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Blick auf den Finanzmarkt : Dax zum Handelsstart kaum bewegt

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Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future wird laut Experten am Dienstag knapp behauptet tendieren. Aussagen von EZB-Ratsmitglied Yves Mersch dürften nach Einschätzung der HSH Nordbank die Kurzläufer etwas belasten, erwartet die HSH Nordbank in einer Tagesvorschau. Die EZB müsse handeln, wenn die Rohstoffpreisverteuerung auf die generelle Preisniveauentwicklung übergreife, forderte Mersch. Längere Laufzeiten sollten sich angesichts eines erneut nur dünn besetzten Konjunkturdatenkalenders wesentlich an den amerikanischen Vorgaben orientieren, erwartet die HSH Nordbank. Diese ließen infolge der dort bevorstehenden großvolumigen Anleiheauktionen wenig Raum für Kursgewinne erwarten, sondern sollten weiter leicht steigende Renditen verzeichnen. Die Handelsspanne sieht die HSH Nordbank zwischen 122,40 bis 123,15 Punkten.

Euro legt leicht zu Dollar und Yen zu

Der Euro startet mit leichten Wechselkursgewinnen zu Dollar und Yen in den Dienstag. Devisenhändler verweisen unter anderem auf den angesichts der sich fortsetzenden Rally an den Aktienmärkten wieder gestiegenen Risikoappetit der Investoren. Noch dazu hat am Abend Luxemburgs EZB-Ratsmitglied Yves Mersch gesagt, die Notenbank müsse handeln, wenn der Rohstoffpreisanstieg auf die generelle Entwicklung der Lebenshaltungskosten übergreife. Dies gelte unabhängig von einer Rücknahme der überreichlichen Liquiditätsversorgung. Damit seien die zuvor wieder in ruhigeres Fahrwasser gelenkten Zinsanhebungsspekulationen abermals etwas geschürt worden, so ein Marktteilnehmer. Die charttechnische Situation des Euro zum Dollar trübt sich nach Einschätzung von Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen unterdessen jedoch gefährlich ein. Nur ein schnelles Überwinden der Zone von 1,3722/58 Dollar werde das Bild kurzfristig nochmals positiv drehen. „Die Wahrscheinlichkeit für eine solche, dynamische Bewegung sehen wir allerdings als gering an“, so Umlauf. Zum einen lieferten die heutigen Fundamentaldaten wohl zu wenig Impulse, zum anderen meldeten sich in den Vereinigten Staaten eher Federal-Reserve-Vertreter zu Wort, die der extrem laxen amerikanische Geldpolitik kritisch begegneten. Die Feinunze Gold kostet am Dienstagmorgen 1.351,53 Dollar, am Montagnachmittag wurde sie in London mit 1.347,50 Dollar festgestellt.

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