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Blick auf den Finanzmarkt : Deutsche Aktien moderat im Plus

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Die für den Montagnachmittag angekündigten makroökonomischen Kennziffern aus den Vereinigten Staaten stammen hingegen lediglich aus der zweiten Reihe. Potenzial, die Wechselkurse kräftig zu bewegen, haben sie daher kaum. Auf dem Programm stehen die persönliche Ausgaben und Einkommen für Mai. Volkswirte rechnen mit Zunahmen von 0,1 Prozent respektive 0,4 Prozent binnen Monatsfrist.

Asiatische Aktien wegen Griechenland unter Druck

Vor der mit Spannung erwarteten Weichenstellung der griechischen Politik in der Schuldenkrise haben sich die asiatischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn nervös präsentiert. Die wichtigsten Indizes verloren im Vorfeld zweier Parlamentsabstimmungen in Athen über den künftigen Sparkurs des hoch verschuldeten Landes

„Die Märkte gehen davon aus, dass die europäischen Anleihemärkte im Chaos versinken werden und weltweit für Ansteckung sorgen werden, wenn dieses Paket diese Woche nicht durchgeht“, sagte Greg Gibbs, Analyst bei der Royal Bank of Scotland in Sydney, unter Verweis auf die griechischen Sparvorhaben.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index rund ein Prozent schwächer bei 9578 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gab bis Handelsschluss 0,9 Prozent nach auf 825 Zähler. Verluste gab es bei Bankentiteln. Zwar machte der japanische Sektorindex einen Teil der Verluste zum Schluss noch wett, notierte aber weiterhin 0,3 Prozent schwächer. Zuvor hatte er mehr als ein Prozent im Minus gelegen. Die Aktien von Mitsubishi UFJ Financial Group erholten sich bis Handelsende von zum Teil kräftigen Verlusten.

Zu den Kursgewinnern zählten Autoaktien, weil Anleger nach Angaben von Händlern derzeit sichere Anlagen bevorzugten. So zogen Honda-Titel 0,7 Prozent an. Auch erwarteten Anleger mit Spannung einen mittelfristigen Ausblick von Autobauer Nissan. Nissan hatte bereits vergangene Woche für gute Stimmung gesorgt. Die Firma will ihren Absatz um fast zehn Prozent steigern.

An den Aktienmärkten in Südkorea, Taiwan und Singapur überwogen ebenfalls die negativen Vorzeichen. Auch an den beiden chinesischen Handelsplätzen Hongkong und Shanghai verloren die Indizes.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Knapp behauptet präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Freitag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 1,82 Punkte auf 2215,24 Zähler.

Der Aktienkurs von Oracle fiel am Freitag im nachbörslichen Handel weiter. Der Software-Konzern hatte schon am Donnerstag nach Börsenschluss bei der Vorlage seiner Viertquartalszahlen einen enttäuschenden Ausblick gegeben. Das Quartalsergebnis war zwar insgesamt überraschend gut, doch hatte Oracle im Hardware-Geschäft schlechter abgeschnitten als erwartet. Oracle fielen um 0,4 Prozent auf 31,02 Dollar, nachdem sie im regulären Geschäft etwas über 4 Prozent eingebüßt hatten.

Micron erholten sich um 0,3 Prozent auf 7,23 Dollar. Die schon am Donnerstag nach Börsenschluss veröffentlichten Drittquartalszahlen des Unternehmens hatten enttäuscht, woraufhin die Aktie am Freitag im regulären Handel 14,5 Prozent verlor.

Williams Co stiegen um 0,5 Prozent auf 28,69 Dollar. Im regulären Geschäft hatten die Titel unter dem Übernahmeangebot für Southern Union Company gelitten. Williams bietet rund 5 Milliarden Dollar für Southern Union und tritt damit in Wettstreit mit Energy Transfer. Southern Union verteuerten sich bis zur Schlussglocke um 16,7 Prozent und notierten nachbörslich kaum verändert bei 39,85 Dollar.

Amerikanische Börsianer schauen gebannt auf Wirtschaftsdaten

Arbeitsmarktdaten, der Immobilienmarkt und die Industrieproduktion: Die amerikanischen Börsianer schauen auch in der kommenden Woche gebannt auf Konjunkturdaten, um mehr über die Lage der schwächelnden amerikanischen Wirtschaft zu erfahren. Zudem richtet sich der Blick weiter auf die europäische Schuldenkrise mit dem größten Sorgenkind Griechenland und auch Probleme bei italienischen Banken. Des Weiteren sorgen die Verhandlungen über die Anhebung der amerikanischen Schuldengrenze für Unsicherheit am Markt.

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