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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert knapp gehalten

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Euro nahe an Drei-Monats-Tief - Finanzierungssorgen belasten

Der Euro hielt sich am Montagmorgen nahe an einem Drei-Monats-Tief gegenüber Dollar und Yen. Besorgnis, dass europäische Staaten bei ihren geplanten Anleiheauktionen Probleme haben werden, belasteten die europäische Gemeinschaftswährung. Der Euro wurde mit 1,2888 Dollar gehandelt, 0,2 Prozent schwächer als am Freitagabend. Ein Kursrutsch bei portugiesischen Anleihen in der vergangenen Woche hatte Sorgen geschürt, dass Portugal, Spanien und Italien bei den in den kommenden Tagen anstehenden Anleiheemissionen Finanzierungsschwierigkeiten bekommen könnten. „Der Markt preist offenbar eine weitere Verschlechterung bei den Staatsanleihen ein“, sagte Sean Callow, leitender Devisenstratege bei Westpac Banking Corp. in Sydney. „Die Portugal-Auktion am Mittwoch wird genau beobachtet werden“. Callow erwartet, dass sich der Euro weiter abschwächt. „Die Märkte werden wahrscheinlich zunehmend besorgter im Hinblick auf die anstehend Bond-Auktion in Portugal am Mittwoch und in Spanien am Donnerstag“, schrieb Gareth Berry, Devisenstratege bei der UBS AG in Singapur in einer Mitteilung an Investoren. UBS, der weltweit zweitgrößte Devisenhändler, empfahl am Montag, Investoren sollten den Euro bei 1,2900 Dollar verkaufen, mit einem Ziel bei 1,2450 Dollar und einer Stop-Loss- Order bei 1,3150 Dollar je Euro. Nach einem Bericht des Magazins Der Spiegel vom 8. Januar wollen Deutschland und Frankreich in dieser Woche Druck auf Portugal ausüben, ein Rettungspaket anzunehmen. Damit solle eine Ausbreitung der Probleme auf Länder wie Spanien und Belgien verhindert werden. „Experten“ in der deutschen und französischen Regierung seien der Meinung, Portugal sei nicht mehr lange in der Lage, Geld am Kapitalmarkt zu beschaffen, hieß es in der Spiegel-Informationen. Ein Sprecher des deutschen Finanzministeriums sagte am Sonntag, sein Land übe keinen Druck auf Portugal aus, den Rettungsfonds in Anspruch zu nehmen. Der Yen legte am Morgen 0,1 Prozent zum Euro zu auf 107,25 Yen je Euro. Gegenüber dem Dollar behauptete sich die japanische Währung bei 83,17 Yen je Dollar. Der Schweizer Franken stieg 0,3 Prozent zum Euro auf 1,2443 Franken. Zum Dollar gewann der Franken 0,1 Prozent auf 96,60 Rappen je Dollar.

Börse in Tokio wegen Feiertag geschlossen

Der Aktienmarkt in Tokio blieb am Montag wegen eines Feiertages geschlossen.

Börsen in Südkorea schließen wegen Gewinnmitnahmen etwas leichter

Gewinnmitnahmen haben den südkoreanischen Aktienmarkt am Montag etwas leichter schließen lassen. Der Kospi verringerte sich um 0,3 Prozent oder 5 auf 2.081 Punkte. Der Stratege Choi Kwang-hyeok von Hanwha Securities sagte, die Verkäufe ausländischer Anleger schienen Sorgen wegen des langsamen Wirtschaftswachstums in den Vereinigten Staaten widerzuspiegeln, in Südkorea scheine der Markt jedoch optimistisch zu bleiben. Bei bedeutenden Technologie- und Bankenaktien, die jüngst zu den führenden Gewinnern zählten, hätten Anleger Gewinne mitgenommen, hieß es. Für Samsung Electronics ging es um 0,4 Prozent abwärts auf 917.000 Won. Das Papier hatte im Dezember um fast 15 Prozent zugelegt, seit Mittwoch aber 4,3 Prozent verloren. Hynix Semiconductor fielen um 3,1 Prozent auf 25.300 Won und LG Display um 1,9 Prozent auf 38.850 Won. Im Bankensektor ging es für KB Financial um 2 Prozent nach unten auf 58.100 Won und für Shinhan Financial um 2,5 Prozent auf 50.700 Won. LG Electronics legten dagegen um 1,3 Prozent auf 115.000 Won zu, nachdem der Konzern mitgeteilt hatte, dass die Ergebnisse sich ersten Quartal wahrscheinlich unterstützt durch höhere Umsätze im Handy- und im Fernseher-Geschäft verbessern werden. Kia Motors stiegen um 2,4 Prozent auf 59.700 Won und Hyundai Motors schlossen unverändert bei 198.000 Won. Analysten sagten, dass bei den beiden Automobilherstellern für das laufende Jahr ein weiterer Anstieg der weltweiten Verkäufe erwartet werde.

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