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Blick auf den Finanzmarkt : Dax zeigt sich gut gehalten

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Die meisten deutschen Aktien sind am Donnerstag mit moderaten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Es gebe für den Gesamtmarkt keine neuen Impulse und somit dürften sich Anleger vor einer ganzen Flut wichtiger amerikanischer Konjunkturdaten am Nachmittag weiter zurückhalten, sagten Börsianer.

          Die meisten deutschen Aktien sind am Donnerstag mit moderaten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der Dax stieg am Morgen um 0,12 Prozent auf 6.269,20 Punkte. Der Leitindex hatte zuletzt etwas durchgeatmet und am Vortag 0,22 Prozent verloren, steht aber fast sechs Prozent höher als Ende August. Der MDax mittelgroßer Werte legte zuletzt 0,41 Prozent auf 8.768,29 Punkte zu. Der Auswahlindex für Technologiewerte TecDax gewann 0,18 Prozent auf 776,39 Punkte.

          Es gebe für den Gesamtmarkt keine neuen Impulse und somit dürften sich Anleger vor einer ganzen Flut wichtiger amerikanischer Konjunkturdaten am Nachmittag weiter zurückhalten, sagten Börsianer. Allerdings würden einige Einzelwerte durch Nachrichten uns Spekulationen am Morgen stark bewegt. Am Nachmittag werden aus den Vereinigten Staaten die Erzeugerpreise und der Philly-Fed-Index erwartet, der das Geschäftsklima in der Region Philadelphia abbildet. Die Vorgabe der Wall Street gibt unterdessen auch keinen starken Impuls. Der Future auf den amerikanische Leitindex Dow Jones Industrials gewann 0,09 Prozent seit dem Vortagesschluss auf Xetra. Der Nikkei-225-Index gab in Tokio 0,07 Prozent ab.

          Hochtief-Aktien sprangen wegen Spekulationen auf ein mögliches Übernahmeangebot mit plus 6,50 Prozent auf 59,97 Euro an die MDax-Spitze. Der spanische Baukonzern ACS bereitet der spanischen Zeitung „ABC“ zufolge den Kauf der restlichen Anteile an dem Essener Baukonzern - an dem ACS bereits knapp 30 Prozent hält - vor. Den Hochtief-Eignern sollen der Zeitung zufolge Aktien des spanischen Unternehmens im Tausch für Hochtief angeboten werden. Die Spekulation ist Händlern zufolge nicht neu und zuletzt waren Ende August entsprechende Gerüchte in der australischen Presse wieder aufgekommen. Allerdings sei die Aktie von ACS ausgesetzt worden, was der Spekulation auf die Ankündigung einer Transaktion neue Nahrung verleihe. Weder ACS noch Hochtief wollten am Morgen den Bericht der Zeitung kommentieren.

          Im Dax kletterten die Anteile am Mischkonzern Siemens mit plus 3,72 Prozent auf 78,61 Euro an die Spitze. Händler verwiesen auf mehrere positive Analystenstimmen und einen Auftrag aus Oman als positive Impulsgeber. Goldman Sachs hat die Aktien auf „Conviction Buy“ gehoben und das Kursziel von 120,00 auf 126,00 Euro erhöht. Die Bewertung der Aktien spiegele das Wachstums- und Ausschüttungspotential des Mischkonzerns nicht adäquat wider, schrieb Analyst Tim Rothery. Morgan Stanley hob die Aktien auf „Overweight“ hoch.

          Aktien der Deutschen Post büßten dagegen 0,78 Prozent auf 13,350 Euro ein. Postkunden können der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge im kommenden Jahr mit niedrigeren Portopreisen rechnen, so dass der Deutschen Post ein weiterer Rückgang der Einnahmen aus dem Briefgeschäft drohe. „Nach der geltenden Berechnungsformel müssten wir unsere Preise im Durchschnitt sogar senken“, zitiert die Zeitung einen Postsprecher. Heino Ruland von Ruland Research sagte: „Erst kürzlich hat die Post Portoerhöhungen gefordert, um dem Wettbewerb von Unternehmen mit niedrigeren Lohnkosten zu begegnen - somit wirkt der Bericht negativ auf den Kurs und das Briefgeschäft dürfte künftig leiden.“

          Solar Millennium schoss als Aktie aus der dritten Reihe nach Genehmigung eines Kraftwerksprojekts in den Vereinigten Staaten um 15,36 Prozent auf 18,400 Euro nach oben. Der Kraftwerksbauer erhielt eigenen Aussagen zufolge grünes Licht von der kalifornischen Energiebehörde zum Bau und Betrieb von vier solarthermischen Kraftwerken mit einer geplanten Gesamtleistung von rund 1.000 Megawatt. Ein Händler äußerte sich unterdessen skeptisch.

          Deutsche Anleihen: Schwächer zu Handelsbeginn

          Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag schwächer in den Handel gegangen. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,18 Prozent auf 129,88 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,427 Prozent. In der Eurozone werden Frankreich und Spanien an den Kapitalmarkt gehen. Die HSH Nordbank erwartet jedoch in einer Tagesvorschau eine problemlose Auktion. Die spanischen Renditen könnten sogar im Vergleich zur letzten Auktion von langfristigen Staatstiteln sogar sinken. Die am Nachmittag in den Vereinigten Staaten anstehenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Philly-Fed-Index könnten jedoch die Stimmung wieder trüben und den Rentenmärkten wieder Auftrieb verleihen. Die HSH Nordbank sieht die Bund-Future in einer Handelsspanne von 129,50 bis 130,60 Punkten.

          Euro auf höherem Niveau ein - Yen nicht schwächer

          Konsolidierung auf höherem Niveau lautet am Donnerstag im frühen europäischen Devisenhandel das Motto für den Euro zu Dollar und Yen. „Seit Dienstagnachmittag bewegt sich der Euro zum Dollar um die Marke von 1,30 Dollar“, stellt ein Händler fest. Gegen 7.48 Uhr MESZ wechselt der Euro mit 1,2986 Dollar den Besitzer. Nach der Intervention der japanischen Notenbank am Mittwoch gegen 3.00 Uhr MESZ hat sich die Gemeinschaftswährung zum Yen knapp unter 111 Yen stabilisiert und der Dollar zum Yen knapp über 85 Yen. Laut der Helaba stellt sich die Frage, ob der Erfolg der Bank of Japan von Dauer sein wird. „Wir sind skeptisch, denn Japan scheint bei den Interventionen keine Unterstützung von Seiten anderer Notenbanken zu bekommen. Weder Europa noch die Vereinigten Staaten haben Interesse an einer Aufwertung ihrer Landeswährung“, kommentiert der Währungsstratege Ulrich Wortberg. Vielmehr seien nach der Intervention zur Schwächung des Yen „spekulative Attacken“ von Marktakteuren möglich, um so die Schmerzgrenze der Regierung auszuloten. Daher könne es in den kommenden Tagen zu erneuten Interventionen kommen. Japans Premierminister Naoto Kan hat sich laut der Nachrichtenagentur Kyodo weitere Eingriffe am Devisenmarkt vorbehalten. Die japanische Regierung werde erneut entschlossene Schritte einleiten, sollte dies notwendig sein, sagte Kan.

          Weltweit stehen die Notenbanken im Fokus. Die neuseeländische Zentralbank hat ihren Leitzins am Mittwoch unverändert bei 3,00 Prozent gelassen. An den Finanzmärkten war mit diesem Beschluss gerechnet worden, der auch „Kiwi“ genannte Neuseeland-Dollar hat sich gegenüber dem amerikanische Dollar kaum bewegt. Gegen 14.00 Uhr MESZ verkündet die Schweizer Nationalbank (SNB) ihren Zinsbeschluss. Auch hier wird nicht mit einer Veränderung des Zinssatzes gerechnet. Der Euro hat im asiatischen Währungshandel zum Franken leicht nachgegeben, nachdem er am Dienstag kräftig aufgewertet hatte. Bewegung in die Devisenpaare könnten ferner Auktionen von Staatsanleihen in Spanien und Frankreich bringen. Am Nachmittag stehen in den Vereinigten Staaten Daten zum Arbeitsmarkt, zu Wertpapierflüssen und eine Umfrage der Notenbank von Philadelphia zur Stimmung im verarbeitenden Gewerbe auf der Agenda. Charttechnisch sieht die Helaba den Euro nach den hohen Kursgewinnen zum Greenback am Mittwoch nun knapp über 1,29 Dollar unterstützt. Bei 1,31 Dollar liege ein Widerstand. Die Feinunze Gold kostet am Donnerstagmorgen im Londoner Handel 1.267 Dollar, unverändert zum Fixing am Mittwochabend.

          Börsen in Tokio schließen knapp behauptet

          An der Börse in Tokio ist am Donnerstag die Freude über die Intervention Japans am Devisenmarkt verflogen. Anfängliche Kursgewinne wurden bis zum Handelsende vollständig aufgezehrt. Ursächlich waren Verluste in rohstoffnahen Werten. Der Nikkei-225-Index schloss um 0,1 Prozent oder 7 Punkte niedriger bei 9.509,5. Der Topix verlor 0,5 Prozent oder 4 Punkte auf 845. Die Anleger hätten neuerliche Eingriffe am Devisenmarkt erwartet, sagten Händler. Diese Hoffnung habe sich aber zumindest am Berichtstag nicht erfüllt. Aktien exportorientierter Unternehmen, die Nutznießer eines schwächeren Yen, setzten ihren Anstieg gleichwohl fort. Toyota gewannen 1,7 Prozent auf 3.060 Yen, Mazda 1,0 Prozent auf 203 Yen und Honda 0,5 Prozent auf 2.960 Yen. Toshiba legten um 0,5 Prozent auf 408 Yen zu. JVC Kenwood verteuerten sich um 9,5 Prozent auf 243 Yen. Hintergrund war die Aufwertung des Euro zum Yen, wie Händler sagten. Das Unternehmen legt seinen Ergebniserwartungen an das laufende Geschäftsjahr nunmehr einen Eurokurs von 110 Yen zugrunde. Marktteilnehmer verwiesen ferner darauf, dass die JVC-Aktie trotz des Anstiegs am Berichtstag 44 Prozent niedriger als zum Jahresbeginn notiert. Stahlwerte litten unter einem kritischen Kommentar der Credit Suisse zu Nippon Steel und JFE. Die Analysten hatten beide auf „Underperform“ von „Neutral“ zurückgestuft. Nippon Steel verloren 1,0 Prozent auf 295 Yen und JFE 2,0 Prozent auf 2.723 Yen. Kobe Steel sanken um 1,0 Prozent auf 192 Yen. Inpex büßten 3,8 Prozent auf 396.000 Yen ein. Ursächlich war einerseits der Rückgang des Ölpreises, wie Händler sagten. Andererseits hatte die UBS die Titel auf „Neutral“ von „Buy“ zurückgestuft.

          Börsen Chinas tendieren am Mittag schwach

          Kursverluste im Bankensektor belasten die chinesischen Aktienmärkte am Donnerstagmittag (Ortszeit). Zum Ende der ersten Sitzungshälfte verliert der Shanghai-Composite-Index 1,5 Prozent auf 2.613 Punkte. Die nächsten Unterstützungen sehen Händler bei 2.600 und 2.550 Punkten. In Hongkong gibt der Hang-Seng-Index um 0,5 Prozent auf 21.624 Punkte nach. Hintergrund der Verluste sind abermals Befürchtungen, dass Beijing die Zinsen erhöhen oder strengere Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung der Banken stellen könnte. Laut einem Medienbericht will die chinesische Regierung die Kapitalausstattungsquote der Banken auf 15 Prozent erhöhen. Agricultural Bank of China fallen um 2,2 Prozent auf 2,62 Yuan. Die Titel hätten sich seit dem Börsengang meist auf dem Niveau des Ausgabepreises bewegt, merkt ein Händler an. Als der Kurs unter 2,68 Yuan gefallen sei, habe dies Verkäufe in anderen Bankenwerten ausgelöst. China Construction Bank büßen 1,5 Prozent ein. Immobilienwerte verringern unterdessen ihre Verluste. China Vanke verlieren 0,5 Prozent und Poly Real Estate 0,3 Prozent.

          Aktien in Seoul zeigen sich im Verlauf etwas leichter

          Gewinnmitnahmen lassen die Aktienkurse in Seoul am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) etwas leichter tendieren. gegen 6.40 Uhr MESZ verliert der Kospi-Index 0,4 Prozent oder 8 auf 1.816 Punkte. Die Intervention Japans gegen den Yen belaste die Aktien einiger südkoreanischer Export-Unternehmen, doch dürfte dies nur vorübergehender Natur sein, weil der übergeordnete Trend von solchen Maßnahmen unbeeinflusst bleibe, sagen Händler. Belastet wird der Markt unter anderem von Schwergewicht Samsung. KB Financial werden ebenfalls verkauft. Allerdings waren die Titel zuletzt deutlich gestiegen. GS Engineering sind dagegen gesucht, nachdem das Unternehmen Aufträge für zwei Projekte in Oman erhalten hat.

          Ölpreise leicht gesunken

          Die Ölpreise haben am Donnerstag im asiatischen Handel schwächer tendiert. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober 75,28 amerikanische Dollar und damit 73 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November fiel um 41 Cent auf 79,01 Dollar. Die derzeit geschlossene Hauptölleitung zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada soll am Freitag wieder in Betrieb genommen werden. Dies habe insbesondere den amerikanische Ölpreis belastet, sagten Händler. Die Schließung der Leitung hatte noch zu Wochenbeginn die Ölpreise gestützt. Analysten waren von einer längeren Schließung ausgegangen.

          Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

          Gut gehalten haben sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Mittwoch im Vergleich zum regulären Geschäft entwickelt. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 1,31 Punkte auf 1940,91 Zähler.

          Die Aktien von GameStop und Dress Barn haben am Mittwoch im Fokus des nachbörslichen Geschehens an Wall Street gestanden. GameStop hatte angekündigt, 500 Millionen Dollar für Rückkäufe eigener Aktien und die Ablösung einer Anleihe einzusetzen. Die Aktie des Video-Spiele-Vertreibers legte daraufhin um 3,4 Prozent zu auf 19,24 Dollar. Der Kurs der Aktie des Bekleidungseinzelhändlers Dress Barn verlor dagegen 2,2 Prozent auf 24,20 Dollar, nachdem das Unternehmen für 2011 einen bereinigten Gewinn von 2,05 bis 2,15 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt hatte. Analysten rechneten bislang mit 2,09 Dollar. Mit den vorgelegten Viertquartalszahlen hatte Dress Barn beim Gewinn die Prognosen knapp verfehlt und beim Umsatz knapp übertroffen.

          Wall Street schließt am Mittwoch etwas fester

          In einem erneut von Unsicherheit geprägten Handel haben die Investoren sich schließlich überwiegend auf die Käuferseite geschlagen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte stieg um 0,4 Prozent oder 46 Punkte auf 10.573. Der S&P-500 gewann 0,4 Prozent oder 4 Punkte auf 1.125 Stellen. Der Nasdaq-Composite-Index kletterte um 0,5 Prozent oder 12 auf 2.301 Punkte. Gehandelt wurden 0,90 (Dienstag: 0,92) Milliarden Aktien. Dabei standen 1.591 Kursgewinnern 1.406 -verlierer gegenüber, unverändert schlossen 111 Titel. Ein Händler begründete die Aufschläge mit nach dem ersten Schreck positiver interpretierten amerikanischen Konjunkturdaten. So ist der bereits vor der Eröffnungsglocke veröffentlichte Empire-State-Manufacturing-Index für das Verarbeitende Gewerbe der Region New York im September zwar auf 4,14 von 7,10 Punkten im August gesunken. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen hingegen lediglich einen Rückgang auf 7,00 Punkte erwartet.

          Notorisch optimistische Ökonomen bewerteten den Index mit Blick auf die Entwicklung der Subkomponenten Auftragseingang und Beschäftigung jedoch leicht positiv. Darüber hinaus sei wichtig, dass der Indikator nicht in den eine Kontraktion der Wirtschaftsleistung signalisierenden negativen Bereich abgerutscht sei. „Insgesamt spricht dies eher für eine Pause im Aufschwung, als für ein Abbrechen der konjunkturellen Erholung“, fasste Heinrich Bayer aus dem volkswirtschaftlichen Research der Deutschen Postbank zusammen. Ein anderer Marktteilnehmer verwies auf die im August mit einem Plus von 0,6 Prozent binnen Monatsfrist stärker als erwartet gestiegenen amerikanische Importpreise. Hier hatte der Ökonomenkonsens lediglich auf eine Zunahme um 0,3 Prozent gelautet. Dies habe die zuletzt wieder große Angst vor einer hartnäckigen Deflation wie in Japan beschwichtigt und habe dazu geführt, dass einige Leerverkäufer ihre Positionen geschlossen hätten.

          Nach dem vorangegangenen Anstieg des Wechselkurses des Dollar zum Yen entwickelten sich unter den Standardwerten aus dem Dow-Jones-Index vor allem die Exportwerte unterdurchschnittlich. Alcoa verloren 0,5 Prozent auf 11,43 Dollar. Gesucht waren hingegen als defensiv geltende Werte, Pfizer verteuerten sich um 1,1 Prozent auf 17,27 Dollar, Kraft Foods um 1,7 Prozent auf 31,59 Dollar. In der zweiten Reihe beflügelte die Ankündigung eines Aktienrückkaufs MasterCard, die um 5,2 Prozent auf 210,18 Dollar zulegten. Der Kreditkartenanbieter will eigene Anteile im Wert von bis zu 1 Milliarden Dollar erwerben. Novell verteuerten sich um 5,9 Prozent auf 5,90 Dollar. Die „New York Post“ meldete, dass das Software-Unternehmen in zwei Teile aufgespalten und an strategische Investoren verkauft werden soll. AK Steel reduzierten sich um 5,7 Prozent auf 13,70 Dollar. Das Unternehmen hat den Ausblick für das dritte Quartal nach unten gesenkt. US Steel rechnet nun mit einem operativen Verlust von 20 Dollar je Tonne, nachdem ursprünglich ein Gewinn von 15 Dollar je Tonne eingeplant war. Ein Grund seien höhere Kosten für Rohstoffe wie auch höhere operative Kosten. Micron Technologies gerieten mit einer Analystenaussage unter Druck. Goldman Sachs hat die Titel des Unternehmens auf Neutral von Buy abgestuft. Die Aktie verlor 4,5 Prozent auf 6,94 Dollar.

          Amerikanische Anleihen tendierten am Mittwoch etwas leichter

          Leichter haben sich die Notierungen der amerikanische Anleihen mit längerer Laufzeit am Mittwoch präsentiert. Zehnjährige Staatsanleihen mit einem Kupon von 2,625 Prozent fielen um 11/32 auf 99-6/32 und rentieren mit 2,72 Prozent. Der mit 3,875 Prozent verzinsten 30-jährige Staatsanleihe verlor 1-08/32 auf 100-2/32. Die Rendite beträgt 3,87 Prozent. Teilnehmer verwiesen auf die Intervention Japans zu Ungunsten des Yen. Dies habe zu verstärktem Interesse an japanischen Aktien und zum Verkauf von amerikanische Anleihen mit längerer Laufzeit geführt. Auch in Treasuries mit kürzerer Laufzeit sei umgeschichtet worden. Zudem belastete auch das Nachlassen der Spekulation auf umfangreiche Treasury-Käufe durch die Federal Reserve, wie Händler sagten.

          Börsen in Lateinamerikas zeigten sich am Mittwoch uneinheitlich

          Die größeren Börsen Lateinamerikas haben sich am Mittwoch unterschiedlich entwickelt. Im brasilianischen São Paulo stieg der Index der Bovespa-Börse 415,85 Punkte (0,61 Prozent) auf 68 106,85 Zähler. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt sank kaum spürbar 11,31 Punkte oder 0,03 Prozent auf den Endstand von 33 046,69 Zählern. In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires endete der Wertpapierhandel ebenfalls leicht im Minus: Der Merval-Index verlor 3,55 Zähler oder 0,14 Prozent auf 2439,28 Punkte.

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