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Blick auf den Finanzmarkt : Dax zeigt leicht freundlich

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Der deutsche Aktienmarkt ist angesichts sehr positiver Vorgaben aus Übersee am Freitag mit leichten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Strategen sprechen von einer „bemerkenswert verbesserten Stimmung“ an den Märkten. Das wiederum stärke die Risikolust von Anlegern.

          Der deutsche Aktienmarkt ist angesichts sehr positiver Vorgaben aus Übersee am Freitag mit Gewinnen in den Handel gestartet. Der Leitindex Dax kletterte in den ersten Minuten um 0,44 Prozent auf 5.963,00 Punkte. Der MDax stieg um 0,66 Prozent auf 8.002,13 Punkte, der TecDax gewann 0,82 Prozent auf 747,47 Punkte.

          Die Wall Street hatte am Vortag für kräftigen Rückenwind gesorgt. Nach dem Bekenntnis der chinesischen Zentralbank zu ihren europäischen Staatsanleihen waren die wichtigsten amerikanische Indizes um etwa drei Prozent gestiegen. Der Future auf den amerikanische Leitindex legte seit dem Xetra-Schluss um 0,69 Prozent zu. Auch der Nikkei-225-Index in Tokio schloss fest. Stratege Ben Potter von IG Markets sprach von einer „bemerkenswert verbesserten Stimmung“ an den Märkten. Das wiederum stärke die Risikolust von Anlegern. Am Nachmittag stehen noch Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten an, von denen insbesondere das von der Uni Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen könnte.

          Fest zeigten sich mit plus 1,04 Prozent auf 12,100 Euro die Aktien der Deutschen Post. JPMorgan hob die Titel auf die „Analyst Focus List“ und beließ die Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 19,50 Euro. Analyst Damian Brewer sieht auf Drei-Jahres-Sicht Potential über sein Kursziel hinaus, und zwar nicht alleine wegen der zyklischen Erholung, sondern dank struktureller Veränderungen.

          Unter den stärkeren Dax-Werten waren auch die Aktien von Daimler mit einem Plus von 0,91 Prozent auf 40,300 Euro. Der Autobauer hatte die Wachstumsziele seiner Autosparte bekräftigt. Der Konzern rechnet bei Mercedes-Benz Cars im zweiten Quartal mit einem höheren Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) als im ersten Quartal. Händler verwiesen zudem auf einen Bericht, dem zufolge Daimler bis 2015 pro Jahr 300.000 Autos in China bauen will. Zudem sei geplant, etwa 200 Millionen Euro in eine Fabrik in China mit einer Produktionskapazität von 100.000 Motoren im Jahr zu investieren. Dies sei dann die erste Motorenfabrik außerhalb Europas.

          Um 1,48 Prozent auf 69,87 Euro legten die Papiere des Nutzfahrzeug- und Motorenherstellers MAN zu. Händler verwiesen auf einen Bericht, dem zufolge das Unternehmen nach Angaben von Finanzvorstand Frank Lutz in diesem Jahr etwa 50.000 Lastwagen und damit rund 25 Prozent mehr als im Vorjahr verkaufen will. Bislang sei MAN nur von einem Zuwachs von mehr als 20 Prozent ausgegangen. Lutz gehe ferner davon aus, dass bis 2012 oder 2013 etwa 80.000 Lastwagen pro Jahr verkauft werden. Damit wäre wieder der Stand aus dem Jahr 2006 erreicht.

          Der chinesische Partner von BMW , Brilliance China Automotive Holdings, erwartet einem Bericht zufolge eine Zunahme beim Verkauf von BMW-Luxusmodellen um 30 Prozent in diesem Jahr. Dieser positiven Nachricht steht ein Bericht entgegen, wonach ein amerikanische Zulieferer über Engpässe klagt und BMW dadurch bei Modellen der 3er und 7er Serie in Lieferrückstände geraten ist. Die BMW-Papiere reagierten mit einem leicht überdurchschnittlichen Aufschlag von 0,52 Prozent.

          Mit 0,23 Prozent lediglich leicht im Plus notierten die Titel von Siemens. Händler erwähnten in diesem Zusammenhang einen Bericht der „Financial Times“. Demnach plant das Unternehmen, in den kommenden drei Jahren rund drei Milliarden Euro in den BRIC-Staaten zu investieren.

          Die Titel der Deutschen Bank, der Deutschen Börse, von SMA Solarund H&R Wasag wurden derweil ex Dividende gehandelt. Die Großbank schüttet 0,75 Euro je Anteil an seine Aktionäre aus, der Börsenbetreiber zahlt 2,10 Euro. Das Solarunternehmen gibt eine Dividende von 1,30 Euro aus und das Spezialchemieunternehmen zahlt 0,45 Euro.

          Renten-Futures starten etwas erholt

          Die Renten-Futures sind am Freitag nach den deutlichen Abschlägen vom Vortag mit leichten Gewinnen in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Bund-Future mit Fälligkeit im Juni gewinnt bis 8.14 Uhr 17 Ticks auf 128,30 Prozent. Das bisherige Tageshoch liegt bei 128,38 Prozent, das -tief bei 128,11 Prozent. Umgesetzt wurden bislang rund 16.400 Kontrakte. Für den BOBL-Future geht es 10 Ticks auf 120,44 Prozent nach oben. Am Nachmittag könnten amerikanische Konjunkturdaten Akzente am Rentenmarkt setzen. So stehen unter anderem Daten zu den Persönlichen Ausgaben und Einkommen für April wie auch der Einkaufsmanagerindex der Universität Chicago zur Veröffentlichung an. Werde die nächste Unterstützungsmarke bei 128,00 Prozent unterschritten, besteht laut der Helaba Korrekturpotential bis 126,71 Prozent, dem 38,2 Prozent-Retracement der kurzfristigen Aufwärtsbewegung vom 12. April bis zum Allzeithoch am 25. Mai. Die derzeitigen Fundamentaldaten dürften, wenngleich ihr Einfluss im aktuellen Umfeld noch immer als gering einzuschätzen sei, das wirtschaftliche Erholungsszenario stützen, heißt es. Druck auf den Rentenmarkt werde davon aber kaum ausgehen, da kein positives Überraschungspotential auszumachen sei. Die Analysten geben für den Handelstag eine Handelsspanne zwischen 127,65 Prozent bis 128,76 Prozent an.

          Nikkei legt um 1,3 Prozent zu

          Nach der Rally an den amerikanischen Börsen haben auch die Asien-Börsen zum Wochenausklang mehrheitlich Gewinne verbucht. Wie schon in Europa und in den Vereinigten Staaten sorgte die Erklärung der chinesischen Zentralbank, China werde ungeachtet der Euro-Schwäche seine Anlagen in Europa halten, für Beruhigung bei Investoren. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel mit einem Gewinn von 1,3 Prozent bei 9762 Punkten, das höchste Tages-Plus seit zwei Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index stieg knapp ein Prozent auf 878 Zähler. „Die Phase des drastischen Vertrauensverlustes der Anleger könnte nun hinter uns liegen, obwohl vermutlich noch eine ganze Weile mit erheblichen Kursbewegungen zu rechnen sein wird“, sagte der Mizuho-Aktienstratege Tsuyoshi Segawa mit Blick auf Chinas Absichten, an der Diversifizierung seiner Währungsreserven festzuhalten und seine Anlage-Strategie nicht auf den Prüfstand zu stellen. Japanische Exporttitel legten angesichts eines schwächeren Yens zu. Aktien von Sony stiegen 1,8 Prozent, Canon-Anteilsscheine um 1,6 Prozent. Die Aktien von Handelshäusern wie Mitsubishi legten nach Preisanstiegen für Rohstoffe zu. So war Kupfer am Donnerstag so teuer wie seit zwei Wochen nicht mehr. Höher gehandelt wurden auch Anteile des Öl-und Gas-Unternehmens Inpex. Die Aktien gewannen dank des stärkeren Öl-Preises mehr als vier Prozent. Zu den Verlierern zählte der Finanzkonzern Promise. Die Aktien gaben 1,6 Prozent ab, nachdem Moody's das Kreditrating runtergestuft hatte.

          Börse in Seoul tendiert etwas fester - Technologiewerte gesucht

          Mit einer etwas festeren Tendenz zeigen sich die Kurse an der Börse in Seoul am Freitag im Verlauf. Zur Begründung verweisen Händler auf die positiven Vorgaben von Wall Street. Aber auch die Aussage der chinesischen Regierung, keine europäischen Anleihen zu verkaufen, stützt das Sentiment, so ein Teilnehmer. „Diese Aussage hat das Vertrauen der Investoren erhöht“, sagt ein weiterer Händler. Der Kospi klettert bis um 6.45 Uhr MESZ um 0,3 Prozent auf 1.612 Punkte, gibt damit aber einen Teil der Gewinne aus dem Verlauf wieder ab. Zudem seien die Umsätze recht moderat, heißt es. „Es ist positiv, dass der Index bereits den dritten Tag in Folge zulegen kann“, so ein Analyst. Gesucht sind vor allem Automobil- und Technologiewerte. Aber auch die Aktien von Fluggesellschaften verzeichnen Kursgewinne.

          Chinas Börsen zeigen sich freundlich

          Die Aktienkurse an der Börse in Schanghai legen nach den guten Vorgaben von Wall Street am Freitagmittag (Ortszeit) zu. Auch die Aussage der chinesischen Regierung, keine europäischen Anleihen zu verkaufen, stützt die Erwartung einer weltweiten konjunkturellen Erholung. Der Shanghai Composite Index gewinnt um 6.24 Uhr MESZ 0,5 Prozent auf 2.669 Punkte. In Hongkong legt der Hang-Seng-Index noch deutlicher zu und erhöht sich um 1,8 Prozent auf 19.772 Punkte. Auch hier beflügeln die positiven Vorgaben von Wall Street, heißt es. „Die Sorgen bezüglich der Schuldenkrise in der Eurozone sind kurzfristig in den Hintergrund getreten“, so ein Teilnehmer in Schanghai. Mit Aufschlägen zeigen sich wegen des weiter steigenden Ölpreises vor allem die Ölwerte. Aber auch die Rohstoffwerte verzeichnen eine Erholung, so ein weiterer Händler.

          Ölpreise sinken nach Schub am Vortag leicht

          Die Ölpreise sind am Freitag nach dem kräftigen Schub am Vortag leicht gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli 74,42 amerikanische Dollar. Das waren 13 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ging um 18 Cent auf 74,48 Dollar zurück. Die steigende Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft gepaart mit freundlichen Aktienmärkten hatte die Ölpreise am Vortag um über vier Dollar in die Höhe getrieben. Das Bekenntnis der chinesischen Zentralbank zu ihren europäischen Staatsanleihen hatte die amerikanische Börsen beflügelt. Der Ölpreis verzeichnete in den vergangenen zwei Tagen den stärksten Anstieg seit Mitte August.

          Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

          Die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel tendierten am Donnerstag gut gehalten. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 2,87 Punkte auf 1865,58 Zähler.

          Schwache Ausblicke haben die Aktien von Guess und Blue Coat Systems am Donnerstag im nachbörslichen New Yorker Handel auf Talfahrt geschickt. Dabei wurden die Papiere von Blue Coat besonders deutlich von den Investoren abgestraft. Ihr Kurs brach um 16,9 Prozent auf 23,98 Dollar ein, nachdem der Softwareentwickler nach der Schlussglocke eine Umsatzerwartung für das erste Quartal von 121 Millionen bis 126 Millionen Dollar mitgeteilt hatte. Das bereinigte Ergebnis je Aktie bezifferte der Konzern mit 0,35 bis 0,40 Dollar je Schein. Analysten hatten im Konsens Erlöse von 132 Millionen Dollar und einen bereinigten Überschuss pro Schein von 0,40 Dollar vorhergesagt. Im abgelaufenen vierten Quartal schaffte das Unternehmen den Sprung in die Gewinnzone, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust verbucht worden war. Guess senkte die Prognose für das Gesamtjahr und begründete dies mit der anhaltenden Euro-Schwäche. Das Unternehmen rechnet mit einem anteiligen Überschuss von 2,80 bis 2,85 Dollar. Die Konsensprognose hatte einen Gewinn je Aktie von 2,99 Dollar erwarten lassen. Im ersten Quartal steigerte Guess den Gewinn um 55 Prozent. Der Kurs der Papiere gab um 7,3 Prozent auf 35,40 Dollar nach.

          Wall Street schließt am Donnerstag sehr fest

          Die amerikanischen Aktienmärkte haben am Donnerstag kräftige Kursgewinne verbucht, nachdem die Angst vor den möglichen Folgen der europäischen Schuldenkrise nachgelassen hatte. Beruhigende Aussagen aus China hätten die Risikobereitschaft der Anleger ebenso gesteigert wie das zusätzliche Sparpaket der spanischen Regierung, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) stieg um 2,9 Prozent oder 285 Punkte auf 10.259. Der S&P-500 gewann 3,3 Prozent oder 35 auf 1.103 Punkte und überwand damit endlich den Widerstand bei 1.090 Punkten, an dem der Index in den vergangenen Tagen mehrfach gescheitert war. Der Nasdaq-Composite rückte um 3,7 Prozent oder 82 auf 2.278 Punkte vor. Umgesetzt wurden 1,42 (Mittwoch: 1,94) Milliarden Aktien. Dabei wurden 2.879 Kursgewinner und 221 -verlierer gesehen. Unverändert schlossen 40 Titel.

          Die am Berichtstag veröffentlichten Konjunkturdaten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und zum Bruttoinlandsprodukt verfehlten zwar geringfügig die Erwartungen, fanden aber kaum Beachtung. Zentrales Thema war vielmehr die Aussage der staatlichen chinesischen Devisenverwaltung (SAFE), sie werde an ihren Beständen von Staatsanleihen aus der Eurozone festhalten. Einen Medienbericht, laut dem China sich von Teilen dieser Bestände trennen will, entbehrt nach Angaben der Behörde jeder Grundlage. Am Donnerstag billigte darüber hinaus das spanische Parlament ein zusätzliches Sparpaket im Umfang von 15 Milliarden Euro, das zum Abbau der Staatsverschuldung beitragen soll. Die positiven Nachrichten aus China und Spanien ließen die Anleger wieder beherzter bei risikoreicheren Anlageklassen zugreifen. Neben Aktien waren Rohstoffe gesucht. Davon profitierten rohstoffnahe Aktien wie Alcoa, die um 5,1 Prozent auf 11,82 Dollar zulegten. Chevron gewannen 3,9 Prozent auf 74,36 Dollar.

          Im Technologiesektor stiegen Microsoft um 4,0 Prozent auf 26,00 Dollar und Intel um 5,1 Prozent auf 21,76 Dollar. Die Microsoft-Aktien hatten am Mittwoch nachgegeben, wobei die Marktkapitalisierung des Unternehmens unter die des Wettbewerbers Apple fiel. Microsoft-CEO Steve Ballmer sagte dazu, er wolle sich stärker auf neue Produkte und die Verbesserung der Ertragslage konzentrieren als auf die Marktkapitalisierung von Apple. Positive Analystenkommentare gaben der Aktie zusätzlich Auftrieb. Konjunkturzykliker und Finanzwerte waren ebenfalls gefragt. DuPont verbesserten sich um 4,9 Prozent auf 36,79 Dollar und American Express um 5,7 Prozent auf 40,33 Dollar. Bank of America schlossen um 4,6 Prozent höher bei 16,18 Dollar. Citigroup gewannen 4,1 Prozent auf 4,02 Dollar. Die amerikanische Regierung hat ihre Beteiligung an der Bank auf 22 Prozent von 27 Prozent verringert und mit dem Verkauf der Aktien 1,2 Milliarden Dollar erlöst. Monsanto verbilligten sich um 4,5 Prozent auf 50,27 Dollar. Der Agrarchemiekonzern sieht sich zu Preissenkungen gezwungen und will außerdem die Zahl der Produktvarianten seines Herbizids „Roundup“ verringern.

          Amerikanisch Anleihen tendierten am Donnerstag sehr schwach

          Die amerikanischen Staatsanleihen haben am Donnerstag im späten Handel ihre Verluste ausgebaut, nachdem die Auktion siebenjähriger Notes auf eine unerwartet geringe Nachfrage gestoßen war. Zuvor hatte der Markt schon unter der Umschichtung in riskantere Anlageklassen gelitten. Die Kurse zehnjähriger Titel mit einem Kupon von 3,500 Prozent verloren 1-15/32 auf 101-05/32. Die Papiere rentierten mit 3,362 Prozent, nach 3,19 Prozent am Mittwoch. Der Kurs der mit 4,375 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe büßte 2-27/32 auf 102-0/32 ein. Ihre Rendite stieg von 4,093 auf 4,256 Prozent. Euro-freundliche Aussagen aus China veranlassten die Anleger zur Rückkehr an die Aktien- und Rohstoffmärkte. Die staatliche chinesische Devisenverwaltung China State Administration of Foreign Exchange (SAFE) hatte einen Medienbericht als unzutreffend bezeichnet, laut dem die Volksrepublik sich von Teilen ihrer Bestände an Staatsanleihen aus der Eurozone trennen will. Der Bericht entbehre jeder Grundlage, teilte die Behörde mit. Die Mitteilung ließ den Euro über die Marke von 1,23 aufwerten. Am Mittwoch war die Gemeinschaftswährung unter 1,22 Dollar gerutscht. Die Zeichnungsquote bei der Auktion siebenjähriger Titel im Volumen von 31 Milliarden Dollar lag zwar höher als bei den vorigen vier Auktionen, doch wurden von sogenannten direkten Bietern weniger Gebote abgegeben. Die am Berichtstag veröffentlichten Konjunkturdaten zu Bruttoinlandsprodukt und Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe waren etwas schwächer ausgefallen als erwartet. Am Anleihemarkt fiel das aber nicht ins Gewicht. Am Freitag schließt der amerikanische Anleihemarkt wegen des bevorstehenden langen Feiertagswochenendes schon um 20.00 Uhr MESZ. Am Montag bleibt der Markt wegen des Feiertags „Memorial Day“ geschlossen.

          Lateinamerikas Börsen am Donnerstag stark im Plus

          Die größeren lateinamerikanischen Börsen haben sich am Mittwoch kräftig erholt. In Mexiko-Stadt gewann der Aktien-Index IPC 727,67 Zähler oder 2,32 Prozent auf 32 056,16 Punkte. Im brasilianischen São Paulo stieg der Bovespa-Index um 1901,41 Zähler (3,16 Prozent) auf 62 091,77 Punkte. Der Merval-Index an der Börse in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires stieg sogar um 5,59 Prozent oder 115,13 Zähler und ging beim Stand von 2176,20 aus dem Handel.

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