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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert schwächer

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Nach dem Erholungsversuch vom Vortag tendiert der Dax am Mittwoch wieder etwas schwächer. Die Vorgaben sorgen für Mollstimmung. So verlor der Future auf den amerikanischen Leitindex Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss vom Vortag 0,90 Prozent und auch in Asien dominierten am Morgen negative Vorzeichen.

          Erwartet schwach ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch in den Handel gestartet. Händler sprechen von einer negativen Gemengelage an Nachrichten. Der Dax verliert gegen 9.33 Uhr 0,7 Prozent oder 54 auf 7.097 Punkte, nachdem er im Tief bereit 7.071 Zähler erreicht hatte. Händler rechnen mit einem weiteren Kursverfall im Dax bis rund 6.980 Punkte. Bereits am Vortag hätten sich Warnzeichen an Wall Street und im Dax-Future gezeigt. Die Vorgaben aus Asien und die amerikanische Futures belasten, der Technologiesektor leidet unter einer Umsatzwarnung durch Applied Materials. Der Rückgang des Euro gegen den Dollar unter die Marke von 1,41 Dollar zeige, dass sich Anleger weiter aus riskanteren Anlagen zurückzögen, heißt es. Zudem mehrten sich Stimmen, die die Durchführbarkeit der Privatisierungspläne in Griechenland anzweifelten. Der schwächer als erwartet ausgefallene Gfk-Konsumklima-Indikator belastet zusätzlich. Leidtragende sind vor allem Konjunktursensible Werte. Hauptverlierer zum Handelsstart waren Merck. Nach einer Warnung von Toshiba vor fallenden Umsätzen im chinesischen LCD-Markt bis 2012 gaben sie in der Spitze 3 Prozent nach. Aktuell notieren sie 1,7 Prozent im Minus bei 73,01 Euro. BASF fallen um 1,7 Prozent, Daimler um 1,6 Prozent und ThyssenKrupp um 1,7 Prozent. Deutsche Telekom leiden unter der Aussicht, vom griechischen Staat zur Übernahme der Anteile an der griechischen Telekom OTE gezwungen zu werden. Die Aktien geben um 0,9 Prozent nach auf 10,22Euro.

          Lufthansa notieren wie andere europäische Airlines weiter schwach und geben 0,8 Prozent nach auf 14,69 Euro. Hier belastet weiter die Aschewolke aus dem Vulkan in Island. „Deutschland ist jetzt auch direkt betroffen“, sagt ein Händler mit Verweis auf die geschlossenen Flughäfen in Norddeutschland. Metro leiden neben dem GfK-Index unter einer Abstufung der Deutschen Bank für den Einzelhandelssektor. Die Aktien geben um 1 Prozent auf 45,18 Euro nach. Versorger sind kräftig gesucht mit dem möglichen Wegfall der Brennelemenesteuer. „Es läuft alles auf eine Abschaffung hinaus“, heißt es mit Verweis auf Koalitionskreise. Eon springen um 3,1 Prozent und RWE um 2,5 Prozent. Tui geben um 0,3 Prozent nach auf 7,57 Euro, obwohl das Angebot künftiger Auslandsreisen für Chinesen sehr positiv gesehen wird. Allerdings leide die Aktie wie die Fluglinien weiter unter der Aschewolke aus Island leiden. Kabel Deutschland legen um 0,4 Prozent zu auf 45,38 Euro. „Der positive News-Flow reißt nicht ab“, so ein Händler mit Blick darauf, dass das Unternehmen die Zinslast durch Umfinanzierungen senken kann. Daneben hat die Deutsche Bank das Kursziel erhöht auf 52 nach 41 Euro. Wincor legen 2 Prozent zu auf 47,96 Euro nach einer Hochstufung durch HSBC auf „Overweight“ nach „Neutral“. Im TecDax geben Aixtron 1,7 Prozent nach negativen Stimmen der Citigroup. Sie hat das Unternehmen auf die „Least Preferred List“ gesetzt. Solarworld werden ex Dividende von 0,19 Euro gehandelt und geben um eben diese Betrag oder 2,1 Prozent nach auf 8,81 Euro.

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