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Blick auf den Finanzmarkt : Erholungsversuch zu Wochenbeginn

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Euro startet wenig verändert in neue Berichtswoche

Der Euro ist am Montagmorgen wenig verändert gegen den Dollar in die neue Berichtswoche gestartet. Angesichts des Martin-Luther-King-Feiertags in den Vereinigten Staaten dürfte das Geschäft sehr ruhig verlauf und vor allem von technischen Faktoren geprägt sein. Fundamental gebe es keine eindeutigen Trends, die eine bestimmte Währung stützten, heißt es im Handel. „Jeder größere Wirtschaftsraum hat seine eigenen Probleme zu bewältigen, die immer wieder am Markt thematisiert werden“, äußert sich ein Devisenstratege. Während die Fiskalprobleme Griechenlands derzeit auf dem Euro lasten, leidet das Sentiment für den Dollar von der Aussicht auf eine lange anhaltende Niedrigzinspolitik in den Vereinigten Staaten . Die Erholung der amerikanische Wirtschaft wird nur langsam und mit Rückschlägen verlaufen, sind die meisten Beobachter überzeugt. Die Abschreibungen auf Konsumentenkredite durch J.P. Morgan haben einmal mehr deutlich gemacht, dass der Konsum noch auf lange Zeit von den negativen Folgen der Finanzkrise beeinflusst wird. Charttechnisch kommt es laut der Helaba darauf an, dass sich der Euro oberhalb seiner 200-Tage-Linie halten kann. Diese verlaufe aktuell bei 1,4283 Dollar. Darunter fänden sich noch zwei Haltemarken um 1,4260 Dollar. Dies seien Tiefpunkte der Konsolidierungsbewegung im Januar. Eine weitere Unterstützung sei bei 1,4218 Dollar zu lokalisieren. Diese Marken sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit einem Unterschreiten der 200-Tagelinie das Risiko deutlicher Kursverluste zunehme. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 1.136,15 Dollar nach einem Nachmittags-Fixing in London am Freitag bei 1.128 Dollar am Freitag.

Börsen in Tokio schließen schwächer

Schwache Vorgaben der amerikanischen Börsen und die Aufwertung des Yen haben die Tokioter Börse am Montag belastet. Der Nikkei-225-Index fiel um 1,2 Prozent oder 127 Punkte auf 10.855. Der Topix verlor 0,9 Prozent oder neun Punkte auf 958. Verkauft wurden vor allem Aktien des Chipsektors, aber auch Exportwerte. Der Markt sei „überkauft“, sagten Händler. Zudem durchliefen die amerikanische Börsen derzeit offenbar eine Korrekturphase, die an den japanischen Börsen nachvollzogen werden dürfte. Unter den Aktien exportorientierter Unternehmen verloren Sharp 1,2 Prozent auf 1.200 Yen und Honda 0,9 Prozent auf 3.370 Yen. Suzuki Motor stiegen gegen den Trend um 0,4 Prozent auf 2.215 Yen. Die indische Tochter des Automobilherstellers will die Preise für einzelne Modelle erhöhen. Im Chipsektor gaben Advantest um 0,6 Prozent auf 2.540 Yen nach und Tokyo Electron um 1,8 Prozent auf 5.930 Yen. Der Sektor litt unter den Kursverlusten des amerikanische Chipherstellers Intel, hieß es. Sony profitierten von einem Medienbericht, laut dem das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr den Absatz von LCD-Fernsehern verdoppeln will. Die Sony-Aktie stieg um 0,7 Prozent auf 3.090 Yen. Unter Druck standen ferner Aktien von Brokern wie Nomura Holdings, die 2,8 Prozent auf 753 Yen einbüßten. Daiwa Securities ermäßigten sich um 1,6 Prozent auf 503 Yen. Aktien von Banken gehörten ebenfalls zu den Verlierern, nachdem die Quartalszahlen der amerikanische Bank J.P. Morgan mit Enttäuschung aufgenommen worden waren. Mitsubishi UFJ verloren 1,6 Prozent auf 498 Yen. Japan Airlines (JAL) brachen bei lebhaften Umsätzen um 28,6 Prozent auf 5 Yen ein. Die Aktien der angeschlagenen Fluggesellschaft seien zum Spielball von Spekulanten geworden, sagten Händler. Es wird erwartet, dass JAL am Dienstag Gläubigerschutz beantragt.

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