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Blick auf den Finanzmarkt : Dax zeigt leicht freundlich

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Mit 0,23 Prozent lediglich leicht im Plus notierten die Titel von Siemens. Händler erwähnten in diesem Zusammenhang einen Bericht der „Financial Times“. Demnach plant das Unternehmen, in den kommenden drei Jahren rund drei Milliarden Euro in den BRIC-Staaten zu investieren.

Die Titel der Deutschen Bank, der Deutschen Börse, von SMA Solarund H&R Wasag wurden derweil ex Dividende gehandelt. Die Großbank schüttet 0,75 Euro je Anteil an seine Aktionäre aus, der Börsenbetreiber zahlt 2,10 Euro. Das Solarunternehmen gibt eine Dividende von 1,30 Euro aus und das Spezialchemieunternehmen zahlt 0,45 Euro.

Renten-Futures starten etwas erholt

Die Renten-Futures sind am Freitag nach den deutlichen Abschlägen vom Vortag mit leichten Gewinnen in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Bund-Future mit Fälligkeit im Juni gewinnt bis 8.14 Uhr 17 Ticks auf 128,30 Prozent. Das bisherige Tageshoch liegt bei 128,38 Prozent, das -tief bei 128,11 Prozent. Umgesetzt wurden bislang rund 16.400 Kontrakte. Für den BOBL-Future geht es 10 Ticks auf 120,44 Prozent nach oben. Am Nachmittag könnten amerikanische Konjunkturdaten Akzente am Rentenmarkt setzen. So stehen unter anderem Daten zu den Persönlichen Ausgaben und Einkommen für April wie auch der Einkaufsmanagerindex der Universität Chicago zur Veröffentlichung an. Werde die nächste Unterstützungsmarke bei 128,00 Prozent unterschritten, besteht laut der Helaba Korrekturpotential bis 126,71 Prozent, dem 38,2 Prozent-Retracement der kurzfristigen Aufwärtsbewegung vom 12. April bis zum Allzeithoch am 25. Mai. Die derzeitigen Fundamentaldaten dürften, wenngleich ihr Einfluss im aktuellen Umfeld noch immer als gering einzuschätzen sei, das wirtschaftliche Erholungsszenario stützen, heißt es. Druck auf den Rentenmarkt werde davon aber kaum ausgehen, da kein positives Überraschungspotential auszumachen sei. Die Analysten geben für den Handelstag eine Handelsspanne zwischen 127,65 Prozent bis 128,76 Prozent an.

Nikkei legt um 1,3 Prozent zu

Nach der Rally an den amerikanischen Börsen haben auch die Asien-Börsen zum Wochenausklang mehrheitlich Gewinne verbucht. Wie schon in Europa und in den Vereinigten Staaten sorgte die Erklärung der chinesischen Zentralbank, China werde ungeachtet der Euro-Schwäche seine Anlagen in Europa halten, für Beruhigung bei Investoren. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel mit einem Gewinn von 1,3 Prozent bei 9762 Punkten, das höchste Tages-Plus seit zwei Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index stieg knapp ein Prozent auf 878 Zähler. „Die Phase des drastischen Vertrauensverlustes der Anleger könnte nun hinter uns liegen, obwohl vermutlich noch eine ganze Weile mit erheblichen Kursbewegungen zu rechnen sein wird“, sagte der Mizuho-Aktienstratege Tsuyoshi Segawa mit Blick auf Chinas Absichten, an der Diversifizierung seiner Währungsreserven festzuhalten und seine Anlage-Strategie nicht auf den Prüfstand zu stellen. Japanische Exporttitel legten angesichts eines schwächeren Yens zu. Aktien von Sony stiegen 1,8 Prozent, Canon-Anteilsscheine um 1,6 Prozent. Die Aktien von Handelshäusern wie Mitsubishi legten nach Preisanstiegen für Rohstoffe zu. So war Kupfer am Donnerstag so teuer wie seit zwei Wochen nicht mehr. Höher gehandelt wurden auch Anteile des Öl-und Gas-Unternehmens Inpex. Die Aktien gewannen dank des stärkeren Öl-Preises mehr als vier Prozent. Zu den Verlierern zählte der Finanzkonzern Promise. Die Aktien gaben 1,6 Prozent ab, nachdem Moody's das Kreditrating runtergestuft hatte.

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