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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert gehalten

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Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag an die Gewinne vom Freitag zunächst angeknüpft, ist aber rasch abgerutscht. Nach den ersten Handelsminuten verliert der Leitindex Dax 0,16 Prozent auf 7050 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,41 Prozent auf 10 133 Punkte zu. Der TecDax gab um 0,16 Prozent auf 869 Punkte nach.

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          Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag an die Gewinne vom Freitag zunächst angeknüpft, ist aber rasch abgerutscht. Nach den ersten Handelsminuten verliert der Leitindex Dax 0,16 Prozent auf 7050 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,41 Prozent auf 10 133 Punkte zu. Der TecDax gab um 0,16 Prozent auf 869 Punkte nach.

          Auf Unternehmensseite standen die Aktien von Siemens nach Zahlen des niederländischen Elektronikkonzerns Philips Electronics im Blick. Philips profitierte im vierten Quartal zwar erneut von der Profitabilität seines Gesundheits- und Lichtgeschäfts und erzielte ein kräftiges Gewinnplus. Sorgenkind blieb indes erneut das Fernsehgeschäft, das in der Konsumelektroniksparte zu einem Umsatzrückgang führte. Siemens-Aktien legten als einer der Dax-Favoriten um 1,23 Prozent auf 93,50 Euro zu. Händler verwiesen zudem auf eine Branchenstudie von Goldman Sachs vom vergangenen Freitag, die noch positiv nachwirken könnte.

          Für Anteilsscheine des Metro-Konzerns ging es um 1,46 Prozent auf 53,500 Euro aufwärts. Hier verwiesen Börsianer auf einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ), wonach Jürgen Kluge, Vorstandsvorsitzender der Unternehmensgruppe Franz Haniel & Cie, Pläne zu einem schnellen Umbau des Traditionshauses offenbar zurückgestellt hat. Bei dem Schuldenstand des Unternehmens wolle es sich Haniel nicht leisten, Firmen zu erwerben, ohne andere Anteile zu verkaufen, zitierte das Blatt den Manager. Überlegungen zum Verkauf von Anteilen am Handelsunternehmen Metro, um finanziellen Spielräume zu gewinnen, seien „nicht aktuell“, sagte Kluge.

          Bei der Commerzbank berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus“, der Bund wolle sich schneller aus der Bank zurückziehen als bisher bekannt. Darüber hinaus teilte die teilverstaatlichte Bank mit, sie habe mit der Umstrukturierung ihres Eigenkapitals einen Sondergewinn in dreistelliger Millionenhöhe eingestrichen. Dass die Aktie mit einem Minus von 0,89 Prozent auf 5,704 Euro dennoch zu den schwächsten Werten gehörte, erklärte ein Börsianer damit, dass die Aktien aus der Kapitalerhöhung an diesem Montag in die Depots
          eingebucht wurden und im Zuge dessen teilweise Gewinne realisiert wurden.

          Aktien der Douglas Holding legten um 1,51 Prozent auf 39,600 Euro zu. Hier berichtete der „Focus“, der Gründer und Chef der Drogeriemarktkette Müller, Erwin Müller, habe seine Beteiligung an Douglas von 6,35 Prozent auf mehr als zehn Prozent aufgestockt. Müller kündigte an: „Ich will zweitgrößter Aktionär werden und schließe nicht aus, dass wir in den nächsten Monaten bereits bei 15 Prozent sind.“ Nach Ansicht eines Händlers sollte die Nachricht den Douglas-Kurs „auf jeden Fall stützten.“

          Beim Reisekonzern Tui gab es ebenfalls Berichte über eine mögliche Aufstockung. Hier verwiesen Börsianer auf einen Medienbericht, der sich wiederum auf unternehmensnahe Kreise beruft. Demnach könnte der Erlös aus der Trennung von Anteilen an Hapag-Lloyd in eine Aufstockung der Beteiligung an Tui Travel investiert werden. Tui-Papiere fielen um 0,44 Prozent auf 10,270 Euro zurück. Wincor Nixdorf legten nach Zahlen zum ersten Quartal um 0,70 Prozent auf 58,650 Euro zu. Die Zahlen waren laut Händlereinschätzung etwas besser als erwartet ausgefallen.

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