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Blick auf den Finanzmarkt : Dax verbucht weitere Kursgewinne

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Dank des bislang überaus positiv interpretierten Verlaufs der amerikanischen Berichtssaison hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch seine Aufwärtsbewegung fortgesetzt. In den Vereinigten Staaten hatte die Wall Street deutliche Gewinne verbucht, in Tokio gewann der Nikkei-225-Index ebenfalls deutlich.

          Dank des bislang überaus positiv interpretierten Verlaufs der amerikanischen Berichtssaison hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch seine Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Nachdem zu Wochenbeginn bereits Alcoa einen positiv aufgenommenen Auftakt geliefert hatte, überraschte am Dienstag nach der Schlussglocke an der Wall Street auch Intel mit seinem jüngsten Quartalsbericht und einem optimistischen Ausblick. Der Dax legte in den ersten Handelsminuten um 0,38 Prozent auf 6.214,80 Punkte zu. Für den MDax ging es um 0,33 Prozent auf 8.433,77 Punkte hoch und der TecDax gewann 0,82 Prozent auf 794,57 Punkte.

          Auch die Kursvorgaben stützten den freundlichen Handelsauftakt. In den Vereinigten Staaten hatte die Wall Street dank Alcoa deutliche Gewinne verbucht, und der Future auf den amerikanischen Leitindex Dow Jones (DJIA) legte seit dem Xetra-Schluss am Vortag um 0,27 Prozent zu. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index sehr fest.

          Positiv aufgenommene Branchennachrichten ließen den Aktienkurs von Infineon an der Dax-Spitze um 2,57 Prozent auf 5,313 Euro steigen. Neben den deutlich besser als erwarteten Zahlen des Chipherstellers Intel, der für die kommenden Monate mit starker Nachfrage rechnet, gab eine höhere Prognose des niederländischen Chipausrüsters ASML den Titeln Auftrieb. Für Aktien des TecDax-notierten Schaltkreis-Herstellers Dialog Semiconductor ging es als bester Indexwert um 3,88 Prozent auf 11,250 Euro hoch. Dagegen mussten RWE als schwächster Dax-Wert Verluste von 0,83 Prozent auf 54,93 Euro hinnehmen. Die HSBC stufte die Aktien des Versorgers ab und empfiehlt nun eine Untergewichtung.

          Aktien von Südzucker sanken nach endgültigen Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2010/11 um moderate 0,13 Prozent auf 15,420 Euro. Europas größter Zuckerproduzent steigerte den Überschuss nach Minderheiten deutlich von 48 auf 72 Millionen Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich von 88 auf 149 Millionen Euro und der Umsatz um knapp neun Prozent auf 1,53 Milliarden Euro. Der Konzern hatte bereits Ende Juni Eckdaten vorgelegt. Seine Gesamtjahresprognose bestätigte Südzucker. Ein Händler sah die Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Von einem anderen hieß es indes, der Überschuss liege leicht unter seiner Schätzung. Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer hob nach einem robusten zweiten Quartal seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr an, was den Aktien Gewinne von 1,09 Prozent auf 28,800 Euro bescherte. Die Zahlen des Spezialverpackungsherstellers fielen laut Händlereinschätzungen besser als erwartet aus.

          Für Anteilsscheine von CTS Eventim ging es indes um deutliche 6,03 Prozent auf 39,750 Euro bergab. Am Vortag nach Börsenschluss hatte der im SDax gelistete Tickethändler mitgeteilt, er weise die von Live Nation erklärte Kündigung des bestehenden Kooperationsvertrags als „prozesstaktisches Manöver ohne jede sachliche und rechtliche Grundlage“ zurück. Zudem kündigte CTS Eventim zusätzliche Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe gegen das auf Live-Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit spezialisierte Unternehmen an. Ein Händler, sagte indes, CTS Eventim habe nach dem überraschenden Zusammenschluss von Live Nation mit Ticketmaster im vergangenen Jahr bereits früher substanzielle Schadensersatzforderungen für den Fall einer Beendigung bestehender Verträge angekündigt.

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