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Blick auf den Finanzmarkt : Dax wenig verändert

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Der Dax zeigt sich am Donnerstag nach freundlichem Beginn wenig verändert. Dabei wird er von den Daimler-Aktien unterstützt, die um knapp ein Prozent aufholen.

          Nach einem etwas freundlicheren Start zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag an wenig verändert. Der Dax notiert knapp über seinem Vortagesschlussstand von 7414 Punkten, auch der MDax zeigt sich nur wenig verändert. Der TecDax steigt um 0,2 Prozent auf 914 Punkte.

          Auf Unternehmensseite rückten Werte wie Daimler in den Blick der Marktteilnehmer. Wie die „Financial Times Deutschland“ (FTD) schreibt, bietet der Stuttgarter Autobauer der Bundesregierung die Hälfte seines 15-prozentigen Anteils am Airbus-Mutterkonzern EADS zum Kauf an. Händlern zufolge kursieren zuletzt verstärkt Spekulationen um Daimler-Pläne für einen Verkauf des EADS-Anteils. Darüber hinaus erhöhten einige Analysten am Tag nach der Bilanzvorlage von Daimler ihre Kursziele. Die Aktie gehörte mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 53,97 Euro zu den Dax-Favoriten.

          Den Anteilsscheinen der Deutschen Börse setzt derweil ein Bericht der „FTD“ zu Xetra zu. Demnach könnte das Handelssystem ein Opfer der Fusion mit der NYSE Euronext werden. „Das ist keine neue Geschichte“, sagt ein Händler. Dennoch fällt der Aktienkurs um 0,9 Prozent auf 58,30 Euro.

          Die Berichtssaison in Europa in gewinnt an Fahrt und rückt damit auch Werte deutscher Konkurrenten in den Blick. Während Händler die Zahlen des Schweizer Energie- und Automationstechnikkonzern ABB insgesamt recht positiv bewerteten, gewinnen Siemens lediglich marktkonforme 0,1 Prozent auf 96,97 Euro. Zahlen der Swiss Re und von Axa erfüllten die Markterwartungen nicht ganz. Titel der Munich Re und der Allianz fallen etwas zurück. BASF legen um deutlicher 0,7 Prozent auf 60,73 Euro zu. Händler haben die Zahlen des niederländischen Konkurrenten Akzo Nobel positiv bewertet.

          Rentenmarkt tendiert etwas fester

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Donnerstag etwas fester. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, gewinnt 16 Basispunkte auf 123,23 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 11 Basispunkte auf 116,97 Prozent.

          „Nach den kräftigen Kursverlusten der letzten Wochen sehen wir momentan die Ausbildung eines tragfähigen Bodens im Bereich von 123 Prozent“, so ein Händler. Taktgeber ist momentan die Inflationsentwicklung. In China liegt die Inflationsrate bei 4,9 Prozent und in Großbritannien bei 4,0 Prozent. Am Nachmittag schauen die Marktteilnehmer auf die amerikanischen Konsumentenpreise, die nach Einschätzung der HSH Nordbank durchaus nach oben überraschen und insofern die Sorgen um die Inflation verstärken könnten. Sollten darüber hinaus die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten besser als erwartet ausfallen, würde dies für einen schwächer tendierenden Bund-Future sprechen.

          Euro legt leicht zu

          Der Euro startet am Donnerstag etwas fester gegenüber dem Dollar in den Handel. Bestimmendes Thema am Devisenmarkt ist die Inflationsentwicklung gepaart mit der Zinspolitik der jeweiligen Notenbanken. In China liegt die Inflationsrate bei 4,9 Prozent und in Großbritannien bei 4,0 Prozent. Damit warten die Devisenstrategen der Helaba gespannt auf die amerikanischen Verbraucherpreise Januar, die am Nachmittag veröffentlicht werden. Sie erwarten eine moderate Entwicklung der Gesamtinflation wie auch der Kernrate. Dadurch dürften Erwartungen auf eine baldige Zinswende in den Vereinigten Staaten nicht genährt werden. Für eine längere Periode niedrig verbleibende amerikanische Zinsen liefern kein Kaufargument für den Dollar. Für die europäische Gemeinschaftswährung sind die Belastungsfaktoren wie Strukturprobleme und Schuldenkrise jüngst leicht in den Hintergrund getreten.

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