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Blick auf den Finanzmarkt : Dax zeigt leicht freundlich

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Schwache Ausblicke haben die Aktien von Guess und Blue Coat Systems am Donnerstag im nachbörslichen New Yorker Handel auf Talfahrt geschickt. Dabei wurden die Papiere von Blue Coat besonders deutlich von den Investoren abgestraft. Ihr Kurs brach um 16,9 Prozent auf 23,98 Dollar ein, nachdem der Softwareentwickler nach der Schlussglocke eine Umsatzerwartung für das erste Quartal von 121 Millionen bis 126 Millionen Dollar mitgeteilt hatte. Das bereinigte Ergebnis je Aktie bezifferte der Konzern mit 0,35 bis 0,40 Dollar je Schein. Analysten hatten im Konsens Erlöse von 132 Millionen Dollar und einen bereinigten Überschuss pro Schein von 0,40 Dollar vorhergesagt. Im abgelaufenen vierten Quartal schaffte das Unternehmen den Sprung in die Gewinnzone, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust verbucht worden war. Guess senkte die Prognose für das Gesamtjahr und begründete dies mit der anhaltenden Euro-Schwäche. Das Unternehmen rechnet mit einem anteiligen Überschuss von 2,80 bis 2,85 Dollar. Die Konsensprognose hatte einen Gewinn je Aktie von 2,99 Dollar erwarten lassen. Im ersten Quartal steigerte Guess den Gewinn um 55 Prozent. Der Kurs der Papiere gab um 7,3 Prozent auf 35,40 Dollar nach.

Wall Street schließt am Donnerstag sehr fest

Die amerikanischen Aktienmärkte haben am Donnerstag kräftige Kursgewinne verbucht, nachdem die Angst vor den möglichen Folgen der europäischen Schuldenkrise nachgelassen hatte. Beruhigende Aussagen aus China hätten die Risikobereitschaft der Anleger ebenso gesteigert wie das zusätzliche Sparpaket der spanischen Regierung, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) stieg um 2,9 Prozent oder 285 Punkte auf 10.259. Der S&P-500 gewann 3,3 Prozent oder 35 auf 1.103 Punkte und überwand damit endlich den Widerstand bei 1.090 Punkten, an dem der Index in den vergangenen Tagen mehrfach gescheitert war. Der Nasdaq-Composite rückte um 3,7 Prozent oder 82 auf 2.278 Punkte vor. Umgesetzt wurden 1,42 (Mittwoch: 1,94) Milliarden Aktien. Dabei wurden 2.879 Kursgewinner und 221 -verlierer gesehen. Unverändert schlossen 40 Titel.

Die am Berichtstag veröffentlichten Konjunkturdaten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und zum Bruttoinlandsprodukt verfehlten zwar geringfügig die Erwartungen, fanden aber kaum Beachtung. Zentrales Thema war vielmehr die Aussage der staatlichen chinesischen Devisenverwaltung (SAFE), sie werde an ihren Beständen von Staatsanleihen aus der Eurozone festhalten. Einen Medienbericht, laut dem China sich von Teilen dieser Bestände trennen will, entbehrt nach Angaben der Behörde jeder Grundlage. Am Donnerstag billigte darüber hinaus das spanische Parlament ein zusätzliches Sparpaket im Umfang von 15 Milliarden Euro, das zum Abbau der Staatsverschuldung beitragen soll. Die positiven Nachrichten aus China und Spanien ließen die Anleger wieder beherzter bei risikoreicheren Anlageklassen zugreifen. Neben Aktien waren Rohstoffe gesucht. Davon profitierten rohstoffnahe Aktien wie Alcoa, die um 5,1 Prozent auf 11,82 Dollar zulegten. Chevron gewannen 3,9 Prozent auf 74,36 Dollar.

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