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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert gut behauptet

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Nach dem Kursrutsch zum Wochenbeginn tendiert der Dax am Dienstag gut gehalten. In Asien war die Kurstafel allerdings am Morgen tiefrot. Die Sorgen um die Schuldenkrise dürften den Markt weiter im Klammergriff halten. Im Fokus der Anleger stehen daneben die Zahlen von ThyssenKrupp und die Daten zum Chicago-Einkaufsmanagerindex sowie dem amerikanischen Verbrauchervertrauen.

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          Nach den kräftigen Verlusten am deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn stabilisieren die Kurse sich am Dienstagmorgen. Der Dax steigt bis 9.44 Uhr um 0,2 Prozent oder 11 Punkte auf 6.709. Gestützt werde die Stimmung von der Stabilisierung an der Wall Street im späten Geschäft. „Außerdem fällt der Euro wenigstens nicht mehr weiter“, sagt ein Händler. Viele Anleger dürften bereits auf neue amerikanische Konjunkturdaten warten. Am Nachmittag stehen das Verbrauchervertrauen, der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago und der Case-Shiller-Hauspreisindex zur Veröffentlichung an. Aus technischer Sicht gilt der Dax beim mittelfristigen Aufwärtstrend um 6.600 Punkte unterstützt. Im Bereich der jüngsten Jahreshochs um 6.900 Punkte sehen Marktteilnehmer einen Widerstand.

          ThyssenKrupp sind mit einem Minus von 2,1 Prozent auf 28,93 Euro schwächstes Dax-Mitglied. Der am Morgen veröffentlichte Geschäftsausblick des Stahlherstellers wird von Marktteilnehmern und Analysten tendenziell positiv beurteilt und die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr entsprachen den Erwartungen. Händlern zufolge leidet die Aktie aber unter Gewinnmitnahmen, nachdem der Kurs seit Anfang Oktober um mehr als 20 Prozent zugelegt hat. „Da gibt es Verkäufe nach dem Motto sell the facts“, sagt ein Händler. Henkel setzen sich mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 47,32 Euro an die Spitze des Dax. In der zweiten Reihe brechen Hugo Boss dagegen nachrichtenlos um 5,7 Prozent auf 43,62 Euro ein. Hochtief stehen mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent auf 57,47 Euro an der Spitze des MDax. Am Markt wird zur Erklärung auf die Genehmigung des Übernahmegebots von ACS für Hochtief durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vom Vorabend verwiesen. Phoenix Solar kosten 24,40 Euro und damit 3,4 Prozent mehr als zum Vortagesschluss. Das Unternehmen hat einem Händler zufolge einen „überdurchschnittlich großen“ Auftrag erhalten. Ein wahrscheinlicherer Grund für den Kursanstieg seien jedoch Anschlusskäufe, nachdem UBS die Aktie am Vortag zum Kauf empfohlen hat.

          Deutsche Anleihen verzeichnen leichte Kursgewinnen

          Die deutschen Staatsanleihen sind am Dienstag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future legte am Morgen um 0,16 Prozent auf 127,27 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,677 Prozent. Die Konkretisierung des Hilfspakets für Irland vom Wochenende führte bisher aus Sicht der HSH Nordbank zu keiner nachhaltigen Entspannung der Situation. Die Risikoaufschläge spanischer und italienischer Staatsanleihen zu Bundesanleihen hatten am Montag den höchsten Stand seit Einführung des Euro erreicht. Damit steige die Gefahr von Ansteckungseffekten, denn die steigenden Zinskosten setzten auch andere Länder der Peripherie unter Druck. Der Bund-Future tauge dabei immer weniger als Hort der Sicherheit für die Anleger. Das Bankhaus erwartet den Future im Tagesverlauf zwischen 126,50 und 127,50 Punkten.

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