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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert knapp gehalten

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Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Montag im frühen Geschäft etwas leichter als am Freitag. Die Verluste in China belasten dabei etwas. Im Dezember sind die Exporte der größten asiatischen Volkswirtschaft deutlich langsamer gewachsen als erwartet. Vor Beginn der amerikanischrn Berichtssaison herrscht ein zurückhaltendes Geschäft.

          Etwas leichter tendiert der deutsche Aktienmarkt am Montag im frühen Geschäft. Die Verluste in China belasten dabei etwas. Im Dezember sind die Exporte der größten asiatischen Volkswirtschaft deutlich langsamer gewachsen als erwartet. Vor Beginn der amerikanischen Berichtssaison, die am Abend traditionell von Alcoa eingeläutet wird, herrscht ein zurückhaltendes Geschäft. Zudem stehen in der laufenden Woche noch Auktionen neuer Staatsanleihen zahlreicher europäischer Länder an, die ebenfalls zu einer vorsichtigen Haltung beitragen. Portugal etwa plant, am Mittwoch Langläufer zu platzieren. Hierbei könnte es nach Ansicht von Kreditanalysten zu Problemen kommen. Deutschland und Frankreich wollen Portugal einem Magazinbericht zufolge dazu drängen, möglichst bald unter den Euro-Rettungsschirm zu schlüpfen. Das finanziell angeschlagene Land werde nicht mehr lange Kredite am Kapitalmarkt aufnehmen können, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

          Der Dax verliert gegen 9.45 Uhr 0,5 Prozent oder 37 auf 6.911 Punkte. Den entscheidenden Widerstand im Dax bildet die Marke von 7.000 Punkten. „Oberhalb davon kommen immer wieder Verkäufer an den Markt“, so ein Händler. Unterstützungen werden bei 6.920 und 6.850 Punkten ausgemacht. Banken stehen unter Verkaufsdruck. Händler verweisen auf die dräuende Schuldenkrise an der Südflanke Europas. Commerzbank büßen knapp 2 Prozent auf 5,48 Euro, Deutsche Bank sinken um 1,2 Prozent auf 40,51 Euro. Allianz hat den Anteil an dem Versicherungskonzern China Pacific Insurance aufgestockt. Wie der Konzern am Samstag mitteilte, investierte er weitere 855 Millionen Dollar in die China Pacific Insurance und hält damit nun rund 2,8 Prozent der ausstehenden Aktien des chinesischen Versicherers. Die Allianz hatte sich im Rahmen des Börsengangs von China Pacific Insurance im Dezember 2009 an dem Lebensversicherer beteiligt. Allianz büßen 0,9 Prozent auf 90,06 Euro ein.

          Die Automobilwerte ziehen wegen der am Wochenende gestarteten „North American International Auto Show“ in Detroit die Aufmerksamkeit auf sich. Volkswagen will in diesem Jahr auf dem amerikanische Markt wachsen. Die Verkäufe sollen auf etwa 400.000 Wagen steigen. VW geben 0,6 Prozent auf 127,05 Euro nach. Singulus steigen dank Erhalt eines Auftrags für Solar-Fertigungsanlagen um 4,5 Prozent auf 4,39 Euro. Ein Händler spricht von einer Sentiment-Geschichte, wobei es positiv zu werten sei, dass das Unternehmen mit dem zweiten Standbein Solar offenbar auf dem richtigen Weg sei.

          Deutsche Anleihen verbuchen leichte Kursgewinne

          Die deutschen Staatsanleihen sind am Montag mit weiteren Kursgewinnen in die neue Handelswoche gegangen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen um 0,15 Prozent auf 126,32 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,868 Prozent. Experten rechnen auch im Tagesverlauf mit einer festen Tendenz am Rentenmarkt. Unterstützung dürften die deutschen Staatstitel zum einen von dem eher enttäuschenden amerikanische Arbeitsmarktbericht vom Freitag erhalten, heißt es in einer Tagesvorschau der HSH Nordbank. Zudem dürfte die Unsicherheit vor wichtigen Anleiheauktionen in Portugal, Spanien und Italien sichere Anlagen stützen. Den Bund-Future sieht die Landesbank im Tagesverlauf zwischen 125,90 und 126,68 Punkten.

          Euro nahe an Drei-Monats-Tief - Finanzierungssorgen belasten

          Der Euro hielt sich am Montagmorgen nahe an einem Drei-Monats-Tief gegenüber Dollar und Yen. Besorgnis, dass europäische Staaten bei ihren geplanten Anleiheauktionen Probleme haben werden, belasteten die europäische Gemeinschaftswährung. Der Euro wurde mit 1,2888 Dollar gehandelt, 0,2 Prozent schwächer als am Freitagabend. Ein Kursrutsch bei portugiesischen Anleihen in der vergangenen Woche hatte Sorgen geschürt, dass Portugal, Spanien und Italien bei den in den kommenden Tagen anstehenden Anleiheemissionen Finanzierungsschwierigkeiten bekommen könnten. „Der Markt preist offenbar eine weitere Verschlechterung bei den Staatsanleihen ein“, sagte Sean Callow, leitender Devisenstratege bei Westpac Banking Corp. in Sydney. „Die Portugal-Auktion am Mittwoch wird genau beobachtet werden“. Callow erwartet, dass sich der Euro weiter abschwächt. „Die Märkte werden wahrscheinlich zunehmend besorgter im Hinblick auf die anstehend Bond-Auktion in Portugal am Mittwoch und in Spanien am Donnerstag“, schrieb Gareth Berry, Devisenstratege bei der UBS AG in Singapur in einer Mitteilung an Investoren. UBS, der weltweit zweitgrößte Devisenhändler, empfahl am Montag, Investoren sollten den Euro bei 1,2900 Dollar verkaufen, mit einem Ziel bei 1,2450 Dollar und einer Stop-Loss- Order bei 1,3150 Dollar je Euro. Nach einem Bericht des Magazins Der Spiegel vom 8. Januar wollen Deutschland und Frankreich in dieser Woche Druck auf Portugal ausüben, ein Rettungspaket anzunehmen. Damit solle eine Ausbreitung der Probleme auf Länder wie Spanien und Belgien verhindert werden. „Experten“ in der deutschen und französischen Regierung seien der Meinung, Portugal sei nicht mehr lange in der Lage, Geld am Kapitalmarkt zu beschaffen, hieß es in der Spiegel-Informationen. Ein Sprecher des deutschen Finanzministeriums sagte am Sonntag, sein Land übe keinen Druck auf Portugal aus, den Rettungsfonds in Anspruch zu nehmen. Der Yen legte am Morgen 0,1 Prozent zum Euro zu auf 107,25 Yen je Euro. Gegenüber dem Dollar behauptete sich die japanische Währung bei 83,17 Yen je Dollar. Der Schweizer Franken stieg 0,3 Prozent zum Euro auf 1,2443 Franken. Zum Dollar gewann der Franken 0,1 Prozent auf 96,60 Rappen je Dollar.

          Börse in Tokio wegen Feiertag geschlossen

          Der Aktienmarkt in Tokio blieb am Montag wegen eines Feiertages geschlossen.

          Börsen in Südkorea schließen wegen Gewinnmitnahmen etwas leichter

          Gewinnmitnahmen haben den südkoreanischen Aktienmarkt am Montag etwas leichter schließen lassen. Der Kospi verringerte sich um 0,3 Prozent oder 5 auf 2.081 Punkte. Der Stratege Choi Kwang-hyeok von Hanwha Securities sagte, die Verkäufe ausländischer Anleger schienen Sorgen wegen des langsamen Wirtschaftswachstums in den Vereinigten Staaten widerzuspiegeln, in Südkorea scheine der Markt jedoch optimistisch zu bleiben. Bei bedeutenden Technologie- und Bankenaktien, die jüngst zu den führenden Gewinnern zählten, hätten Anleger Gewinne mitgenommen, hieß es. Für Samsung Electronics ging es um 0,4 Prozent abwärts auf 917.000 Won. Das Papier hatte im Dezember um fast 15 Prozent zugelegt, seit Mittwoch aber 4,3 Prozent verloren. Hynix Semiconductor fielen um 3,1 Prozent auf 25.300 Won und LG Display um 1,9 Prozent auf 38.850 Won. Im Bankensektor ging es für KB Financial um 2 Prozent nach unten auf 58.100 Won und für Shinhan Financial um 2,5 Prozent auf 50.700 Won. LG Electronics legten dagegen um 1,3 Prozent auf 115.000 Won zu, nachdem der Konzern mitgeteilt hatte, dass die Ergebnisse sich ersten Quartal wahrscheinlich unterstützt durch höhere Umsätze im Handy- und im Fernseher-Geschäft verbessern werden. Kia Motors stiegen um 2,4 Prozent auf 59.700 Won und Hyundai Motors schlossen unverändert bei 198.000 Won. Analysten sagten, dass bei den beiden Automobilherstellern für das laufende Jahr ein weiterer Anstieg der weltweiten Verkäufe erwartet werde.

          Börsen Chinas schließen nach Export-Enttäuschung schwach

          Der chinesische Aktienmarkt hat am Montag sehr schwach geschlossen, nachdem die Exportdaten für Dezember enttäuscht hatten. Der Schanghai-Composite fiel um 1,7 Prozent oder 15 auf 2.823 Punkte. In Hongkong ging es für den Hang-Seng-Index um 0,7 Prozent oder 159 auf 23.527 Punkte abwärts. Die chinesischen Exporte waren im Dezember 17,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor, während die Schätzung auf einen Anstieg um 24 Prozent gelautet hatte. Im November hatte das Plus 34,9 Prozent betragen. Der Analyst Ting Lu von Bank of America-Merrill Lynch sagte, die Daten deuteten auf eine „strukturelle“ Abkühlung des chinesischen Exportsektors hin. Bankenaktien litten unter Gewinnmitnahmen, nachdem drei Kreditinstitute in den letzten Tagen Refinanzierungspläne veröffentlicht haben. Die Industrial Bank hat am Samstag angekündigt, nachrangige Anleihen im Volumen von bis zu 15 Milliarden Yuan (2 Milliarden Euro) auszugeben, um strengeren Kapitalanforderungen zu genügen. Agricultural Bank of China und Minsheng Banking hatten am Freitag ähnliche Pläne bekannt gegeben. Industrial Bank fielen um 3,4 Prozent auf 25,61 Yuan und China Merchants Bank um 1,7 Prozent auf 13,02 Yuan, nachdem die Aktie am Freitag um 2,7 Prozent gestiegen war. In Hongkong verbuchten die meisten Standardwerte Abschläge von weniger als 1 Prozent, für Hang Seng Bank ging es allerdings um 2,5 Prozent abwärts auf 130,90 Hongkong-Dollar.

          Ölpreis hält sich auf sehr hohem Niveau

          Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar kostete am Montagmorgen 88,94 amerikanische Dollar. Das waren 91 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stieg um 62 Cent auf 93,95 Dollar. Händler begründeten die Preissteigerungen mit einem Leck in einer wichtigen Öl-Pipeline der Vereinigten Staaten . Die „Trans Alaska Pipeline“ war bereits am Wochenende wegen eines Lecks stillgelegt worden, was erheblichen Einfluss auf die Ölproduktion hatte. Die Pipeline befördert mehr als zehn Prozent der amerikanischen Produktion.

          Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

          Gute gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Freitag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 3,74 Punkte auf 2280,44 Zähler.

          Die Aktien von Genzyme sind am Freitagabend im nachbörslichen Geschäft in New York deutlich gestiegen. Gestützt hatte ein Bericht des „Wall Street Journal“, wonach das Biotech-Unternehmen mit Sanofi Aventis nun einen Deal auslotet, der Genzyme mit rund 80 Dollar je Aktie bewerten würde, sofern ein bestimmter Meilenstein erreicht werde. Gleichwohl könne der Deal noch scheitern, wie die Zeitung mit Verweis auf eine ungenannte Quelle berichtete. Sanofi strebt bereits seit dem vergangenen Sommer die Fusion mit Genzyme an und legte ein Angebot über 69 Dollar je Aktie vor. Genzyme hatte dieses als zu niedrig abgelehnt. Der Kurs der Aktie stieg um 4,2 Prozent auf 74,35 Dollar. Die Papiere von Verizon Communications wurden von Berichten beflügelt, dass der Telekomkonzern demnächst auch das iPhone anbieten werde. Am Freitag hatte Verizon Einladungen für eine Veranstaltung in der kommenden Woche in New York versandt. Nach verbreiteter Einschätzung soll dabei die Verfügbarkeit des iPhone in ihrem Netz bekannt gegeben werden. Die Aktie stieg um 2,4 Prozent auf 36,80 Dollar.

          Wall Street schloss am Freitag knapp behauptet

          An Wall Street haben die Aktienkurse am Freitag trotz eher enttäuschender Arbeitsmarktdaten und zurückhaltender Äußerungen des amerikanische Notenbankpräsidenten nur knapp im Minus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der 30 Industriewerte verlor 0,2 Prozent oder 23 auf 11.675 Punkte. Der S&P-500 gab um 0,2 Prozent oder 2 Punkte auf 1.271,5 nach. Der Nasdaq-Composite-Index fiel um 0,2 Prozent oder 7 Punkte auf 2.703. Gehandelt wurden dabei an der NYSE 1,09 (Donnerstag: 1,09) Milliarden Aktien. 1.302 Kursgewinnern standen 1.662 Kursverlierer gegenüber. Unverändert schlossen 130 Aktien. Der mit Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht der amerikanische Regierung für Dezember hatte überwiegend enttäuscht. Außerhalb der Landwirtschaft wurden lediglich 103.000 Stellen geschaffen, während Volkswirte mit einem Plus von 150.000 Stellen gerechnet hatten. Zumindest die Arbeitslosenquote ist jedoch auf 9,4 Prozent gesunken, hier lag der Konsens bei 9,7 Prozent.

          Daneben hatte Ben Bernanke, Präsident der Federal Reserve Bank, vor dem Haushaltsausschuss des Senats erneut auf die Euphoriebremse getreten. Bernanke hält die Erholung der Wirtschaft noch für zu schwach, um die hohe Arbeitslosigkeit deutlich zu senken. Die Fiskalpolitik solle daher die fragile Erholung berücksichtigen. Das Ankaufprogramm für Staatsanleihen will der Notenbanker regelmäßig überprüfen. Unter Druck standen allem Finanzwerte, nachdem ein Gericht in Massachusetts eine Entscheidung bestätigt hatte, wonach zwei Zwangsvollstreckungen von U.S. Bancorp und Wells Fargo unwirksam gewesen seien, weil die Banken nicht zeigen konnten, dass sie zum Zeitpunkt der Zwangsvollstreckung Inhaber der Hypotheken waren. Die Investoren befürchteten, dass diese Entscheidung Vorbildcharakter für ähnliche Fälle haben könnte, hieß es im Markt. J.P. Morgan Chase fielen um 1,9 Prozent auf 43,64 Dollar und Bank of America um 1,9 Prozent auf 14,25 Dollar.

          Gesucht waren im Dow vor allem Öltitel wie Exxon und Chevron und Pharmawerte wie Merck & Co sowie Pfizer. Sie gewannen zwischen 0,5 Prozent und 0,9 Prozent. Alcoa legten um 0,4 Prozent auf 16,42 Dollar zu. Der Aluminiumkonzern gibt am Montag den Startschuss für die Saison der Quartalsberichte in den Vereinigten Staaten . Mit Intel am Donnerstag und J.P. Morgan am Freitag folgen zwei weitere Schwergewichte. Sollten die Geschäftszahlen und vor allem die Ausblicke auf die kommenden Quartale belegen, dass die Konjunktur in den Vereinigten Staaten anzieht, dann könnte sich laut Händlern der jüngste Aufwärtstrend der Aktien fortsetzen. Aktien der Borders Group stiegen um 7 Prozent auf 0,92 Dollar. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge hat die amerikanische Buchhandelskette Gespräche über eine Restrukturierung begonnen. Wie die Zeitung unter Berufung auf Kreise berichtet, gibt es keine Pläne für eine geordnete Insolvenz des Unternehmens.

          Amerikanische Anleihen verbuchten am Freitag Kursgewinne

          Die amerikanischen Anleihen notieren am Freitag im späten Geschäft in New York freundlich. Die schlechter als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten für Dezember haben für teilweise deutliche Kursaufschläge gesorgt. Auch zurückhaltende Äußerungen des Notenbank-Präsidenten Ben Bernanke stützten. Selbst der zunächst länger im Minus verharrende 30-jährige Staatsanleihe drehte im Verlauf noch ins Plus. Die Kurse zehnjähriger Staatsanleihen mit einem Kupon von 2,625 Prozent stiegen um 19/32 auf 94-6/32. Die Papiere rentierten mit 3,326 Prozent, nach 3,395 Prozent am Donnerstag. Der Kurs der mit 4,250 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe gewann 14/32 auf 96-5/32. Ihre Rendite fiel von 4,512 auf 4,486 Prozent. Der amerikanische Arbeitsmarkt kommt entgegen der mit den ADP-Daten vom Mittwoch verbreiteten Hoffnung nur langsam aus der Krise - was die Anleihekurse stützt. Wie das amerikanische Arbeitsministerium berichtete, stieg im Dezember die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft lediglich um 103.000, während Volkswirte einen Stellenzuwachs um 150.000 erwartet hatten. Zugleich wurden aber die Angaben für den Vormonat auf ein Stellenplus von 71.000 statt zuvor 39.000 nach oben korrigiert.

          Auch ähnlich gestimmte Aussagen des amerikanischen Notenbank-Präsidenten Ben Bernanke beflügelten. Dieser hatte vor dem Haushaltsausschuss des Senats trotz guter Wachstumsaussichten vor einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit gewarnt. „Bei einer Verbesserung in diesem Tempo könnten vier bis fünf Jahre vergehen, bis der Arbeitsmarkt sich vollends normalisiert“, so Bernanke. „Der Arbeitsmarktbericht war viel schwächer als erwartet und auch Ben war sehr vorsichtig mit Blick auf die Konjunktur“, kommentierte Thomas Roth, Händler bei Mitsubishi UFJ Securities. Niedrige Renditen und Geldmengenausweitung würden deshalb noch eine Weile den Markt bestimmen, fügte er hinzu. Dass der 30-jährige Staatsanleihe lange Zeit dem Markt hinterherlief, begründeten Händler mit den in der nächsten Woche anstehenden Auktionen im Gesamtwert von 66 Milliarden Dollar, bei denen die Langläufer den größten Anteil trügen.

          Lateinamerikas Börsen schlossen am Freitag uneinheitlich

          Die wichtigeren lateinamerikanischen Börsen haben die Woche am Freitag mehrheitlich mit Verlusten beendet. Im brasilianischen São Paulo gab der Index der Bovespa-Börse (Ibovespa) um 532,27 Punkte oder 0,75 Prozent auf 70 018,86 Zähler nach. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt verbesserte sich kaum merklich um 11,19 Punkte oder 0,03 Prozent auf 38 600,86 Punkte. Der Merval-Index in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires verlor um 57,18 Punkte oder 1,58 Prozent auf 3546,26.

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