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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert kaum verändert

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Die Investoren am Aktienmarkt haben am Freitagmorgen ihr Geld zusammengehalten. „Es gibt kaum Nachrichten, die heute morgen zum Handeln mit Aktien animieren“, sagte ein Händler. „Alle warten auf 14:30 Uhr, wenn die amerikanischen Arbeitsmarktdaten für November veröffentlicht werden.“

          Nach dem kräftigen Aufschwung vom Vortag und vor dem für den Nachmittag angekündigten amerikanischen Arbeitsmarktbericht für November ist deutsche Aktienmarkt knapp behauptet in den Freitag gestartet. Bis 9.45 Uhr verliert der Dax 0,1 Prozent oder 5 auf 6.953 Punkte. Auf Tagessicht ist der deutsche Leitindex bei 6.880 Punkten unterstützt, bei 6.959 Punkten liegt ein Widerstand. Für den MDax geht es um 3 auf 9.762 Punkte nach unten, der TecDax notiert beim Vortagesschluss von 800 Punkten.

          Höhepunkt auf der Konjunkturdatenagenda ist der Bericht zur Beschäftigungslage in den Vereinigten Staaten im vergangenen Monat. Volkswirte erwarten im Mittel ihrer Prognosen ein Plus von 144.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft. Und nach der positiven Überraschung durch den ADP-Arbeitsmarktbericht zur Wochenmitte hält Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen auch das Enttäuschungspotential für gering. Allerdings dürfte die Arbeitslosenquote trotz des Stellenzuwachses Ökonomen zufolge auf dem Vormonatswert von 9,6 Prozent stagniert haben. Die Dynamik am amerikanische Arbeitsmarkt reiche derzeit lediglich dafür, neu auf den Beschäftigungsmarkt Drängende aufzunehmen.

          Darüber hinaus wird der ISM-Index für den amerikanische Dienstleistungssektor erwartet. Hier rechnen Volkswirte im Mittel ihrer Prognosen für November mit einem Anstieg auf 55,0 von 54,3 Punkten im Oktober. Schließlich steht noch der Auftragseingang der Industrie der größten Volkswirtschaft der Welt im Oktober auf dem Programm. Ökonomen erwarten mit Blick auf diese makroökonomische Kennziffer einen Rückgang um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Wie die Indizes bewegen sich auch die Kurse der Einzelwerte in homöopathischen Dosen. Im Dax weichen lediglich vier Titel um mehr als 1 Prozent von ihrem Vortagsschluss ab. So legen Deutsche Börse um 1,1 Prozent auf 49,10 Euro zu. Die zuletzt wieder gestiegene Nervosität der Anleger hat dem Börsenbetreiber im vergangenen Monat ein gutes Geschäft beschert. Weiter auf der Überholspur fahren die deutschen Automobilhersteller.

          BMW, bislang Tagesgewinner, verteuern sich um 1,6 Prozent auf 64,84 Euro und VW um 0,5 Prozent auf 130,80 Euro. HeidelbergCement, derzeit Inhaber der „roten Laterne“, fallen hingegen um 1,8 Prozent auf 44,82 Euro zurück. Die Aktie des Zementherstellers hat zuletzt überdurchschnittlich hinzugewonnen. Ansonsten entwickeln sich als eher defensiv geltende Aktien unterdurchschnittlich, FMC fallen um 1 Prozent auf 45,33 Euro zurück und Eon um 0,9 Prozent auf 22,33 Euro. In der zweiten Reihe legen MTU Aero Engines um 1,7 Prozent auf 47,95 Euro zu. Die Analysten der UBS haben das Kursziel für den Triebwerkshersteller auf 58 von 50 Euro angehoben. Die angekündigte Modernisierung des Airbus A320 sei eine sehr gute Nachricht für das Unternehmen, heißt es. Lanxess geben um 1,3 Prozent auf 57,55 Euro nach. Die Papiere des Spezialchemieherstellers haben am Donnerstag ein neues Allzeithoch von 58,33 Euro markiert, zum Wochenausklang präsentiert sich das Unternehmen auf der Merrill Lynch European Chemical Conference 2010.

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