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Blick auf den Finanzmarkt : Dax wieder über 6.200 Punkten

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Trotz moderat positiver Vorgaben verzeichnet der Dax am Gründonnerstag deutliche Kursgewinne. Der Leitindex kletterte um 0,9 Prozent auf 6.206 Punkte und notierte damit leicht über dem erst am Dienstag erreichten 18-Monats-Hoch von 6203 Punkten.

          Trotz moderat positiver Vorgaben verzeichnet der Dax am Gründonnerstag deutliche Kursgewinne. Der Leitindex kletterte um 0,9 Prozent auf 6.206 Punkte und notierte damit leicht über dem erst am Dienstag erreichten 18-Monats-Hoch von 6203 Punkten. Eine Kaufempfehlung der Analysten von Credit Suisse gab BMW neuen Schub. Die Titel legten um 3,8 Prozent auf 35,47 Euro zu. Die Aktien von MAN gaben am Tag der Hauptversammlung des Lkw- und Anlagenbauers 0,7 Prozent nach.

          Deutsche Anleihen: Etwas fester zu Handelsbeginn

          Die Kurse deutscher Anleihen sind am Donnerstag zu Handelsbeginn leicht gestiegen. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future kletterte um 0,03 Prozent auf 123,39 Punkte geklettert. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,092 Prozent. Am Markt werde vor allem auf die wöchentlichen Erstanträge und den ISM-Einkaufsmanagerindex in den Vereinigten Staaten geschaut, schreibt die HSH Nordbank in einer Tagesvorschau. Die Erwartungen seien dabei nicht allzu hoch gesteckt. In der Eurozone stünden hingegen keine marktbewegenden Daten an und man bereite sich auf das Osterwochenende vor, schreibt die Bank. Bei der Emission von 8,5 Milliarden Euro französischer Staatsanleihen würden keine Probleme erwartet. Der Bund-Future dürfte sich in einer Handelsspanne von 123,18 bis 123,78 Punkten bewegen.

          Euro gibt Kursgewinne teilweise wieder ab

          Der Euro hat am Donnerstag im frühen Handel seine in der Nacht erzielten Gewinne teilweise wieder abgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Morgen mit 1,3514 Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7399 Euro wert. Im asiatischen Handel war der Euro zeitweise bis auf 1,3561 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch noch auf 1,3479 (Dienstag: 1,3482) Dollar festgesetzt. Nach den schwachen amerikanische Konjunkturdaten vom Mittwoch seien die Zinserhöhungserwartungen in den Vereinigten Staaten zurückgedrängt worden, schreibt die Landesbank Hessen-Thüringen. Ein steigender Leitzins würde den Dollar für Anleger attraktiver machen. Auch aus technischer Sicht deutet sich laut Helaba Erholungspotential für den Euro an.

          Nikkei: Von 18-Monats-Hoch zu 18-Monats-Hoch

          Die Aktienmärkte in Fernost sind mit Gewinnen ins zweite Quartal gestartet. Auftrieb gaben am Donnerstag überaus optimistisch interpretierte Konjunkturdaten aus China: Die verarbeitende Industrie in der Volksrepublik kommt dank eines Auftragsbooms immer mehr in Schwung. Zudem durchforsteten ausländische Investoren in Erwartung positiver Quartalszahlen die Märkte in Taiwan und Südkorea nach Technologiewerten. Mit Spannung und Nervosität warten die Anleger nun auf die Arbeitsmarktdaten in den Vereinigten Staaten . Eine Umfrage der privaten Arbeitsagentur ADP deutete nicht auf eine Trendwende hin. Volkswirte werteten die Studie als schlechtes Vorzeichen für die staatlichen Daten am Karfreitag. In Tokio schwang sich der Nikkei den dritten Tag in Folge auf ein neues 18-Monats-Hoch. Angeschoben wurde der Index vor allem von Export- und Rohstofftiteln, die vom schwächeren Yen und steigenden Preisen profitierten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 1,4 Prozent und notierte bei 11.244 Punkten. Der breiter gefasste Topix legte 0,7 Prozent zu auf 985 Zähler. Nach der guten Entwicklung des Nikkei in den ersten drei Monaten gehen Händler im Zuge der Erholung der Weltwirtschaft davon aus, dass Potential für eine weitere Steigerung bis Mitte des Jahres vorhanden ist. Kurzfristig dürfte das Ziel bei 11.500 Punkten liegen, sagte Yutaka Miura, Analyst bei Mizuho Securities. Einige Kollegen von ihm rechnen gar mit einem Anstieg auf bis zu 12.000 Stellen. Auf Unternehmensseite stand das Börsendebüt des Lebensversicherers Dai-ichi Mutual Life im Fokus, das weltweit größte seit zwei Jahren. Für die Anteilsscheine lagen die Kauforder bei 160.000 Yen. Die Papiere waren in der Mitte der Angebotsspanne zu 140.000 Yen (rund 1146 Euro) ausgegeben worden. Der Handel mit den Aktien wurde nach der Preisfestsetzung ausgesetzt - eine Vorsichtsmaßnahme der Tokioter Börse, um einen geordneten Verlauf des Milliarden-IPO zu gewährleisten. Der reguläre Handel beginnt am Freitag. Bei den Rohstoffen stiegen eine Reihe von Metallpreisen. Der Goldpreis lag nahe seines Zwei-Wochen-Hochs. Zugute kam dies Mitsubishi Corp und anderen Handelshäusern. Mitsubishi-Titel rückten 1,5 Prozent vor. Panasonic-Aktien gewannen 0,2 Prozent. Die Sanyo-Übernahme dürfte den Gewinn des Elektronikkonzerns einem Zeitungsbericht zufolge stärker anschwellen lassen als ursprünglich erwartet. Grund sind zusätzliche Einsparungen durch die Zusammenführung der Buchhaltung.

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