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Blick auf den Finanzmarkt : Erholungsversuch zu Wochenbeginn

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Die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 stiegen im MDax um 1,62 Prozent auf 9,834 Euro. Sie profitierten von einem Artikel im „Spiegel“. Die Mehrheitseigner des Münchner TV-Konzerns, die Finanzinvestoren KKR und Permira, würde der Sendergruppe nach Informationen des Nachrichtenmagazins, wenn nötig, finanziellen Spielraum verschaffen. Ein Gesellschafter-Darlehen von voraussichtlich 120 bis 140 Millionen Euro sei abrufbar, falls der Werbemarkt unerwartet einbrechen oder der Konzern aus anderen Gründen Gefahr laufen sollte, seine Kreditvereinbarungen mit den Banken nicht einzuhalten. Für einen Händler, der namentlich nicht genannt werden wollte, ist dies allerdings nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“, denn ProSieben habe Medienberichten zufolge Schulden in Höhe von rund 5,5 Milliarden Euro.

Die Aktien von Lanxess profitierten mit 1,14 Prozent auf 29,700 Euro von Aussagen des Konzernchefs Axel Heitmann. Wie Heitmann der „Wirtschaftswoche“ sagte, soll die Produktionskapazität des Chemieunternehmens in Deutschland im laufenden Jahr ausgebaut werden. Die Nachfrage nach Chemieprodukten und die Auslastung der Anlagen werde sich, verglichen mit dem Vorjahr, verbessern. „2010 wird auch für Lanxess ein gutes Jahr“, wiederholte Heitmann frühere Aussagen. Vorstandschef Michael Mertin von Jenoptik wiederholte ebenfalls frühere Aussagen. Der Technologiekonzern peile für das laufende Jahr wieder schwarze Zahlen an, sagte Mertin der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Außerdem solle die Nettoverschuldung mittelfristig sinken. Die Aktie stieg um 1,18 Prozent auf 4,806 Euro. Die Titel von Puma hingegen büßten im MDax 1,09 Prozent auf 230,50 Euro ein. Der Sportartikelhersteller will in den nächsten Monaten verstärkt die Rentabilität seiner Läden überprüfen. Dabei sei auch die Schließung des einen oder anderen Puma-Einzelhandelsgeschäfts nicht ausgeschlossen, sagte ein Firmensprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Einen Bericht der französischen Zeitung „Le Figaro“ (Samstag), dem zufolge das Unternehmen weltweit ein Drittel seiner Läden schließen wolle, um den Gewinnverfall zu stoppen, wollte der Sprecher nicht bestätigen.

Renten-Futures starten kaum verändert in die neue Woche

Die deutschen Renten-Futures sind kaum verändert in die neue Woche gestartet. Am Montagmorgen steigt der Bund-Future mit Fälligkeit im März bis 8.45 Uhr um 4 Ticks auf 122,62 Prozent. Das Tageshoch liegt zu diesem Zeitpunkt bei 122,73 Prozent, das Tagestief bei 122,55 Prozent. Umgesetzt wurden bislang rund 26.500 Kontrakte. Für den BOBL-Future mit Fälligkeit im März geht es um einen Tick auf 116,75 Prozent nach oben. Da die amerikanische Anleihemärkte aufgrund des Feiertags „Martin Luther King Day“ geschlossen bleiben werden, rechnen Marktteilnehmer mit unterdurchschnittlichen Umsätzen und einem eher impulsarmen Geschäft. Auch von der Konjunkturseite sind angesichts der faktisch leeren Agenda keine Vorgaben zu erwarten. Nachdem die Bund-Futures das Niveau von 122,50 Prozent überschritten hätten, komme aus charttechnischer Perspektive jetzt der Bereich von 122,75 Prozent ins Spiel, sagt Jürgen Meyer, Charttechniker der LBBW. Erst ein Bruch des Niveaus von 122,25 Prozent als Schlusskurs sei als erstes Ermüdungssignal zu werten. Allerdings beendeten erst Kurse unterhalb des Bereichs von 121,75 Prozent den Aufwärtstrend der vergangenen Tage.

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