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Blick auf den Finanzmarkt : Deutsche Aktien im Plus

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Hoffnungen auf eine Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpaket der Regierung geben den Aktienkursen am Mittwoch Auftrieb. „Alles andere würde Griechenland in ein noch größeres Chaos stürzen“, sagt ein Händler.

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          Der Optimismus der Anleger vor der Entscheidung des griechischen Parlaments über das Sparpaket der Regierung sorgt am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt für Gewinne. Der Dax und der marktbreite FAZ-Index legen um jeweils 1 Prozent auf 7.238 bzw. 1633 Punkte zu. Für den MDax geht es am Mittwoch um 0,9 Prozent auf 10.630 Punkte nach oben, der TecDax rückte um 0,8 Prozent auf 866 Punkte vor.

          Die Hoffnung auf ein positives Votum in Athen habe auch in New York und in Asien für freundliche Kurse gesorgt, sagen Börsianer. Die möglichen Folgen einer Ablehnung des Sparpakets werde wohl auch das griechische Parlament nicht auf sich nehmen wollen. Marktstratege Cameron Peacock von IG Markets gibt allerdings zu bedenken, dass es selbst bei einer Zustimmung nach unten gehen könnte. Nachdem in den vergangenen Tagen die Hoffnung auf einen positiven Ausgang für Kursgewinne gesorgt habe, könnte es zu Gewinnmitnahmen kommen. Möglich sei aber auch, dass es zu einem generellen Stimmungswandel komme und zuletzt abwartende Anleger an den Markt zurückkehrten. Im Tagesverlauf stehen noch Konjunkturdaten an, darunter Zahlen zum amerikanischen Häusermarkt.

          Zu den stärksten Titeln im FAZ-Index zählen die Papiere der Commerzbank mit einem Plus von 2,1 Prozent. Händler verweisen auf einen Bericht des „Handelsblatts“ zur Kreditnachfrage. Demnach will der Konzern im Bereich der Erneuerbaren Energien allein in diesem Jahr ein „Neugeschäft von einer Milliarde Euro machen“. Einen so starken Zuwachs habe es noch nie gegeben, wird Vorstandsmitglied Markus Beumer zitiert. Zudem beschere die Hoffnung auf eine für Banken günstige Einigung in der Frage der Beteiligung des Privatsektors an der Griechenland-Hilfe Finanztiteln insgesamt Auftrieb. Deutsche Bank steigen um 0,6 Prozent auf 40,02 Euro.

          Die Aktien der Allianz verteuern sich nach einer positiven Studie von Morgan Stanley um 1,7 Prozent auf 93,59 Euro. Die amerikanische Bank hatte die Papiere von „Equal-weight“ auf „Overweight“ hochgestuft und das Kursziel von 111,50 auf 124,20 Euro erhöht.

          Hochtief-Aktien steigen um 2,4 Prozent. Dem „Platow Brief“ zufolge sind nach einer ersten Vorauswahl im Verkaufsprozess des Flughafengeschäfts noch fünf Bieter im Rennen. Die Kaufpreisangebote bewegten sich in einer Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro, schrieb der Anlegerbrief. Mit verbindlichen Angeboten sei innerhalb der kommenden drei Wochen zu rechnen. „Platow“ erwähnte zudem jüngste Analystenschätzungen, die von einem Wert der Sparte von etwa 1,3 Milliarden Euro ausgegangen seien. Ein Börsianer erinnerte derweil daran, dass die Sparte laut früheren Berichten einen Wert von etwa 1,7 Milliarden Euro habe.

          Wacker Chemie gewinnen 2,3 Prozent. Die UBS hatte die Spezialchemietitel von „Neutral“ auf „Buy“ angehoben. Das Kursziel wurde zwar von 180 auf 171 Euro gesenkt, signalisiert damit aber weiter deutliches Potential.

          Weitere Verluste am Rentenmarkt

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Mittwoch leichter. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 35 Basispunkte auf 126,20 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 25 Basispunkte auf 117,20 Prozent.

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