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Blick auf den Finanzmarkt : Dax zeigt leicht freundlich

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Im Technologiesektor stiegen Microsoft um 4,0 Prozent auf 26,00 Dollar und Intel um 5,1 Prozent auf 21,76 Dollar. Die Microsoft-Aktien hatten am Mittwoch nachgegeben, wobei die Marktkapitalisierung des Unternehmens unter die des Wettbewerbers Apple fiel. Microsoft-CEO Steve Ballmer sagte dazu, er wolle sich stärker auf neue Produkte und die Verbesserung der Ertragslage konzentrieren als auf die Marktkapitalisierung von Apple. Positive Analystenkommentare gaben der Aktie zusätzlich Auftrieb. Konjunkturzykliker und Finanzwerte waren ebenfalls gefragt. DuPont verbesserten sich um 4,9 Prozent auf 36,79 Dollar und American Express um 5,7 Prozent auf 40,33 Dollar. Bank of America schlossen um 4,6 Prozent höher bei 16,18 Dollar. Citigroup gewannen 4,1 Prozent auf 4,02 Dollar. Die amerikanische Regierung hat ihre Beteiligung an der Bank auf 22 Prozent von 27 Prozent verringert und mit dem Verkauf der Aktien 1,2 Milliarden Dollar erlöst. Monsanto verbilligten sich um 4,5 Prozent auf 50,27 Dollar. Der Agrarchemiekonzern sieht sich zu Preissenkungen gezwungen und will außerdem die Zahl der Produktvarianten seines Herbizids „Roundup“ verringern.

Amerikanisch Anleihen tendierten am Donnerstag sehr schwach

Die amerikanischen Staatsanleihen haben am Donnerstag im späten Handel ihre Verluste ausgebaut, nachdem die Auktion siebenjähriger Notes auf eine unerwartet geringe Nachfrage gestoßen war. Zuvor hatte der Markt schon unter der Umschichtung in riskantere Anlageklassen gelitten. Die Kurse zehnjähriger Titel mit einem Kupon von 3,500 Prozent verloren 1-15/32 auf 101-05/32. Die Papiere rentierten mit 3,362 Prozent, nach 3,19 Prozent am Mittwoch. Der Kurs der mit 4,375 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe büßte 2-27/32 auf 102-0/32 ein. Ihre Rendite stieg von 4,093 auf 4,256 Prozent. Euro-freundliche Aussagen aus China veranlassten die Anleger zur Rückkehr an die Aktien- und Rohstoffmärkte. Die staatliche chinesische Devisenverwaltung China State Administration of Foreign Exchange (SAFE) hatte einen Medienbericht als unzutreffend bezeichnet, laut dem die Volksrepublik sich von Teilen ihrer Bestände an Staatsanleihen aus der Eurozone trennen will. Der Bericht entbehre jeder Grundlage, teilte die Behörde mit. Die Mitteilung ließ den Euro über die Marke von 1,23 aufwerten. Am Mittwoch war die Gemeinschaftswährung unter 1,22 Dollar gerutscht. Die Zeichnungsquote bei der Auktion siebenjähriger Titel im Volumen von 31 Milliarden Dollar lag zwar höher als bei den vorigen vier Auktionen, doch wurden von sogenannten direkten Bietern weniger Gebote abgegeben. Die am Berichtstag veröffentlichten Konjunkturdaten zu Bruttoinlandsprodukt und Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe waren etwas schwächer ausgefallen als erwartet. Am Anleihemarkt fiel das aber nicht ins Gewicht. Am Freitag schließt der amerikanische Anleihemarkt wegen des bevorstehenden langen Feiertagswochenendes schon um 20.00 Uhr MESZ. Am Montag bleibt der Markt wegen des Feiertags „Memorial Day“ geschlossen.

Lateinamerikas Börsen am Donnerstag stark im Plus

Die größeren lateinamerikanischen Börsen haben sich am Mittwoch kräftig erholt. In Mexiko-Stadt gewann der Aktien-Index IPC 727,67 Zähler oder 2,32 Prozent auf 32 056,16 Punkte. Im brasilianischen São Paulo stieg der Bovespa-Index um 1901,41 Zähler (3,16 Prozent) auf 62 091,77 Punkte. Der Merval-Index an der Börse in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires stieg sogar um 5,59 Prozent oder 115,13 Zähler und ging beim Stand von 2176,20 aus dem Handel.

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