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Blick auf den Finanzmarkt : Dax über 6.000 Punkten

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Angetrieben von sehr guten amerikanischen Vorgaben startet der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag mit deutlichen Kursgewinnen in den Handel. Anleger und Strategen graben alle nur denkbaren Gründe aus, um steigende Kurse zu rechtfertigen.

          Sehr gute Vorgaben der Börsen in Übersee und starke Zahlen zum deutschen Außenhandel haben den Dax zum Handelsauftakt am Donnerstag wieder über die Marke von 6.000 Punkten getrieben. Der Leitindex knüpfte an seine Erholung der vergangenen beiden Handelstage an und stieg in den ersten Minuten um 0,56 Prozent auf 6.026,38 Punkte. Der MDax mittelgroßer Werte legte 0,72 Prozent auf 8.162,79 Punkte zu. Der Index für Technologiewerte TecDax gewann 1,12 Prozent auf 763,50 Punkte.

          „Die Wall Street profitierte vom wieder erstarkten Optimismus für die anstehende Berichtssaison“, sagte ein Börsianer und verwies ebenso auf feste Kurse an den asiatischen Börsen. Der Dow Jones Industrial war in der letzten Handelsstunde über die Marke von 10.000 Punkten zurückgekehrt. Der Future auf den amerikanische Leitindex gewann seit dem Xetra-Schluss vom Vortag um 17.35 Uhr 1,39 Prozent. Zusätzlich wiesen Händler aber auch auf gute Konjunkturdaten aus dem Inland hin. Dem Statistische Bundesamt zufolge legten die Exporte im Mai auf Jahressicht so kräftig zu wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Importe stiegen so kräftig wie seit über zwanzig Jahren nicht.

          Deutsche Anleihen: Weitere Kursverluste zu Handelsbeginn

          Die deutschen Staatsanleihen sind am Donnerstag mit weiteren Kursverlusten in den Handel gegangen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sank im frühen Handel um 0,22 Prozent auf 128,93 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,628 Prozent. Händler begründeten die schwache Eröffnung mit festen Aktienmärkten in den Vereinigten Staaten und Asien. Im weiteren Verlauf dürfte vor allem die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Blickpunkt stehen. Zwar dürfte die europäische Notenbank ihren Leitzins abermals unverändert auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent belassen. Angesichts der staatlichen Schuldenkrise und des wichtigen Stresstests für Geschäftsbanken dürften entsprechende Äußerungen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet aber genau verfolgt werden. Fundamental stehen Produktionszahlen aus der deutschen Industrie an.

          Euro steigt zeitweise in Richtung 1,27 Dollar

          Der Euro ist am Donnerstag zeitweise in Richtung 1,27 amerikanische Dollar gestiegen. In der Nacht zum Donnerstag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,2687 Dollar. Bis zum Morgen gab der Euro nur leicht auf 1,2650 Dollar nach. Ein Dollar war damit 0,7905 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,2567 (Dienstag: 1,2579) Dollar festgesetzt. Am Donnerstag steht am Devisenmarkt vor allem die Zinssitzung der EZB im Blickpunkt. Zwar dürfte die europäische Notenbank ihren Leitzins abermals unverändert auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent belassen. Angesichts der staatlichen Schuldenkrise und des wichtigen Stresstests für Geschäftsbanken dürften entsprechende Äußerungen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet aber genau verfolgt werden. Fundamental stehen Produktionszahlen aus der deutschen Industrie an.

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