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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert wenig verändert

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Bei einer weiter dünnen Nachrichtenlage tendieren die deutschen Aktienindizes am letzten Handelstag des Jahres wenig verändert. Gemischt und ähnlich unspektakulär gestalteten sich die Vorgaben von den internationalen Märkten.

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          Der deutsche Aktienmarkt ist am letzten Handelstag des Jahres mit einer kaum veränderten Tendenz in den Handel gestartet. „Die Kursausschläge halten sich im Rahmen“, so ein Händler. Keiner der 30 Dax-Werte notiert mit einem Ausschlag von über einem Prozent. Der Dax verliert gegen 9.50 Uhr 0,2 Prozent oder 14 Punkte auf 6.981. Am letzten Handelstag des Jahres 2010 enden der Xetra- und Präsenz-Handel bereits um 14.00 Uhr. Die Nachrichtenlage ist erneut sehr dünn. Aus den Vereinigten Staaten stehen am Nachmittag einige Konjunkturdaten auf der Agenda. Zu diesem Zeitpunkt hat der deutsche Aktienmarkt allerdings bereits seine Bücher für dieses Jahr geschlossen. Zu den Gewinnern des frühen Geschäftes zählt die Aktie von K+S, die um 0,7 Prozent zulegt. Im Handel wird auf die Kursgewinne bei den Wettbewerbern Potash und Mosaic verwiesen. Nach dem Kursgewinn am Vortag kommt es bei Deutsche Telekom zu Gewinnmitnahmen, die Aktie verliert 0,6 Prozent auf 9,64 Euro.

          Auch SAP tendieren etwas leichter und verlieren 0,4 Prozent auf 38,25 Euro. Als Grund wird im Handel genannt, dass Klaus Tschira, einer der SAP-Gründer, seine Beteiligung von 8,4 Prozent derzeit nicht verkaufen will. „Das lässt ein wenig Übernahmefantasie aus der Aktie weichen“, sagt ein Händler. Nach den Schwierigkeiten mit Oracle war zuletzt unter Anlegern verstärkt darüber spekuliert worden, dass SAP zu einem Übernahmekandidat werden könnte. Bei einigen Werten der zweiten und dritten Reihe könnte es noch zu so genanntem „Window-Dressing“ kommen, wenn also Investoren versuchen, zum Jahresultimo durch Käufe die Kurse von Aktien aus ihren Portfolios aufzuhübschen. Das sehr dünne Handelsvolumen unterstütze größere Kursausschläge bei geringem Ordervolumen, betonen Teilnehmer. Der MDax notiert 0,2 Prozent leichter bei 10.094 Punkten. Größter Verlierer ist die Aktie von ProSieben (-2,7 Prozent auf 22,38 Euro), die auf Jahressicht allerdings mit +178 Prozent den absoluten Gewinner im Index stellt. Im TecDax geben Singulus nach den Kursgewinnen der letzten Tage um 1,4 Prozent auf 4,50 Euro nach.

          Deutsche Anleihen tendieren fester zum Start

          Die deutschen Staatsanleihen sind am Donnerstag deutlich fester in den Handel gegangen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen um 0,50 Prozent auf 125,40 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,01 Prozent. Experten rechnen am Donnerstag abermals mit einem dünnen Handel. Grund ist der bevorstehende Jahreswechsel, der traditionell mit geringen Umsätzen einhergeht. Für Bewegung könnten neue amerikanische Konjunkturdaten sorgen am Nachmittag sorgen. Die HSH Nordbank sieht den Bund-Future im Tagesverlauf zwischen 124,40 und 125,60 Punkten.

          Euro und Dollar fallen zum Franken auf Allzeittief

          Der Euro ist am Donnerstag im frühen europäischen Geschäft zum Franken auf ein Allzeittief von 1,2413 Franken gesunken. Der Dollar kostet erstmals weniger als 0,94 Franken und geht mit 0,9398 Franken um. Im Tief lag er bei 0,9372 Franken. Teilnehmer sprechen von einer anhaltenden Flucht in den als vermeintlich sicher geltenden Franken angesichts der herrschenden konjunkturellen Unsicherheit und vor dem Hintergrund der weiter schwelenden Schuldenkrise in der Eurozone. Zudem ist von technisch bedingten Verkäufen die Rede, deren Wirkung verstärkt werde durch das dünne Handelsvolumen zwischen den Jahren.

          Japanische Börse tendierte am letzten Handelstag 2010 leichter

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