https://www.faz.net/-gv6-156bi

Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert gut behauptet

  • Aktualisiert am

Der Dax ist gut behauptet in die neue Woche gestartet. Stützend wirkte laut Händlern, dass eine ganze Reihe an Übernahmegeschichten im Markt sei. Das schaffe jede Menge Fantasie, hieß es. Auf der anderen Seite dürfte es nach dem Kursplus der vergangenen Woche auch zu leichten Gewinnmitnahmen kommen.

          Die übergeordnet gute Stimmung am deutschen Aktienmarkt setzt sich am Montag durch. Nach minimalen Verlusten zur Eröffnung sind die Notierungen wieder leicht ins Plus gedreht. Bis 9.57 Uhr gewinnt der Dax 0,2 Prozent oder 13 auf 7.193 Punkte und notiert damit gut behauptet. Ein Test der 7.200er-Marke sei drin, so Händler. Die zu Grunde liegenden Treiber im Dax setzten sich durch, so ein Händler: „Das sind zum einen Umschichtungen aus Renten in Aktien und zum anderen ist es die günstige Situation an den amerikanischen Börsen“, ergänzt er. Dort haben Dow und Dow Transportation am Freitag neue Jahreshochs markiert, das gilt nach der Dow-Theorie als bullisches Signal. Außerdem steht der Russel-200 nur noch knapp unter seinem Allzeit-Hoch. Gestützt werde die Stimmung auch von weiteren guten Konjunkturdaten aus China. Der Non-Manufacturing-PMI ist im März von knapp 50 auf über 60 gestiegen. Der positive Trend im deutschen Maschinenbau setzt sich derweil fort. Im Februar ist die Zahl der Aufträge real um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In der Euro-Zone werden noch Erzeugerpreise um 11.00 Uhr mitgeteilt. Aus technischer Sicht sei der Dax nun beim gebrochenen Abwärtstrend bei etwa 7.050 Punkten unterstützt. Der kurzfristige Aufwärtstrendkanal zeige zunächst Potential bis 7.290 Punkte.

          Mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 49,32 Euro liegen FMC an der Spitze der Gewinner im Dax. FMC hat den angekündigten Vertrag zum Behandeln von Dialyse-Patienten in Abu Dhabi nun abgeschlossen. „Wichtiger ist, dass der Medicare-Payment-Cut in den Vereinigten Staaten erst einmal nicht kommt“, so ein Händler. Ein Verringerung der Ausgaben hätte die Dialyse-Unternehmen 240 Millionen Dollar im Jahr gekostet, heißt es. Keine Reaktion zeigt der Autosektor auf gute amerikanische Absatzzahlen. Die deutschen Hersteller haben den Absatz im März alle zweistellig steigern können. „Allerdings haben die Titel bereits am Freitag im Vorfeld der Zahlen stark zugelegt“, so ein Marktteilnehmer. Daimler notieren unverändert, VW legen 0,5 Prozent zu, während BMW deutlicher 1,1 Prozent auf 60,56 Euro verlieren. Weiter nach oben geht es mit Vossloh; die Aktie gewinnt 3,5 Prozent auf 99,75 Euro. Grund sei ein Bericht, nach dem Knorr-Bremse-Eigner Heinz Herrmann Thiele weiter zukaufe und nahe an 10 Prozent sei. Eine Übernahme durch Thiele gilt allerdings als wenig wahrscheinlich. Auch Tognum können kräftig zulegen. Die ING mit ihren 9 Prozent Anteil an dem Unternehmen halte das Angebot von Daimler und Rolls-Royce für zu niedrig. „Das heizt die Bewertungs-Diskussion wieder an“, so eine Marktteilnehmerin. Tognum ziehen 1,4 Prozent auf 25,76 Euro an. Lanxess gewinnen 3,8 Prozent auf 56,78 Euro. Im Handel ist von Übernahmefantasie im Sektor die Rede, nachdem Solvay eine „üppige Prämie“ für Rhodia geboten hat. Symrise ziehen 0,8 Prozent an. Nach einer Kaufempfehlung durch Merrill Lynch rücken Stada 3,4 Prozent auf 28,30 Euro vor.

          Deutsche Anleihen verbuchen Kursgewinne zur Eröffnung

          Weitere Themen

          Ölpreise steigen um bis zu 20 Prozent

          Angriff auf Saudi-Arabien : Ölpreise steigen um bis zu 20 Prozent

          Die Drohnenattacken auf das Zentrum der saudischen Ölindustrie haben auch an der Börse spürbare Folgen. Die beiden wichtigsten Ölsorten der Welt kosten nun etwa zehn Prozent mehr als vor dem Angriff – laut einem Analysten wurden 5 Prozent der Weltproduktion vernichtet.

          Topmeldungen

          Björn Höcke beim Wahlkampfauftakt der AfD Thüringen

          AfD-Wahlkampf in Thüringen : „Extrem bürgerlich“

          Beim Wahlkampfauftakt der Thüringer AfD in Arnstadt versucht die Partei, sich ein bürgerlich-konservatives Image zu geben. Doch vor allem die Aussagen eines Redners lassen daran Zweifel aufkommen – und es ist nicht Björn Höcke.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.