waren Titel im Volumen von 84 Milliarden Dollar an den Markt gekommen. Mit der guten Nachfrage wurden Sorgen zerstreut, das Kaufinteresse könne angesichts des großen Angebots erlahmen.

Lateinamerikas Börsen schließen am Freitag im Minus

Die größeren lateinamerikanischen Börsen haben am Freitag zum Ende der Handelswoche mit Verlusten geschlossen. In der brasilianischen Stadt São Paulo gab der Bovespa-Index um 823,12 Zähler auf einen Endstand von 68 978,30 Punkten nach. Das war ein Minus von 1,18 Prozent. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires verlor der Merval-Index im Vergleich zum Donnerstag 13,84 Punkte und sank damit um 0,58 Prozent auf 2367,20 Zähler. Auch in Mexiko-Stadt endete der Wertpapierhandel im Vergleich zum Donnerstag im Minus: Dort sank der IPC-Index um 467,28 Punkte (-1,43 Prozent) auf 32 262,30 Punkte.

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