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Blick auf den Finanzmarkt : Dax zeigt sich gut gehalten

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Deutsche Anleihen: Schwächer zu Handelsbeginn

Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag schwächer in den Handel gegangen. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,18 Prozent auf 129,88 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,427 Prozent. In der Eurozone werden Frankreich und Spanien an den Kapitalmarkt gehen. Die HSH Nordbank erwartet jedoch in einer Tagesvorschau eine problemlose Auktion. Die spanischen Renditen könnten sogar im Vergleich zur letzten Auktion von langfristigen Staatstiteln sogar sinken. Die am Nachmittag in den Vereinigten Staaten anstehenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Philly-Fed-Index könnten jedoch die Stimmung wieder trüben und den Rentenmärkten wieder Auftrieb verleihen. Die HSH Nordbank sieht die Bund-Future in einer Handelsspanne von 129,50 bis 130,60 Punkten.

Euro auf höherem Niveau ein - Yen nicht schwächer

Konsolidierung auf höherem Niveau lautet am Donnerstag im frühen europäischen Devisenhandel das Motto für den Euro zu Dollar und Yen. „Seit Dienstagnachmittag bewegt sich der Euro zum Dollar um die Marke von 1,30 Dollar“, stellt ein Händler fest. Gegen 7.48 Uhr MESZ wechselt der Euro mit 1,2986 Dollar den Besitzer. Nach der Intervention der japanischen Notenbank am Mittwoch gegen 3.00 Uhr MESZ hat sich die Gemeinschaftswährung zum Yen knapp unter 111 Yen stabilisiert und der Dollar zum Yen knapp über 85 Yen. Laut der Helaba stellt sich die Frage, ob der Erfolg der Bank of Japan von Dauer sein wird. „Wir sind skeptisch, denn Japan scheint bei den Interventionen keine Unterstützung von Seiten anderer Notenbanken zu bekommen. Weder Europa noch die Vereinigten Staaten haben Interesse an einer Aufwertung ihrer Landeswährung“, kommentiert der Währungsstratege Ulrich Wortberg. Vielmehr seien nach der Intervention zur Schwächung des Yen „spekulative Attacken“ von Marktakteuren möglich, um so die Schmerzgrenze der Regierung auszuloten. Daher könne es in den kommenden Tagen zu erneuten Interventionen kommen. Japans Premierminister Naoto Kan hat sich laut der Nachrichtenagentur Kyodo weitere Eingriffe am Devisenmarkt vorbehalten. Die japanische Regierung werde erneut entschlossene Schritte einleiten, sollte dies notwendig sein, sagte Kan.

Weltweit stehen die Notenbanken im Fokus. Die neuseeländische Zentralbank hat ihren Leitzins am Mittwoch unverändert bei 3,00 Prozent gelassen. An den Finanzmärkten war mit diesem Beschluss gerechnet worden, der auch „Kiwi“ genannte Neuseeland-Dollar hat sich gegenüber dem amerikanische Dollar kaum bewegt. Gegen 14.00 Uhr MESZ verkündet die Schweizer Nationalbank (SNB) ihren Zinsbeschluss. Auch hier wird nicht mit einer Veränderung des Zinssatzes gerechnet. Der Euro hat im asiatischen Währungshandel zum Franken leicht nachgegeben, nachdem er am Dienstag kräftig aufgewertet hatte. Bewegung in die Devisenpaare könnten ferner Auktionen von Staatsanleihen in Spanien und Frankreich bringen. Am Nachmittag stehen in den Vereinigten Staaten Daten zum Arbeitsmarkt, zu Wertpapierflüssen und eine Umfrage der Notenbank von Philadelphia zur Stimmung im verarbeitenden Gewerbe auf der Agenda. Charttechnisch sieht die Helaba den Euro nach den hohen Kursgewinnen zum Greenback am Mittwoch nun knapp über 1,29 Dollar unterstützt. Bei 1,31 Dollar liege ein Widerstand. Die Feinunze Gold kostet am Donnerstagmorgen im Londoner Handel 1.267 Dollar, unverändert zum Fixing am Mittwochabend.

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