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Blick auf den Finanzmarkt : Deutsche Aktien nach Konjunkturdaten fester

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Bei AT&T zeigten die Quartalszahlen, dass der Telekomkonzern trotz des Booms beim mobilen Internet nicht von der Stelle kommt. Die Papiere gehörten mit einem Abschlag von 1,2 Prozent auf 26,34 Dollar zu den größten Verlierern im Dow Jones.

Yahoo-Titel gehörten mit minus 5 Prozent auf 17,45 Dollar zu den größten Verlierern unter den Technologiewerten, obwohl das Geschäft zu Jahresbeginn wieder leicht angezogen hatte und der Gewinn auch wegen der Suchmaschinen-Kooperation mit Microsoft steil angestiegen war. Analysten zufolge fielen aber speziell die Werbeeinnahmen enttäuschend aus, was nach wie vor auf Probleme im Suchmaschinenbereich hindeute.

Die bevorstehende Übernahme durch Visa ließ Anteilsscheine von Cybersource um 32 Prozent auf 25,72 Dollar in die Höhe schnellen. Der weltgrößte Kreditkartenanbieter will den Spezialisten für Online- Zahlungssysteme für rund zwei Milliarden Dollar oder 26 Dollar je Aktie kaufen.

Amerikanische Anleihen freundlich

Das lange Ende des amerikanischen Anleihemarkts hat am Mittwoch von der Aussicht auf eine geringere Neuverschuldung der Vereinigten Staaten profitiert. Nachdem einige Analysten ihre Schätzungen für das diesjährige amerikanischen Haushaltsdefizit gesenkt hätten, vermuteten einige Marktteilnehmer, dass die amerikanische Regierung den Umfang ihrer Anleiheauktionen später in diesem Jahr reduzieren könnte, sagten Händler.

Im späten New Yorker Handel stiegen zehnjährige Titel mit einem Kupon von 3,625 Prozent um 14/32 auf glatt 99 und rentierten mit 3,75 Prozent. Der mit 4,625 Prozent verzinste Longbond gewann 30/32 auf 100-4/32. Seine Rendite sank auf 4,61 Prozent.

Die Regierung habe aus Furcht vor den Folgen der Wirtschaftskrise zuviel Geld aufgenommen, sagte ein Beobachter. Allerdings hätten inzwischen viele Unternehmen der Finanzbranche die staatlichen Hilfsgelder zurückgezahlt. Zudem seien im Zuge der wirtschaftlichen Erholung höhere Steuereinnahmen zu erwarten.

Am Markt setze sich allmählich die Meinung durch, dass das gewaltige Defizit der Vereinigten Staaten durchaus verringert werden könne. Davon würden wiederum Anleihen mit längeren Laufzeiten profitieren, die normalerweise am stärksten unter einem ausufernden Defizit und der Angst vor einer damit einhergehenden beschleunigten Inflation litten, hieß es.

Wichtige Konjunkturdaten wurden am Mittwoch nicht veröffentlicht. Dafür ist für Donnerstag eine Fülle von Daten angekündigt. Ferner wird das amerikanischen Finanzministerium Einzelheiten zu den für die kommende Woche geplanten Auktionen drei-, fünf- und siebenjähriger Anleihen veröffentlichen. Einige Marktteilnehmer hätten sich in Erwartung dieser Informationen positioniert, berichteten Händler. Bei der vorigen Auktionsrunde betrug das Gesamtvolumen der neuen Anleihen 118 Milliarden Dollar.

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