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Blick auf den Finanzmarkt : Deutsche Aktien im Plus

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„Es herrscht vorsichtiger Optimismus vor den Abstimmungen in Griechenland in dieser Woche“, sagte Fondsmanager Hiroaki Osakabe. Positiv wirkten sich auch die Zahlen zur Industrieproduktion in Japan aus, die für Mai den höchsten Zuwachs seit fast 60 Jahren verbuchen konnten. Damit erhärtete sich die Hoffnung der Bank of Japan, dass sich die Wirtschaft nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe bis zum Jahresende wieder erholen wird und damit weniger auf billiges Geld angewiesen ist.

In Tokio zählten vor allem Aktien von Energieunternehmen zu den Gewinnern. Die Zeitung „Nikkei“ hatte zuvor berichtet, die Opposition wolle erreichen, dass nicht andere Energiekonzerne für Schadenersatzzahlungen an die Opfer der Atomkatastrophe hinzugezogen werden. Die beiden Stromkonzerne Kansai Electric Power sowie Chubu Electric Power legten beide rund vier Prozent zu. Auch die Aktien der Betreiberfirma des Katastrophen-Reaktors in Fukushima, Tepco, schlossen fast drei Prozent im Plus, nachdem eine Aktionärsversammlung am Tag zuvor eine Abkehr von der Atomtechnologie abgelehnt hatte.

Aktienkurse in China am Mittag uneinheitlich

Belastet von Gewinnmitnahmen tendiert die Börse in Schanghai am Mittwochmittag etwas leichter. Vor allem Banken- und Immobilienwerte stehen unter Druck. Zur Mittagspause verliert der Shanghai Composite Index 0,4 Prozent auf 2.747 Punkte. Teilnehmer rechnen für den weiteren Verlauf mit einer Konsolidierung um die Marke von 2.750 Punkten.

Der HSI in Hongkong entwickelt sich im Einklang mit den meisten anderen asiatischen Börsen unterdessen etwas fester und legt um 0,3 Prozent auf 22.132 Punkte zu. Positive amerikanische Vorgaben und die zuversichtlichen Erwartungen in der griechischen Schuldenkrise stützten, heißt es.

Unter den größten Verlierern in Schanghai sind China Minsheng Banking (-2 Prozent auf 5,85 Yüan) und China Merchants Property Development (-1,5 Prozent auf 18,02 Yüan). Die in Hongkong gelisteten HSBC legen unterdessen um 0,4 Prozent auf 76 Hongkong-Dollar zu.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Gut behauptet präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Dienstag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 2,73 Punkte auf 2288,48 Zähler.

Der Aktienkurs der Bank of America (BoA) stieg um 1,1 Prozent auf 10,94 Dollar, nachdem das „Wall Street Journal“ berichtet hatte, die Bank stehe im Streit mit Anlegern kurz vor einem Vergleich. Die Bank wolle Käufern von hypothekenbesicherten Anleihen, die infolge der Immobilienkrise Verluste erlitten hatten, insgesamt 8,5 Milliarden Dollar zahlen, schrieb die Zeitung auf ihrer Homepage. Wenn die Einigung zustande käme, wäre die Vergleichssumme die höchste bisher in der Branche gezahlte.

Dell gewannen 0,4 Prozent auf 16,07 Dollar. Der PC-Hersteller will im laufenden Geschäftsjahr Aktien im Wert von über 2 Milliarden Dollar zurückkaufen, zusätzlich zu den bisher in diesem Jahr für rund 1,6 Milliarden Dollar erworbenen.

Aussicht auf Griechenland-Rettung treibt amerikanische Börsen an

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