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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert knapp behauptet

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Nach den vorangegangenen herben Kursverlusten ist der deutsche Aktienmarkt kaum verändert in die neue Woche gestartet. Gestützt werden die Kurse von einer Erholung der hoch gewichteten Versorger. Auch andere als defensiv geltende Titel legen deutlicher zu.

          Nach den vorangegangenen herben Kursverlusten ist der deutsche Aktienmarkt kaum verändert in die neue Woche gestartet. Gestützt werden die Kurse von einer Erholung der hoch gewichteten Versorger. Auch andere als defensiv geltende Titel legen deutlicher zu. Finanzwerte und Zykliker setzen hingegen ihre Talfahrt der vorangegangenen Handelstage fort. Bis 9.56 Uhr verliert der Dax 2 Punkte auf 6.038. Charttechnisch liegt die nächste Unterstützung für den Leitindex zunächst bei der „runden“ Marke von 6.000 Punkten, die folgende Anlaufmarke findet sich um 5.885 Punkte. Widerstand tut sich im Bereich von 6.094 Punkten und 6.140 Punkten auf. Für den MDax geht es um 0,4 Prozent auf 8.107 Punkte nach unten. Der TecDax gibt um 0,5 Prozent auf 771 Punkte nach.

          „Der Markt ist angeschlagen. Die sich nach dem Auslaufen der Stimuliprogramme verdüsternden amerikanische Konjunkturdaten signalisieren eine neuerliche Schwäche der größten Volkswirtschaft der Welt“, sagt ein Händler. Noch dazu seien S&P-500, Euro-Stoxx-50 und Dax an die oberen Begrenzungen ihrer alten Handelsspannen herangelaufen, „über die uns dann auch die zunächst überraschend guten Unternehmensberichte nicht hinweg katapultiert haben“. Dies habe dazu geführt, dass nunmehr auch die Quartalsberichte kritischer unter die Lupe genommen würden. Konjunkturdaten aus ersten Reihe stehen im Tagesverlauf nicht auf der Agenda. Am Nachmittag wird aus den Vereinigten Staaten lediglich der vom Branchenverband NAHB ermittelte Stimmungsindex der Bauunternehmen im Juli erwartet. Ökonomen rechnen im Mittel ihrer Prognosen mit einem Rückgang auf 16 Punkte von 17 Punkten im Vormonat. Darüber hinaus wird Spanien das Volumen nennen, das die Iberer am Dienstag im Rahmen einer Auktion von Staatsanleihen mit Laufzeiten von 12 und 18 Monaten erzielen wollen. nach der Schlussglocke an Wall Street wird am Abend nach IBM seine Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. Analysten erwarten, dass „Big Blue“ in diesem Zeitraum einen Gewinn von 2,58 Dollar je Aktie erwirtschaftet haben wird.

          Eon steigen um 0,8 Prozent auf 21,93 Euro und RWE um 0,4 Prozent auf 52,55 Euro. Damit verhindern die beiden im Dax hoch gewichteten Versorger stärkere Kursverluste des Leitindex. Die als ebenfalls defensiv geltenden Henkel legen um 0,9 Prozent auf 38,90 Euro zu, Fresenius um 0,8 Prozent auf 54,22 Euro. Größter Verlierer sind dagegen MAN, für die es um 1,7 Prozent auf 71,31 Euro nach unten geht. BMW geben ebenfalls wegen Gewinnmitnahmen um 1,2 Prozent auf 41,64 Euro nach und Daimler um 1,5 Prozent auf 42,42 Euro. Nachrichten mit Kurspotential für einzelne Aktien sind zu Wochenbeginn rar. Allerdings rücken Heidelberger Druck nach Auftragszahlen für das erste Quartal um 4,7 Prozent auf 7,64 Euro vor. „Das Plus von 43 Prozent auf Jahressicht dürfte die Prognosen der meisten Analysten sicher übertreffen“, sagt ein Börsianer. Messen in Großbritannien und auf dem Wachstumsmarkt Brasilien hätten positive Wirkung gezeigt. Heidelberger Druck hätten sich auf Wochen- und Monatssicht deutlich schlechter entwickelt als der Gesamtmarkt und somit „Nachholpotential“. ThyssenKrupp steigen um 1,3 Prozent auf 21,82 Euro. Die Analysten von Cheuvreux haben die Aktien des Stahlkochers Händlern zufolge auf „Outperform“ von „Underperform“ heraufgestuft.

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