https://www.faz.net/-gv6-15as7

Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert freundlich

  • Aktualisiert am

Börsen Chinas schließen leichter

Liquiditätssorgen und deutliche Abgaben bei den Werten aus dem Metallsektor haben am Dienstag an der Börse in Schanghai für eine negative Tendenz gesorgt. Der Schanghai-Composite verlor 0,7 Prozent auf 2.677 Punkten und schloss damit auf dem niedrigsten Stand seit dem 30. September 2010. Auch an der Börse in Hongkong rutschten die Kurse im späten Handel noch ins Minus. Der Hang-Seng-Index reduzierte sich um 0,1 Prozent oder 13 Punkte auf 23,789 und verzeichnete damit schon den vierten Handelstag in Folge einen Abschlag. Zur Begründung wurde auf die schwachen Vorgaben aus China verwiesen. Der Schanghai-Composite dürfte sich Ansicht von Analysten den Rest der Woche um die Marke von 2.650 Punkten bewegen. Mit geldpolitischen Maßnahmen sei im Vorfeld der Neujahrsfeiertage vom 2. bis 9. Februar nicht zu rechnen. Daher dürfte es kurzfristig zu einer Konsolidierung kommen. Im Vorfeld der Feiertage hätten die Investoren verstärkt Geld aus dem Markt abgezogen, aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf weitere geldpolitische Maßnahmen durch die chinesische Notenbank. „Wir rechnen im Februar mit einer weiteren Zinserhöhung, da die Inflationsdaten höher als noch im Vormonat liegen dürften, als der höchste Stand seit 28 Monaten verzeichnet wurde“, so ein Analyst. Auch erwartet er eine weitere Anpassung der Mindestreserveanforderungen durch die Notenbank.

Mit Abgaben zeigten sich erneut die Metallwerte, die damit bereits den zweiten Handelstag in Folge auf der Verliererseite zu finden waren. Nach einem Bericht der „Shanghai Securities News“ plant die chinesische Regierung innerhalb der kommenden fünf Jahre eine Reform des Steuersystems für Rohstoffe. Die Zeitung berief sich dabei auf Aussagen des chinesischen Finanzministers Xie Xuren. „Eine Reform dürfte die Ergebnisse der einheimischen Unternehmen belasten, da es keine Möglichkeiten mehr geben dürfte durch Preiserhöhungen steigende Kosten auszugleichen“, sagte ein Analyst. Zijin Mining reduzierten sich um 3,1 Prozent auf 6,68 Yuan und Jinduicheng Molybdenum Co. verloren 3,7 Prozent auf 20,07 Yuan. Gegen den Trend legten die Stahlwerte zu. Hier stützen gestiegene Hoffnungen bezüglich der Unternehmensergebnisse für das Jahr 2010. So verbesserten sich die Aktien von Daye Special Steel um 3,8 Prozent auf 14,60 Yuan. Das Unternehmen rechnet für das abgelaufene Jahr mit einem Anstieg des Nettogewinns um 50 Prozent bis 100 Prozent. Baoshan Iron & Steel schlossen mit einem Plus von 2 Prozent bei 6,76 Yuan.

Ölpreis konsolidiert auf hohem Niveau

Die Ölpreise sind am Dienstagmorgen leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März kostete zuletzt 87,52 amerikanische Dollar und damit 35 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 19 Cent auf 96,42 Dollar. Am Markt verwiesen Händler auf den zu erwartenden Anstieg der Rohöllagerbestände in den Vereinigten Staaten . Dies setze die Preise etwas unter Druck. Die neuesten Daten der Regierung werden am Mittwoch veröffentlicht. Auch technische Faktoren sprechen laut Experten nun zunächst für eher weiter sinkende Notierungen.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Weitere Themen

Der Dax sendet ein kleines Hoffnungssignal

Börse : Der Dax sendet ein kleines Hoffnungssignal

Der Handelsstreit drückt die Aktienkurse und die Renditen sicherer Anleihen auf Rekordtiefs. Wie es an den Finanzmärkten weiter geht, könnte sich auch an der wichtigen Dax-Marke von 11.500 Punkten entscheiden.

Topmeldungen

Der britische Premierminister Boris Johnson

Brief an Tusk : Johnson will Brexit-Deal neu verhandeln

Bisher wollte der britische Premier sein Land auch ohne Deal aus der EU führen. Nun schreibt er an EU-Ratspräsident Tusk, ein Austrittsabkommen habe „oberste Priorität“. Zugleich fordert er, die Backstop-Regelung zu streichen – und schlägt Alternativen vor.
„Fridays for Future“-Demonstration vom vergangenen Freitag in Berlin

„Fridays for Future“ : Glaube an die eigene Macht

Eine Studie zeigt, wie die Demonstranten der „Fridays for Future“-Proteste ticken. Was ihre Motive sind, welchen sozialen Hintergrund sie haben – und für welche Parteien sie stimmen würden.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.