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Blick auf den Finanzmarkt : Dax verbucht weitere Kursgewinne

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Nach anfänglichen Verlusten ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag nach kurzer Zeit in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat nach einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Ifo-Geschäftsklimaindex seine Gewinne ausgeweitet.

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          Nach anfänglichen Verlusten ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag nach kurzer Zeit in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat nach einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Ifo-Geschäftsklimaindex seine Gewinne ausgeweitet. Zuletzt stieg der deutsche Leitindex um 0,69 Prozent auf 6.184,13 Punkte. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellte sich laut Ifo im Juli überraschend und deutlich auf. Der Geschäftsklimaindex stieg von 101,8 Punkten im Vormonat auf 106,2 Punkte. Das war der größte Sprung seit der deutschen Wiedervereinigung. Ein Händler kommentierte: „Derzeit gibt es keine Konjunktursorgen, ist das klare Signal dieser Daten.“

          Am deutschen Markt stiegen Adidas-Aktien nach vorläufigen Zahlen um 4,0 Prozent auf rund 43,32 Euro. Dem Sportartikelhersteller war unter anderem dank der Fußball-Weltmeisterschaft ein deutlicher Umsatz- und Gewinnsprung gelungen. Mit einem Plus von 0,94 Prozent auf 75,40 Euro entwickelten sich auch MAN-Aktien positiv. Die Zahl der Nutzfahrzeugzulassungen war in der EU im Juni im Jahresvergleich um 13,2 Prozent gestiegen, zudem waren die Zahlen des Konkurrenten Scania besser als erwartet ausgefallen.

          Europäische Renten-Futures eröffnen wenig verändert

          Nach dem deutlichen Minus vom Vortag sind die Renten-Futures am Freitag wenig verändert in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der September-Kontrakt auf den Bund steigt bis 8.25 Uhr um 4 Ticks auf 128,78 Prozent. Das Tageshoch liegt bei 128,82 Prozent, das -tief bei 128,75 Prozent. Umgesetzt wurden bislang rund 11.500 Kontrakte. Der Bobl-Future notiert zur Eröffnung unverändert bei 120,34 Prozent. Der Markt dürfte sich zunächst auf die Bekanntgabe des Ifo-Geschäftsklimaindex konzentrieren. Nach guten Konjunkturdaten am Vortag aus der Eurozone schauen die Anleger den Daten wieder etwas optimistischer entgegen. Analysten erwarten im Juli einen leichten Rückgang auf 101,5 nach zuvor 101,8. Dabei soll die Lagebeurteilung auf 101,9 nach 101,1 gestiegen sein, die Geschäftserwartungen dagegen auf 101,4 nach 102,4 gesunken sein. Am Abend steht dann das eigentliche Highlight des Tages an: die Bekanntgabe der Stresstests. Nach Einschätzung der HSH Nordbank lässt das Hickhack um jedes Detail, angefangen bei den Stress-Szenarien bis hin zum Veröffentlichungszeitpunkt, einen daran zweifeln, dass das Ziel der Vertrauensbildung erreicht werden kann. Vielleicht sei so aber auch nur versucht worden, die Erwartungshaltung möglichst weit abzusenken. Bis die sprichwörtliche Katze aus dem Sack gelassen wird, sei mit einem abwartenden Handel zu rechnen.

          Euro wieder unter die 1,29 Dollar - Warten auf Stress-Tests

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