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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert sehr schwach

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Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag belastet von sehr negativen Vorgaben aus Übersee und Sorgen um eine Verschärfung der politischen Situation in Korea mit klaren Verlusten gestartet. Der Dax brach in den ersten Handelsminuten um 2,60 Prozent auf 5.654,99 Punkte ein.

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          Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag belastet von sehr negativen Vorgaben aus Übersee und Sorgen um eine Verschärfung der politischen Situation in Korea mit klaren Verlusten gestartet. Der Dax brach in den ersten Handelsminuten um 2,60 Prozent auf 5.654,99 Punkte ein. Am Pfingstmontag hatte der Leitindex bereits mit minus 0,40 Prozent seine Talfahrt der Vorwoche fortgesetzt. Der MDax sank um 0,29 Prozent auf 7.763,31 Punkte, der TecDax verlor 2,94 Prozent auf 702,33 Punkte.

          Nach Einschätzung von Händlern stieg die ohnehin große Unsicherheit an den Märkten wegen der Spannungen in Korea noch weiter. Auch die asiatischen Börsen waren in die Knie gegangen und in Tokio verlor der Nikkei-225-Index mehr als drei Prozent. Die Wall Street hatte am Vortag ebenfalls Verluste eingefahren und vor allem im späten Handel einen Schwächeanfall erlitten. Der Future auf den Dow Jones verlor seit dem Xetra-Handelsschluss am Montag zuletzt 2,60 Prozent. Hinzu kommen nach Angaben von Händlern nach dem Fast-Bankrott der spanischen Sparkasse CajaSur am Wochenende Ängste um die europäischen Banken. „Mit all dem im Hinterkopf werden die Händler sehr vorsichtig bleiben“, sagte Marktstratege Ben Potter von IG Markets.

          Rentenmarkt zeigt sich fest

          Am Rentenmarkt ist am Dienstagmorgen eine gesunkene Risikobereitschaft und Flucht in sichere Anlagen zu beobachten, die dem Bund-Future zu einem festeren Start verhilft. Die Risikoaversion zeigt sich auch in den deutlich tieferen Dax-Indikationen und dem fallenden Euro. Der Juni-Kontrakt des Bund-Futures steigt gegen 8.42 Uhr um 65 Ticks auf 129,00 Prozent. Das Tageshoch liegt bislang bei 129,17 Prozent und ist ein neues Allzeithoch. Das Tagestief beträgt 128,82 Prozent. Umgesetzt wurden bisher rund 63.522 Kontrakte. Der BOBL-Future gewinnt 26 Ticks auf 120,75 Prozent. Der adjustierte Aufwärtstrend eröffne für den Bund Potential bis 129,72 Prozent/129,86 Prozent, heißt es von der Helaba: „Die Technik unterstützt die jüngste Bundrally mit mehrheitlich aufwärts gerichteten Indikatoren.“ Die Bank nennt eine Handelsspanne zwischen 127,84 Prozent und 129,50 Prozent.

          Devisen: Sorgen um Bankensektor drücken Euro unter 1,23 Dollar

          Sorgen um den europäischen Bankensektor haben den Euro am Dienstag unter die Marke von 1,23 amerikanische Dollar gedrückt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2282 Dollar. Der Dollar war damit 0,8140 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag noch auf 1,2360 (Freitag: 1,2497) Dollar festgesetzt. Angestoßen wurde die Sorge vor einem erneuten Abgleiten der Wirtschaft durch die anhaltenden Probleme in der Eurozone. Zur Begründung wurden von Händlern insbesondere neue Sorgen um den Bankensektor angeführt, nachdem am Wochenende die spanische Sparkasse CajaSur nur mit Hilfe der Regierung vor dem Bankrott gerettet werden konnte. Neue Impulse könnten am Nachmittag von den Daten zum amerikanische Verbrauchervertrauen kommen. Allerdings war in jüngster Zeit der Einfluss von Konjunkturdaten eher gering.

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