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Blick auf den Finanzmarkt : Dax zum Handelsstart kaum bewegt

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Wall Street schließt freundlich - Finanzwerte ziehen Indizes hoch

Fusionsfantasie, Unternehmenszahlen sowie die Erleichterung über die am Berichtstag friedliche Entwicklung in Ägypten haben am Montag den amerikanische Aktienmarkt nach oben geführt. Der Dow-Jones-Index (DJIA) für 30 Industriewerte stieg um 0,6 Prozent oder 69 Punkte auf 12.162. Bei 12.188,69 Punkten markierte der Index ein neues Jahreshoch. Der S&P-500-Index ging es um 0,6 Prozent oder 8 Zähler auf 1.319 nach oben. Der Nasdaq-Composite-Index legte um 0,5 oder 15 Punkte auf 2.784 zu. Das Umsatzvolumen fiel auf 0,88 (Freitag: 0,92) Milliarden Aktien. Auf 2.073 Kursgewinner entfielen 917 -verlierer, unverändert schlossen 108 Titel. Vor allem von den Finanzwerten kam Rückenwind, der die Blue-Chip-Indizes auf neue Jahreshöchststände klettern ließ. Bank of America zogen um 2,7 Prozent auf 14,67 Dollar an. Die Bank hat am Freitagabend die Auslagerung notleidender Hypotheken bekannt gegeben. Die neue Geschäftseinheit soll 1,3 Millionen überfällige Hypotheken, Zwangsvollstreckungen und Forderungen von Anlegern zum Rückkauf problembehafteter Hypotheken betreuen. Auch die Papiere anderer großer Banken legten zu: Wells Fargo stiegen um 1,7 Prozent und Goldman Sachs um 1,4 Prozent. Morgan Stanley verteuerten sich um 1,7 Prozent und J.P.Morgan zogen um 2 Prozent an.

Loews kletterten um 4,5 Prozent auf 43,27 Dollar. Der Versicherer CNA Financial, der zu Loews gehört, hat im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 1,18 Dollar den Analystenkonsens von 0,69 Dollar weit übertroffen. CNA Financial steuert knapp zwei Drittel der Erträge von Loews bei. Die Aktien von Kreditkarten-Unternehmen profitierten von Zahlen zu den Konsumentenkrediten. Im Dezember stiegen die Verbraucherkredite um 6,1 Milliarden Dollar gegenüber dem November, während Volkswirte im Konsens lediglich ein Plus von 2 Milliarden Dollar erwartet hatten. Und dies, obwohl die Vormonatszahl, also die Daten zum November, auf plus 2,0 Milliarden von plus 1,3 Milliarden hochrevidiert wurde. Visa steigerten sich um 1,4 Prozent auf 73,93 Dollar und MasterCard um 1,1 Prozent auf 249,98 Dollar. Beckman Coulter stiegen um 10 Prozent auf 82,65 Dollar. Der Industriekonzern Danaher will Beckman Coulter für 83,50 Dollar je Aktie oder 6,8 Milliarden Dollar in bar inklusive Schulden übernehmen. Beckman Coulter entwickelt biotechnologische Testverfahren. Pfizer verloren dagegen 1,4 Prozent auf 19,04 Dollar. Der Pharmakonzern übernimmt von der dänischen Ferrosan das Geschäft mit Diät- und so genannten Lifestyle-Produkten. Dazu zählen Multivitamin- und Omega-3-Tabletten sowie Hautpflegemittel. AOL gaben um 0,89 Prozent auf 21,19 Dollar nach. Der Internetdienstleister kauft für 315 Millionen Dollar die Website der „Huffington Post“. Diese wurde 2005 gegründet und registriert monatlich rund 25 Millionen Nutzer. Hasbro gewannen 1,8 Prozent auf 45,63 Dollar. Der Spielzeughersteller hat im vierten Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,02 Dollar erzielt und damit den Analystenkonsens um 0,10 Dollar übertroffen. Während der Absatz mit Spielzeug für Mädchen im vergangenen Jahr um 5 Prozent zulegte, gingen die Verkäufe von Spielzeug für Jungen um 7 Prozent zurück.

Amerikanische Anleihen tendierten am Montag uneinheitlich

Zehnjährige Treasuries haben sich am Montag den sechsten Tag in Folge mit Abschlägen präsentiert. Die Kurse der Titel mit einem Kupon von 2,625 Prozent fielen um 2/32 auf 91-22/32. Die Papiere rentierten mit 3,632 Prozent. Der Kurs der 30-jährigen Staatsanleihe mit einem Kupon von 4,250 Prozent stieg dagegen um 15/32 auf 92-27/32. Ihre Rendite fiel von 4,729 auf 4,697 Prozent. Die Teilnehmer bereiteten sich auf die umfangreichen Auktionen von Staatsanleihen in dieser Woche vor, die ein Gesamtvolumen von 72 Milliarden Dollar erreichen, hieß es am Markt. Dies habe die zehnjährigen Titel leicht belastet. Händler verwiesen darauf, dass die Renditen der Treasuries nun wieder das Niveau vom Mai erreicht haben. Am Freitag waren die Titel aus ihrer Spanne ausgebrochen, die seit Mitte Dezember Gültigkeit hatte. Grund war der amerikanische Arbeitsmarktbericht, der Hoffnungen auf eine Erholung der amerikanischen Konjunktur gemacht hatte.

Lateinamerikas Börsen am Montag überwiegend im Minus

Die größeren lateinamerikanischen Börsen sind am Montag überwiegend mit Verlusten in die Handelswoche gestartet. Ein leichtes Plus gab es nur im brasilianischen Sao Paulo, wo der Aktien-Index Bovespa um 92,89 Zähler (0,14 Prozent) auf 65 362,04 Punkte zulegen konnten. In Mexiko-Stadt hingegen büßte der IPC-Index 287,24 Zähler (0,76 Prozent) ein und schloss bei 37 451,84 Punkten. Auch der Merval-Index in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires fiel 71,50 Zähler (1,97 Prozent) auf 3559,72 Punkte.

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