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Blick auf den Finanzmarkt : Dax zeigt sich gut gehalten

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Ölpreise leicht gesunken

Die Ölpreise haben am Donnerstag im asiatischen Handel schwächer tendiert. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober 75,28 amerikanische Dollar und damit 73 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November fiel um 41 Cent auf 79,01 Dollar. Die derzeit geschlossene Hauptölleitung zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada soll am Freitag wieder in Betrieb genommen werden. Dies habe insbesondere den amerikanische Ölpreis belastet, sagten Händler. Die Schließung der Leitung hatte noch zu Wochenbeginn die Ölpreise gestützt. Analysten waren von einer längeren Schließung ausgegangen.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Gut gehalten haben sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Mittwoch im Vergleich zum regulären Geschäft entwickelt. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 1,31 Punkte auf 1940,91 Zähler.

Die Aktien von GameStop und Dress Barn haben am Mittwoch im Fokus des nachbörslichen Geschehens an Wall Street gestanden. GameStop hatte angekündigt, 500 Millionen Dollar für Rückkäufe eigener Aktien und die Ablösung einer Anleihe einzusetzen. Die Aktie des Video-Spiele-Vertreibers legte daraufhin um 3,4 Prozent zu auf 19,24 Dollar. Der Kurs der Aktie des Bekleidungseinzelhändlers Dress Barn verlor dagegen 2,2 Prozent auf 24,20 Dollar, nachdem das Unternehmen für 2011 einen bereinigten Gewinn von 2,05 bis 2,15 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt hatte. Analysten rechneten bislang mit 2,09 Dollar. Mit den vorgelegten Viertquartalszahlen hatte Dress Barn beim Gewinn die Prognosen knapp verfehlt und beim Umsatz knapp übertroffen.

Wall Street schließt am Mittwoch etwas fester

In einem erneut von Unsicherheit geprägten Handel haben die Investoren sich schließlich überwiegend auf die Käuferseite geschlagen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte stieg um 0,4 Prozent oder 46 Punkte auf 10.573. Der S&P-500 gewann 0,4 Prozent oder 4 Punkte auf 1.125 Stellen. Der Nasdaq-Composite-Index kletterte um 0,5 Prozent oder 12 auf 2.301 Punkte. Gehandelt wurden 0,90 (Dienstag: 0,92) Milliarden Aktien. Dabei standen 1.591 Kursgewinnern 1.406 -verlierer gegenüber, unverändert schlossen 111 Titel. Ein Händler begründete die Aufschläge mit nach dem ersten Schreck positiver interpretierten amerikanischen Konjunkturdaten. So ist der bereits vor der Eröffnungsglocke veröffentlichte Empire-State-Manufacturing-Index für das Verarbeitende Gewerbe der Region New York im September zwar auf 4,14 von 7,10 Punkten im August gesunken. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen hingegen lediglich einen Rückgang auf 7,00 Punkte erwartet.

Notorisch optimistische Ökonomen bewerteten den Index mit Blick auf die Entwicklung der Subkomponenten Auftragseingang und Beschäftigung jedoch leicht positiv. Darüber hinaus sei wichtig, dass der Indikator nicht in den eine Kontraktion der Wirtschaftsleistung signalisierenden negativen Bereich abgerutscht sei. „Insgesamt spricht dies eher für eine Pause im Aufschwung, als für ein Abbrechen der konjunkturellen Erholung“, fasste Heinrich Bayer aus dem volkswirtschaftlichen Research der Deutschen Postbank zusammen. Ein anderer Marktteilnehmer verwies auf die im August mit einem Plus von 0,6 Prozent binnen Monatsfrist stärker als erwartet gestiegenen amerikanische Importpreise. Hier hatte der Ökonomenkonsens lediglich auf eine Zunahme um 0,3 Prozent gelautet. Dies habe die zuletzt wieder große Angst vor einer hartnäckigen Deflation wie in Japan beschwichtigt und habe dazu geführt, dass einige Leerverkäufer ihre Positionen geschlossen hätten.

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