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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert knapp gehalten

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Die amerikanischen Anleihen notieren am Freitag im späten Geschäft in New York freundlich. Die schlechter als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten für Dezember haben für teilweise deutliche Kursaufschläge gesorgt. Auch zurückhaltende Äußerungen des Notenbank-Präsidenten Ben Bernanke stützten. Selbst der zunächst länger im Minus verharrende 30-jährige Staatsanleihe drehte im Verlauf noch ins Plus. Die Kurse zehnjähriger Staatsanleihen mit einem Kupon von 2,625 Prozent stiegen um 19/32 auf 94-6/32. Die Papiere rentierten mit 3,326 Prozent, nach 3,395 Prozent am Donnerstag. Der Kurs der mit 4,250 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe gewann 14/32 auf 96-5/32. Ihre Rendite fiel von 4,512 auf 4,486 Prozent. Der amerikanische Arbeitsmarkt kommt entgegen der mit den ADP-Daten vom Mittwoch verbreiteten Hoffnung nur langsam aus der Krise - was die Anleihekurse stützt. Wie das amerikanische Arbeitsministerium berichtete, stieg im Dezember die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft lediglich um 103.000, während Volkswirte einen Stellenzuwachs um 150.000 erwartet hatten. Zugleich wurden aber die Angaben für den Vormonat auf ein Stellenplus von 71.000 statt zuvor 39.000 nach oben korrigiert.

Auch ähnlich gestimmte Aussagen des amerikanischen Notenbank-Präsidenten Ben Bernanke beflügelten. Dieser hatte vor dem Haushaltsausschuss des Senats trotz guter Wachstumsaussichten vor einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit gewarnt. „Bei einer Verbesserung in diesem Tempo könnten vier bis fünf Jahre vergehen, bis der Arbeitsmarkt sich vollends normalisiert“, so Bernanke. „Der Arbeitsmarktbericht war viel schwächer als erwartet und auch Ben war sehr vorsichtig mit Blick auf die Konjunktur“, kommentierte Thomas Roth, Händler bei Mitsubishi UFJ Securities. Niedrige Renditen und Geldmengenausweitung würden deshalb noch eine Weile den Markt bestimmen, fügte er hinzu. Dass der 30-jährige Staatsanleihe lange Zeit dem Markt hinterherlief, begründeten Händler mit den in der nächsten Woche anstehenden Auktionen im Gesamtwert von 66 Milliarden Dollar, bei denen die Langläufer den größten Anteil trügen.

Lateinamerikas Börsen schlossen am Freitag uneinheitlich

Die wichtigeren lateinamerikanischen Börsen haben die Woche am Freitag mehrheitlich mit Verlusten beendet. Im brasilianischen São Paulo gab der Index der Bovespa-Börse (Ibovespa) um 532,27 Punkte oder 0,75 Prozent auf 70 018,86 Zähler nach. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt verbesserte sich kaum merklich um 11,19 Punkte oder 0,03 Prozent auf 38 600,86 Punkte. Der Merval-Index in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires verlor um 57,18 Punkte oder 1,58 Prozent auf 3546,26.

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