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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert leicht freundlich

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Der deutsche Aktienmarkt startet zum Wochenschluss am Freitag freundlich in den Handel. Positiv aufgenommene Quartalszahlen stimmen die Anleger freundlich. Im Blickpunkt der Anleger stehen die amerikanischen Arbeitsmarkdaten für Juli, die am Nachmittag veröffentlicht werden.

          Positiv aufgenommene Quartalszahlen des Börsenschwergewichts Allianz haben den Dax am Freitag zur Eröffnung angeschoben. Der Leitindex kletterte in den ersten Handelsminuten um 0,4 Prozent auf 6364 Punkte. Nach einer operativen Gewinnsteigerung im zweiten Quartal verteuerte sich die Allianz-Aktie um 1,5 Prozent auf 91,47 Euro. Obwohl das Nettoergebnis deutlich fiel und hinter den Erwartungen zurückblieb, bekräftigte Europas größter Versicherer seine Jahresprognose für das Tagesgeschäft.

          An die Spitze des MDax setzten sich die Papiere von Lanxess, die um fünf Prozent auf 40,69 Euro zulegten. Der Chemiekonzern verdiente dank starker Nachfrage nach synthetischem Kautschuk aus Asien und Südamerika blendend und hob seine Jahresprognose an. Mit seinen Quartalszahlen übertraf Lanxess die Schätzungen der Analysten deutlich.

          Auch Demag Cranes waren mit einem Plus von 3,1 Prozent auf 28,19 Euro gefragt. Händlern zufolge erhöhte UBS das Kursziel für die Papiere auf 35 von 23 Euro und stufte sie hoch auf „Buy“ von „Neutral“. Im Blickpunkt der Anleger stehen die amerikanischen Arbeitsmarkdaten für Juli, die am Nachmittag veröffentlicht werden sollten.

          Deutsche Anleihen: Etwas leichter zu Handelsbeginn

          Der deutsche Anleihemarkt ist am Freitag mit moderaten Verlusten in den Handel gegangen. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future verlor zu Handelsbeginn 0,03 Prozent auf 129,59 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,562 Prozent. Experten rechnen für den deutschen Rentenmarkt am Freitag zunächst mit moderaten Gewinnmitnahmen. „Am Nachmittag stehen die amerikanische Arbeitsmarktdaten an, die dem Bund-Future aber neue Aufwärtskraft geben können“, heißt es im Morgenkommentar der HSH Nordbank. Dann stünde auch die charttechnische Marke von 130 Punkten im Visier.

          Abwartende Haltung am Devisenmarkt

          Der Euro präsentiert sich beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Freitagmorgen wenig verändert. Im Handel ist von einer abwartenden Haltung vor der Bekanntgabe der amerikanische Arbeitsmarktdaten die Rede. Davor werde nicht mehr viel passieren. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten rechnen im Juli mit einem Rückgang der Zahl der Beschäftigten ex Agrar von 60.000 gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote soll leicht auf 9,6 Prozent von 9,5 Prozent anziehen. Im Blick dürfte die Entwicklung im Privatsektor stehen. Hier gehen die Schätzungen weit auseinander, die Helaba spricht von einer Konsensschätzung von plus 90.000. Am Mittwoch war der ADP-Arbeitsmarktbericht etwas besser als erwartet ausgefallen und hatte Hoffnungen mit Blick auf den offiziellen Bericht geweckt. Die Zahlen am Nachmittag werden von Analysten als „kritisch“ eingestuft. Sollten sie enttäuschen rechnen zahlreiche Marktteilnehmer damit, dass die Federal Reserve in der kommenden Woche weitere Maßnahmen zur quantitativen Lockerung bekannt geben wird. Zuletzt waren bereits Stimmen aus dem Umfeld der amerikanische Notenbank laut geworden, die vor einer drohenden Deflation in den Vereinigten Staaten warnten. Nach Einschätzung der Helaba liegt charttechnisch betrachtet die entscheidende Hürde bei 1,3267 Dollar, welche in Reichweite liege. Auf der Unterseite als markant einzustufen sei die Zone um 1,3100 Dollar. Davor gebe 1,3140 Dollar Halt. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 1.196,20 Dollar nach einem Nachmittagsfixing mit 1.192,50 Dollar.

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