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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tritt nach Vortagshoch auf der Stelle

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Nachdem der Dax am Donnerstag den höchsten Stand seit dem 18. Januar 2008 markiert hat, tendiert der Leitindex kaum verändert. Neben der Rally der vergangenen Tage sorgt auch das Fehlen wichtiger Impulse im frühen freitäglichen Geschäft für eine Verschnaufpause, heißt es.

          Nachdem der Dax am Donnerstag den höchsten Stand seit dem 18. Januar 2008 markiert hat, ist der Leitindex kaum verändert in den Freitag gestartet. Neben der Rally der vergangenen Tage sorgt auch das Fehlen wichtiger Impulse im frühen freitäglichen Geschäft für eine Verschnaufpause. So sind die Börsen in Japan und Großbritannien wegen Feiertagen geschlossen. Bis 9.50 Uhr verliert der Dax 0,1 Prozent oder 9 auf 7.466 Punkte. Unterstützt ist der Leitindex im Bereich von 7.400 Punkten, auf Widerstand trifft er auf dem Niveau von 7.500 Punkten. In der zweiten Reihe gibt der MDax um 0,2 Prozent oder 17 auf 10.694 Punkte nach. Für den TecDax geht es getragen von Übernahmephantasien bei den Solarwerten hingegen um 0,6 Prozent oder 5 auf 928 Punkte nach oben.

          Für neue Impulse könnten am Nachmittag Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten sorgen. Auf dem Programm steht unter anderem der Einkaufsmanagerindex aus der Region Chicago für den Monat April. Ökonomen rechnen im Mittel ihrer Prognosen mit einem Stand von 68,0 nach 70,6 Punkten im Vormonat. Manchen Volkswirten gilt er als guter Vorläufer für die in der kommenden Woche erwarteten landesweiten ISM-Indizes. Andere Ökonomen halten ihn aufgrund der Dominanz der Automobilindustrie in der Region Chicago allerdings für ungeeignet. Darüber hinaus wird das Ergebnis der zweiten Umfrage der Universität zu Michigan zur Stimmung der amerikanische Verbraucher im April erwartet. Hier lautet der Volkswirtekonsens auf 70,0 nach 69,6 Punkten bei der ersten Umfrage. Bereits am Vormittag wird die Vorabschätzung der Teuerung im Euroraum im April erwartet. Ökonomen rechnen im Mittel ihrer Prognosen mit einem Anstieg der Lebenshaltungskosten um 2,7 Prozent binnen Jahresfrist. Damit würde die Teuerung auf dem hohen Niveau des Vormonats verharren. Die Europäische Zentralbank strebt einen Anstieg der Lebenshaltungskosten um etwa 2 Prozent auf Jahressicht an.

          Im Fokus des Interesses der Anleger stehen die Solarwerte im TecDax. Der Ölkonzern Total will 60 Prozent am Modulhersteller SunPower übernehmen. „Wir sehen eine hohe Prämie, die die Franzosen für den Einstieg in Erneuerbare Energien zahlen“, so ein Broker. Q-Cells verteuern sich um 7,2 Prozent auf 2,95 Euro, Phoenix Solar um 6,5 Prozent auf 21,50 Euro und SolarWorld um 5,8 Prozent auf 10,82 Euro. Unter den Standardwerten geben Daimler nach Zahlen für das erste Quartal um 1,0 Prozent auf 52,54 Euro nach. Der Unternehmensbericht des Automobilherstellers sei zwar leicht über den Markterwartungen ausgefallen, sagt Silvia-Quandt-Analyst Albrecht Denninghoff. Alerdings sei die Abweichung zu gering, um sich noch positiv auf den Aktienkurs auszuwirken. Dafür hätten etwa VW und Volvo mit ihren Zahlen die Latte zu hoch gelegt. K+S rücken hingegen um 0,6 Prozent auf 54,48 Euro vor. Am Morgen hat die norwegische Yara ihre Zahlen für das Auftaktvierteljahr vorgelegt. Die sind nach Ansicht von Argo-Securities-Analystin Marianne Skeisvoll Bjornsen gut ausgefallen, die Margen hätten sich ordentlich entwickelt und der Ausblick sei zuversichtlich. Daher müssten wohl die Konsensschätzungen für das laufende Jahr angehoben werden. Yara verteuern sich in Oslo um 3,0 Prozent auf 301,90 norwegische Kronen.

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