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Blick auf den Finanzmarkt : Dax über 6.300 Punkten

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Zum großen Verfallstermin am Terminmarkt ist der Dax mit einem deutlichen Plus in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex kletterte am Freitag in den ersten Handelsminuten um 0,9 Prozent auf 6305 Zähler. Am sogenannten Hexensabbat sind Kursschwankungen nicht außergewöhnlich.

          Zum großen Verfallstermin am Terminmarkt ist der Dax mit einem deutlichen Plus in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex kletterte am Freitag in den ersten Handelsminuten um 0,9 Prozent auf 6305 Zähler. Am sogenannten Hexensabbat - wenn Optionen auf Einzelaktien, die Optionen auf Indizes und die Terminkontrakte auf Indizes auslaufen - hoffen viele Anleger, die Aktienkurs in eine für sie günstige Richtung zu beeinflussen.

          Unter den größten Gewinnern im Dax waren SAP: Nach starken Geschäftszahlen des amerikanische Konkurrenten Oracle legten die Aktien um gut zwei Prozent zu. ThyssenKrupp verteuerten sich um 1,5 Prozent. Die Aktien des Mischkonzerns profitierten laut Händlern von dem bevorstehenden Verkauf der griechischen Werftentochter HSY. Nach langem Gezerre mit der Regierung in Athen gaben beide Seiten am Donnerstag einen Durchbruch bekannt.

          Renten-Futures starten kaum verändert

          Die deutschen Renten-Futures sind kaum verändert in den Freitag gestartet. Bis 8.23 Uhr steigt der Bund-Future mit Fälligkeit im Dezember um 3 Ticks auf 129,41 Prozent. Das Tagestief liegt zu diesem Zeitpunkt bei 129,33 Prozent, das Tageshoch bei 129,45 Prozent. Umgesetzt wurden bislang rund 15.800 Kontrakte. Für den BOBL-Future mit Fälligkeit im Dezember geht es um 5 Ticks auf 119,85 Prozent nach unten. Beobachter sprechen von einer Verschnaufpause nach den am Vortag von der glatt verlaufenen Auktion spanischer Staatsanleihen ausgelösten Kursverlusten. Neue Impulse dürften wieder von den angekündigten Konjunkturdaten ausgehen. Nach den bereits am Vortag wie erwartet ausgefallenen amerikanische Erzeugerpreisen für August dürften die zuerst erwarteten amerikanische Verbraucherpreise im Vormonat unspektakulär bleiben. Für Bewegung könnte hingegen die erste Umfrage der Universität Michigan zur Stimmung der amerikanische Verbraucher im September sorgen. Hier lautet der Konsens auf einen Anstieg des Index auf 70,0 von 68,9 Punkten. „Die bereits in den vergangenen Wochen veröffentlichten, wenig beachteten, Stimmungsumfragen unter den Konsumenten förderten ein gemischtes Bild ans Tageslicht“, sagt Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen. Während sich der ABC-Index sukzessive verbessert und auch der TIPP-Index leicht zulegt habe, sei der RBC-Cash-Umfragewert deutlich gesunken. In der Summe ergebe sich die Erwartung eines leichten Plus. „Positives Überraschungspotential gegenüber der Konsensschätzung machen wir nicht aus.“ Dirk Gojny von der HSH Nordbank rechnet hingegen mit einer Enttäuschung. „Dass die Verbraucher optimistischer in die Zukunft blicken werden als im Vormonat, ist unwahrscheinlich.“

          Euro legt weiter zu

          Für den Euro geht es am Freitagmorgen kräftig zum Dollar nach oben. Zu Beginn des europäisch geprägten Devisenhandels wechselt er deutlich über der Marke von 1,31 Dollar und damit dem höchsten Stand seit dem 11. August den Besitzer. Charttechnisch orientierte Analysten sehen den Weg nunmehr frei bis in den Bereich des Verlaufshochs bei 1,3288 Dollar. Auch zum Yen rückt die Gemeinschaftswährung weiter vor. Devisenhändler verweisen einerseits auf die nach den Kursgewinnen an Wall Street und in Asien wieder gestiegene Risikotoleranz. Andererseits begründen sie die Wechselkursgewinne des Euro mit der für die kommende Woche avisierten geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve. Am 21. September treffen sich die Währungshüter um Chairman Ben Bernanke letztmalig vor den Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten Anfang November. „Will oder muss die amerikanische Notenbank Präsident Barack Obama also Schützenhilfe von der geldpolitischen Seite leisten, müsste sie eine Ausweitung ihrer quantitativen Lockerung also bereits jetzt beschließen“, sagt ein Marktteilnehmer. Dies werde angesichts der damit verbundenen Inflationsgefahren den Greenback belasten.

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