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Blick auf den Finanzmarkt : Deutsche Börsen ohne klare Richtung

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Deutsche Anleihen tendieren kaum verändert

Der deutsche Anleihemarkt ist am Dienstag kaum verändert in den Handel gestartet. Der für den Staatsanleihenmarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future lag unverändert bei 129,68 Punkten. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,489 Prozent. Die Experten der HSH-Nordbank erwarten auch im weiteren Handelsverlauf keine großen Kursausschläge, da der Markt auf die Entscheidung der amerikanische Notenbank am Mittwoch warte. „Der Bund-Future dürfte vor den amerikanische Kongresswahlen und der FOMC-Sitzung am Mittwoch zusehends in seiner charttechnischen Warteposition verharren“, schreibt die Landesbank in einer Tagesvorschau. „Vor allem die Ungewissheit in Bezug auf die weitere amerikanische Geldpolitik dämpft die Aktivität, zumal hierzulande keine wichtigen Konjunkturdaten auf der Agenda stehen.“

Euro wieder über 1,39 Dollar - Nervosität steigt

Der Euro notiert beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Dienstagmorgen wieder über der Marke von 1,39 Dollar. Im Handel heißt es, die Nervosität der Anleger vor der Entscheidung der amerikanische Notenbank (Fed) zur weiteren Geldpolitik am Mittwoch nehme zu. Die die Märkte bestimmende Frage drehe sich um das Volumen der erwarteten Geldmengenausweitung. Der Dollar hat am Vortag positiv auf besser als erwartet ausgefallene ISM-Daten aus den Vereinigten Staaten reagiert. Dies habe die Erwartungshaltung an das Kaufvolumen reduziert. Derzeit erwarten die meisten Analysten ein Volumen von 500 Milliarden Dollar, mit dem über einen Zeitraum von voraussichtlich sechs Monaten amerikanische Staatspapiere erworben werden. Aufwind hat der australische Dollar durch die überraschende Leitzinserhöhung durch die dortige Notenbank erfahren. Die Zentralbank hat den Zins um 25 Basispunkte auf 4,75 Prozent erhöht. Überraschend hat auch die indische Notenbank die Leitzinsen um 25 Basispunkte erhöht, die sechste in diesem Jahr.

Die Erhöhungen verdeutlichen die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen zwischen der Eurozone, Japan und den Vereinigten Staaten einerseits und Asien andererseits. Beobachter rechnen zudem mit weiteren Zinsschritten in China, um den inflationären Druckeinzudämmen. Die am Berichtstag stattfindenden Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten dürften von der Fed-Entscheidung am Mittwoch überschattet werden. Laut Umfragen dürften die Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus erringen, offener ist allerdings der Ausgang im Senat, wo ein Teil der Mandate neu zu besetzen ist. An den Finanzmärkten gilt ein Sieg der Republikaner im Repräsentantenhaus als fest eingepreist. Charttechnisch trifft der Euro zum Dollar bei 1,4061 und 1,4157 Dollar auf Widerstand. Unterstützung findet sich bei 1,3850 und 1,3815 Dollar. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 1.357,37 Dollar nach einem Nachmittags-Fixing in London mit 1.354,50 Dollar.

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