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Blick auf den Finanzmarkt : Deutscher Aktienmarkt startet mit Kursgewinnen

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Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Das Thema Dubai werde vom Konjunkturbericht der Fed in den Hintergrund gedrängt, heißt es. Gespräche von Mitsubishi und Peugeot treiben die Kurse der Autoaktien.

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          Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der Dax legt im frühen Geschäft um knapp 1 Prozent auf 5836 Punkte zu und nähert sich seinem Jahreshoch bei 5888 Zählern. Der MDax gewinnt ebenso stark auf 7399 Punkte und für den TecDax geht es um 1,2 Prozent auf 812 Zähler hoch. Der Auswahlindex für Technologiewerte steht damit so hoch wie seit September 2008 nicht mehr.

          Das weiter an Bedeutung verlierende Thema Dubai werde von positiven Daten wie dem Konjunkturbericht der amerikanischen Notenbank vom Vorabend in den Hintergrund gedrängt, sagt Marktanalyst James Hughes von CMC Markets. Gespräche von Mitsubishi und Peugeot über eine Beteiligung treiben die Kurse der Autoaktien.

          Rentenmarkt tendiert deutlich leichter

          Hatten Experten am Donnerstag eine gut behauptete Eröffnung des deutschen Rentenmarkts erwartet, so lagen sie deutlich daneben. Der Kurs des führenden Terminkontrakts auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, gibt vielmehr 36 Basispunkte auf 123,20 Prozent nach, der Bobl-Future für kürzere Laufzeiten um 22 Basispunkte auf 116,61 Prozent.

          Impulse sind laut Händlern von der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittag zu erwarten: „Der Markt wartet auf Signale, nach denen die EZB die geldpolitischen Zügel bald anziehen könnte“, so ein Händler. Ein möglicher Ausstieg aus der Phase üppiger Geldversorgung und niedriger Zinsen dürfte mit kleinen Schritten beginnen, so zum Beispiel der Abschaffung des Jahrestenders oder Änderungen seiner Konditionen, heißt es am Markt.

          Weitere Impulse könnten am Nachmittag von den wöchentlichen amerikanischen Arbeitsmarktdaten ausgehen sowie vom ISM-Index für den Dienstleistungssektor in den Vereinigten Staaten.

          Euro vor EZB-Sitzung knapp über 1,51 Dollar

          Der Eurokurs zieht am Donnerstag während des Übergangs aus dem asiatisch in den europäisch geprägten Handel an. Die Gemeinschaftswährung notiert bei 1,5105 Dollar nach Ständen von knapp 1,5050 Dollar im späten amerikanischen Handel am Mittwoch. Schwach tendiert der Yen, der sowohl gegen den Euro als auch den Dollar nachgibt. Damit leidet der Yen weiter unter der Lockerung der Geldpolitik vom Dienstag. Der Euro wiederum ist vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittag gesucht: „Der Markt wartet auf Signale, nach denen die EZB die geldpolitischen Zügel bald anziehen könnte“, so ein Händler.

          Daneben wartet der Markt aber auch bereits auf den amerikanischen Arbeitsmarktbericht. Devisenstrategen weisen darauf hin, dass in den Vereinigten Staaten eine Zinswende anstehen könnte, sobald die Arbeitslosenquote ihren Höhepunkt erreicht oder überschritten hat. Ausnahmen seien die Phasen nach den Rezessionen 1991 und 2001 gewesen, als der damalige Notenbank-Präsident Alan Greenspan das Zinsniveau erst 18 oder. 12 Monate nach dem Hoch der Arbeitslosenquote erhöhte. Es seien aber genau diese langen Tiefzinsphasen, die der Fed nun vorgeworfen werden, da diese die Bildung spekulativer Blasen an den Märkten begünstigt hätten, so die Analysten der Helaba.

          Aus technischer Sicht werden Widerstände für den Euro bei 1,5111 Dollar und dann beim Jahreshoch bei 1,5146 Dollar gesehen. Als unterstützt gilt der Euro um 1,50 Dollar.

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