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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert freundlich

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Positiv aufgenommene Quartalsergebnisse von Siemens sorgen am Dienstag im frühen Aktienhandel für eine freundliche Entwicklung des Dax-Index. Er knüpft an die positiven Kursvorgaben aus dem späten Handel an Wall Street an.

          Positiv aufgenommene Quartalsergebnisse von Siemens sorgen am Dienstag im frühen Aktienhandel für einen steigenden Dax. Gegen 9.25 Uhr legt der Leitindex um 0,2 Prozent oder 16 Punkte auf 7.084 zu. Damit setzt der Dax auch positive Kursvorgaben aus dem späten Handel an Wall Street fort. Dort war der Dow-Jones-Index auf den höchsten Stand seit dem 20. Juni 2008 gestiegen. Technisch unterstützt ist der Dax bei 7.000 Punkten, Widerstand bietet das Jahreshoch vom Mittwoch bei 7.165. Im weiteren Verlauf dürfte sich der Fokus in Richtung Vereinigten Staaten verlagern. Gegen 15.00 Uhr MEZ tritt in Washington der so genannte Offenmarktausschuss der Notenbank zusammen. Die Sitzung dauert bis Mittwoch. Mit einer Änderung der Leitzinsen rechnen die Finanzmärkte nicht. Die Aussagen zur Inflation, Staatsverschuldung, Konjunktur und zum Arbeitsmarkt dürften aber genauestens auf Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Federal Reserve analysiert werden.

          Siemens ziehen um 1,5 Prozent auf 95,20 Euro an. Damit stützen sie auch den Dax, in dem die Aktie mit einem Anteil von 10 Prozent der am schwersten gewichtete Titel ist. Die Münchener haben im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 mit Auftragseingang, Umsatz und Gewinn die Konsensprognosen übertroffen. „Wir werten die Zahlen als wirklich positive Nachricht“, meint Eerik Budarz von Silvia Quandt Research und rät zum Kauf der Aktie. Siemens habe das beste Quartal seit Jahren hingelegt. MAN legen um 1,2 Prozent auf 84,30 Euro zu. Laut Händlern hat die DZ Bank das Papier, das jüngst stark gefallen ist, auf „Kaufen“ von „Verkaufen“ hochgestuft. Bei Henkel, die um 1,6 Prozent auf 44,26 Euro nachgeben, sprechen Händler von einer stark eingetrübten charttechnischen Lage nach der jüngsten starken Kurskorrektur. EADS steigen um 0,7 Prozent auf 20,70 Euro, nachdem die Bank J.P. Morgan das Kursziel erhöht hat und weiter zum Übergewichten der Aktie rät. Eine Abstufung auf „Untergewichten“ von „Übergewichten“ durch Morgan Stanley lastet nicht auf den Aktien des Hamburger Hafenbetreibers HHLA, die auf der Stelle treten. Die Papiere waren bereits am Montagnachmittag unter Druck geraten. Wincor Nixdorf handeln 2,6 Prozent oder 1,47 Euro niedriger bei 55,18 Euro. Der Abschlag ist jedoch der Ausschüttung einer Dividende von 1,70 Euro je Aktie geschuldet. Bereinigt um diesen Abschlag läge die Aktie etwas fester im Markt.

          Ereignisreicher Tag am Bondmarkt beginnt mit leichten Verkäufen

          Am Markt für Staatsanleihen hat am Dienstag im frühen Handel das Verkaufsinteresse leicht überwogen. Deutsche Bundesanleihen rentierten zwei Basispunkte höher bei 3,16 Prozent. Der Bund-Future sank 15 Basispunkte auf 123,78 Zähler und bei amerikanische Treasuries mit Fälligkeit in zehn Jahren stieg die Rendite um einen Basispunkt auf 3,41 Prozent. Im Tagesverlauf beginnen die Vereinigten Staaten mit der ersten Bondauktion in dieser Woche. Zunächst sollen zweijährige Papiere im Volumen von 35 Milliarden Dollar platziert werden. Insgesamt will das Finanzministerium in Washington in dieser Woche 99 Milliarden Dollar in die Kasse holen. Die amerikanische Notenbank will im Rahmen ihres Wertpapier- Kaufprogramms im Tagesverlauf Anleihen im Volumen von 6 Milliarden bis 8 Milliarden Dollar erwerben. Dabei soll es um Papiere mit Laufzeiten von Januar 2015 bis Juni 2016 gehen. Im Fokus stehen zudem Zahlen zur Preisentwicklung am amerikanische Häusermarkt, die um 15 Uhr MEZ veröffentlicht werden. Um 16 Uhr MEZ folgen Daten zum Verbrauchervertrauen in den Vereinigten Staaten und der Industrieindex der Fed Richmond. Präsident Barack Obama hält am Abend seine Rede zur Lage der Nation. Die Federal Reserve beginnt zudem mit ihrer zweitägigen geldpolitischen Sitzung. Ihre Resultate werden am Mittwoch um 20.15 Uhr MEZ vorgestellt. „Die Renditen werden etwas steigen, doch nicht dramatisch“, sagte Hideo Shimomura, Chef-Fondsinvestor bei Mitsubishi UFJ Asset Management Co. in Tokio. „Möglicherweise wird sich eine bessere Entwicklung am Arbeitsmarkt zeigen.“

          Euro bleibt über 1,36 Dollar

          Der Euro hat am Dienstag seine am Vortag erzielten Kursgewinne verteidigt. Die Gemeinschaftswährung kostete im frühen Handel 1,3642 Dollar. Ein Dollar war damit 0,7329 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag noch auf 1,3571 (Freitag: 1,3521) Dollar festgesetzt. Die Commerzbank sieht im jüngsten Kursschub des Euro um rund sieben Cent seit dem jüngsten Tief vom 10. Januar allerdings eher eine Dollar-Schwäche. Eine wirkliche Euro-Stärke sei nicht auszumachen, auch wenn zur Begründung der jüngsten Kursgewinne am Markt immer wieder die gestiegene Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung der Euroraum-Schuldenkrise verantwortlich gemacht werde. Dies erkläre aber wohl nur einen kleinen Teil der Gewinne.

          Nikkei schließt freundlich

          Die Hoffnung auf überzeugende Quartalsberichte hat am Dienstag die Börsen in Fernost nach oben getrieben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 1,2 Prozent im Plus bei 10.464 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg 1,3 Prozent auf 929 Zähler. Investoren deckten sich mit Aktien von Unternehmen der Finanz-, High-Tech- sowie Immobilienbranche ein, die in der vergangenen Woche durch Gewinnmitnahmen im Wert gedrückt worden waren. Papiere aus diesen Sektoren gehörten zu den Gewinnern. Die anstehenden Quartalsberichte stimmten Marktteilnehmer vorsichtig optimistisch. „Das wird keine normale Berichtssaison“, warnte allerdings Chefhändler Masayoshi Okamoto von Jujiya Securities. Starke Unternehmensergebnisse seien von den Investoren zumindest teilweise vorweggenommen worden. „Daher wollen sie nicht nur die Quartalszahlen sehen, sondern auch wie diese Firmen ihr Wachstum langfristig fortsetzen können“, erläuterte Okamoto. An Schwergewichten werden in dieser Woche etwa Canon, Kyocera und NEC ihre Zwischenberichte präsentieren. Canon-Papiere legten 0,7 Prozent zu, Kyocera-Aktien 1,8 Prozent, NEC-Scheine 3,4 Prozent.

          Börsen in Seoul schließen gut behauptet - Technologiewerte gesucht

          Gestützt von Aufschlägen bei den Technologie- und Bauwerten haben die Kurse an der Börse in Seoul am Dienstag mit einem leichten Plus die Sitzung beendet. Zudem seien erstmals seit sieben Handelstagen wieder verstärkt ausländische Investoren als Käufer am Markt aktiv gewesen, sagte ein Teilnehmer. Der Kospi verbesserte sich um 0,2 Prozent oder 5 Punkte auf 2.087, nachdem er im Verlauf schon bis auf 2.105 Punkte geklettert war. Es bleibe allerdings abzuwarten, ob der Markt seine Aufwärtstendenz fortsetzen kann, so ein Analyst. Weiterhin würden Inflationssorgen und die Aussichten auf weitere geldpolitische Maßnahmen in China das Sentiment belasten. Nach Ansicht einer Beobachters ist daher kurzfristig nicht mit einem nachhaltigen Anstieg des Index über die Marke von 2.100 Punkten zu rechnen. Vor allem die Technologiewerte zeigten sich mit Aufschlägen. Hintergrund waren Aussagen von Analysten, die mit einer steigenden Display-Nachfrage rechnen. Auch die angekündigte Aufstockung des Aktienrückkaufs durch Intel um 10 Milliarden Dollar habe das Sentiment gestützt. So verbesserten sich LG Display um 2,6 Prozent auf 39.700 Won und die Aktien des Display- und Komponentenherstellers LG Innotek kletterten um 3 Prozent auf 139.500 Won. Die Titel von Index-Schwergewicht Samsung Electronics erhöhten sich um 0,4 Prozent auf 975.000 Won. Bei den Bauwerten sorgten Gelegenheitskäufe für steigende Kurse. GS Engineering & Construction erhöhten sich um 5,1 Prozent auf 124.500 Won und Daelim Industrial stiegen um 2,4 Prozent auf 126.000 Won. Die Automobilwerte setzten ihre positive Entwicklung des Vortages fort. Hyundai Motor legten um 1,1 Prozent auf 189.500 Won zu und Kia Motors schlossen mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent bei 57.000 Won.

          Börsen Chinas schließen leichter

          Liquiditätssorgen und deutliche Abgaben bei den Werten aus dem Metallsektor haben am Dienstag an der Börse in Schanghai für eine negative Tendenz gesorgt. Der Schanghai-Composite verlor 0,7 Prozent auf 2.677 Punkten und schloss damit auf dem niedrigsten Stand seit dem 30. September 2010. Auch an der Börse in Hongkong rutschten die Kurse im späten Handel noch ins Minus. Der Hang-Seng-Index reduzierte sich um 0,1 Prozent oder 13 Punkte auf 23,789 und verzeichnete damit schon den vierten Handelstag in Folge einen Abschlag. Zur Begründung wurde auf die schwachen Vorgaben aus China verwiesen. Der Schanghai-Composite dürfte sich Ansicht von Analysten den Rest der Woche um die Marke von 2.650 Punkten bewegen. Mit geldpolitischen Maßnahmen sei im Vorfeld der Neujahrsfeiertage vom 2. bis 9. Februar nicht zu rechnen. Daher dürfte es kurzfristig zu einer Konsolidierung kommen. Im Vorfeld der Feiertage hätten die Investoren verstärkt Geld aus dem Markt abgezogen, aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf weitere geldpolitische Maßnahmen durch die chinesische Notenbank. „Wir rechnen im Februar mit einer weiteren Zinserhöhung, da die Inflationsdaten höher als noch im Vormonat liegen dürften, als der höchste Stand seit 28 Monaten verzeichnet wurde“, so ein Analyst. Auch erwartet er eine weitere Anpassung der Mindestreserveanforderungen durch die Notenbank.

          Mit Abgaben zeigten sich erneut die Metallwerte, die damit bereits den zweiten Handelstag in Folge auf der Verliererseite zu finden waren. Nach einem Bericht der „Shanghai Securities News“ plant die chinesische Regierung innerhalb der kommenden fünf Jahre eine Reform des Steuersystems für Rohstoffe. Die Zeitung berief sich dabei auf Aussagen des chinesischen Finanzministers Xie Xuren. „Eine Reform dürfte die Ergebnisse der einheimischen Unternehmen belasten, da es keine Möglichkeiten mehr geben dürfte durch Preiserhöhungen steigende Kosten auszugleichen“, sagte ein Analyst. Zijin Mining reduzierten sich um 3,1 Prozent auf 6,68 Yuan und Jinduicheng Molybdenum Co. verloren 3,7 Prozent auf 20,07 Yuan. Gegen den Trend legten die Stahlwerte zu. Hier stützen gestiegene Hoffnungen bezüglich der Unternehmensergebnisse für das Jahr 2010. So verbesserten sich die Aktien von Daye Special Steel um 3,8 Prozent auf 14,60 Yuan. Das Unternehmen rechnet für das abgelaufene Jahr mit einem Anstieg des Nettogewinns um 50 Prozent bis 100 Prozent. Baoshan Iron & Steel schlossen mit einem Plus von 2 Prozent bei 6,76 Yuan.

          Ölpreis konsolidiert auf hohem Niveau

          Die Ölpreise sind am Dienstagmorgen leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März kostete zuletzt 87,52 amerikanische Dollar und damit 35 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 19 Cent auf 96,42 Dollar. Am Markt verwiesen Händler auf den zu erwartenden Anstieg der Rohöllagerbestände in den Vereinigten Staaten . Dies setze die Preise etwas unter Druck. Die neuesten Daten der Regierung werden am Mittwoch veröffentlicht. Auch technische Faktoren sprechen laut Experten nun zunächst für eher weiter sinkende Notierungen.

          Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

          Knapp gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Montag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 0,94 Punkte auf 2299,45 Zähler.

          Die Aktien von Texas Instruments (TI) sind am Montagabend im nachbörslichen amerikanischen Handel unter Abgabedruck geraten. Der Technologiekonzern hatte nach der Schlussglocke Viertquartalszahlen über Markterwartungen vorgelegt. Laut Händlern wurden diese von Anlegern für Gewinnmitnahmen genutzt, nachdem die Papiere in der letzten Zeit deutlich zugelegt hatten. Bemängelt wurde zudem der fehlende Ausblick. TI wies für die abgelaufene Periode einen Gewinn von 942 (Vj 655) Millionen Dollar oder 0,78 (0,52) Dollar je Aktie aus. Der Umsatz kletterte auf 3,53 (3,0) Milliarden Dollar. Im Konsens hatte Analysten mit einem Überschuss je Anteilsschein von 0,63 Dollar bei Erlösen von 3,51 Milliarden Dollar gerechnet. Die Aktie gab um 2,5 Prozent auf 33,80 Dollar ab. American Express (AmEx) verbuchte laut nachbörslich vorgelegter Geschäftszahlen einen 44 Prozent-igen Anstieg des Quartalsgewinns. Zugleich sprach das Finanzunternehmen von Rekordwerten seiner Kunden bei der Bezahlung mit den entsprechenden Kreditkarten des Konzerns. Dennoch warnte die Gesellschaft vor der hohen Arbeitslosigkeit. Das Nettoergebnis stieg auf 1,06 Milliarden Dollar oder 0,88 Dollar je Aktie von 716 Millionen Dollar oder 0,60 Dollar je Anteil im Vorjahresquartal. Die Einnahmen wuchsen um 13 Prozent auf 7,32 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Prognose der befragten Analysten von 7,29 Milliarden Dollar. Der Kurs der Aktie sank um 1,3 Prozent auf 45,20 Dollar. Ebenfalls mit Abgaben zeigten sich die Papiere von VMware, die 4,6 Prozent auf 83,69 Dollar nachgaben. Der Anbieter von Virtualisierungstechniken teilte im Zuge seines Geschäftsausweises mit, dass im laufenden Jahr nicht mit einer Margenverbesserung zu rechnen sei. Man wolle „aggressiv“ in neue Technologien investieren, so das Unternehmen. Die Geschäftszahlen für das vierte Quartal übertrafen derweil die Prognosen der Analysten sowohl auf der Gewinn- wie auch auf der Umsatzseite. Gesucht waren dagegen nach Geschäftsausweis die Papiere des Eisenbahnunternehmens CSX, der Transportkonzern erwartet im laufenden Geschäftsjahr ein Rekordergebnis. Die Zahlen zur abgelaufenen Periode fielen gewinn- und umsatzseitig deutlich besser als erwartet aus. Die Kurse der Aktien legten um zwei Prozent zu auf 69,03 Dollar.

          Wall Street schließt fester - Optimisten setzen sich durch

          Konjunkturoptimismus hat am Montag den Handel an Wall Street bestimmt. Die Anleger hätten darauf gewettet, dass die aktuelle Bilanzsaison einen positiven Verlauf nehmen werde, sagten Händler. Große Hoffnungen richteten sich zudem auf die Rede des amerikanische Präsidenten Barack Obama zur Lage der Nation am Dienstag. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) stieg um 0,9 Prozent oder 109 Punkte auf 11.981. Der S&P-500 gewann 0,6 Prozent oder 8 Punkte auf 1.291. Der Nasdaq-Composite legte um 1 Prozent oder 28 Punkte auf 2.718 zu. Umgesetzt wurden 0,96 (Freitag: 1,05) Milliarden Aktien. Auf 2.114 Kursgewinner kamen 939 -verlierer. Unverändert schlossen 103 Titel. Von Obamas „State of the Union“-Rede vor dem amerikanische Kongress erwarten viele Marktteilnehmer, dass der Präsident wirtschaftsfreundlichere Töne anschlägt und vielleicht eine Senkung der Unternehmenssteuer in Aussicht stellt. Am Dienstag beginnt zudem die zweitägige Zinssitzung der amerikanische Notenbank, deren Ergebnis aber erst am Mittwoch bekanntgegeben wird.

          Zu Wochenbeginn wurden keine Konjunkturdaten veröffentlicht. Daher galt das Interesse Unternehmensbilanzen. Vor Börsenbeginn hatte McDonalds Viertquartalszahlen veröffentlicht. Die Schnellrestaurantkette hatte in den letzten Wochen des Quartals ein schwächeres Wachstum verzeichnet, was zunächst mit Kursverlusten quittiert wurde. Im weiteren Verlauf erholten sich die Titel aber und schlossen um 0,5 Prozent höher bei 75,38 Dollar. Den prozentual höchsten Kursgewinn im DJIA verzeichneten Alcoa, die um 4,1 Prozent auf 16,43 Dollar zulegten. Händler erklärten den Kursgewinn mit dem Anstieg der Rohstoffpreise in den zurückliegenden Wochen. General Electric überwanden erstmals seit über zwei Jahren die Marke von 20 Dollar und schlossen um 1,5 Prozent höher bei 20,04 Dollar. Der Mischkonzern hatte schon am Freitag überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt. Caterpillar gewannen 2 Prozent auf 94,57 Dollar. Überdurchschnittlich gut liefen ferner Technologiewerte. Intel stiegen um 2 Prozent auf 21,24 Dollar. Das Unternehmen plant einen Aktienrückkauf. Cisco gewannen 2,1 Prozent auf 21,17 Dollar und Microsoft 1,3 Prozent auf 28,38 Dollar. IBM rückten um 2,7 Prozent auf 159,63 Dollar vor. Die Aktien des Grafikkartenherstellers Nvidia haussierten um 11,3 Prozent auf 24,73 Dollar. AMD stiegen um 1,9 Prozent auf 7,68 Dollar. Laut Analysten haben Nvidia und AMD Intel Marktanteile abgenommen. „Barron's“ hat sich zudem optimistisch zur Kursentwicklung von Nvidia geäußert. Das Magazin traut der Aktie ein Plus von 80 Prozent im nächsten Jahr zu.

          RadioShack brachen um 11,3 Prozent auf 15,62 Dollar ein, nachdem das Unternehmen einen enttäuschenden Ausblick auf das vierte Quartal gegeben hatte. Ursächlich sei unter anderem das schwache T-Mobile-Geschäft. Dagegen verbesserten sich J.C. Penney um 7,2 Prozent auf 32,52 Dollar. Die Kaufhauskette plant umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen und will unter anderem unrentable Filialen schließen. Übernahmen waren ebenfalls ein Thema. Rock Tenn stiegen um 3,7 Prozent auf 59,31 Dollar. Das Unternehmen will den Verpackungshersteller Smurfit-Stone Container für 3,5 Milliarden Dollar oder 35 Dollar je Aktie kaufen. Smurfit-Stone verteuerten sich um 27,2 Prozent auf glatt 35 Dollar. Genoptix haussierten um 25,8 Prozent auf 24,86 Dollar, nachdem die schweizerische Novartis den Kauf des Diagnostik-Unternehmens für 470 Millionen Dollar angekündigt hatte.

          Amerikanische Anleihen im Montagshandel kaum verändert

          Die amerikanischen Staatsanleihen haben sich am Montag im späten New Yorker Handel kaum verändert gezeigt. Anleihekäufe der amerikanische Notenbank und ein Terroranschlag in Moskau verschafften dem Anleihemarkt etwas Zulauf, wie Händler sagten. Allerdings habe die optimistische Stimmung an den Aktienmärkten einen stärkeren Anstieg der Treasury-Kurse verhindert. Die Kurse zehnjähriger Titel mit einem Kupon von 2,625 Prozent notierten kaum verändert bei 93-18/32 und rentierten mit 3,406 Prozent. Der Kurs der mit 4,250 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe gewann 5/32 auf 95-2/32. Ihre Rendite fiel von 4,566 auf 4,558 Prozent. Am Montag kaufte die amerikanische Notenbank Anleihen im Volumen von 8,869 Milliarden Dollar zurück, die in den Jahren 2016 bis 2017 fällig werden. Die Käufe bewegten sich damit am oberen Ende der Spanne von 7 Milliarden bis 9 Milliarden Dollar, die die Federal Reserve in Aussicht gestellt hatte. Sie waren Teil der Anleihekäufe im Volumen von 600 Milliarden Dollar, die die Notenbank im November beschlossen hatte, um die amerikanische Wirtschaft zu stützen. Am Berichtstag ereignete sich überdies ein Selbstmordattentat in Moskau. Bei dem Anschlag am Flughafen Domodedowo in der russischen Hauptstadt wurden mindestens 31 Menschen getötet und über 100 Personen verletzt. Wichtige Konjunkturdaten wurden zu Wochenbeginn nicht veröffentlicht. Am Dienstag stehen jedoch mit der „State of the Union“-Rede des amerikanische Präsidenten Barack Obama zur Lage der Nation und dem Beginn der zweitägigen Notenbanksitzung gleich zwei wichtige Termine an. Ebenfalls am Dienstag werden der Case-Shiller-Hauspreisindex und der Index des Verbrauchervertrauens des Conference Board veröffentlicht. Überdies wird das amerikanische Finanzministerium am Dienstag zweijährige Notes im Volumen von 35 Milliarden Dollar verkaufen. Viele Anleger hätten sich auch in Erwartung dieser Auktion zurückgehalten, hieß es.

          Lateinamerikas Börsen schlossen am Montag uneinheitlich

          Die wichtigeren lateinamerikanischen Börsen sind uneinheitlich in die neue Handelswoche gestartet. Im brasilianischen São Paulo stieg der Index der Bovespa-Börse (Ibovespa) am Montag um 293,48 Punkte oder 0,42 Prozent auf 69 426,60 Zähler. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt legte um 346,79 Punkte (0,93 Prozent) auf 37 667,90 Punkte zu. Der Merval-Index in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires schloss dagegen mit einem Minus von 16,46 Punkten (0,45 Prozent) auf einem Endstand von 3631,80 Zählern.

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