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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert freundlich

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Die wichtigsten deutschen Aktienindizes sind am Dienstag entgegen skeptischer Erwartungen etwas erholt in den Handel gestartet. Händler verwiesen auf Schnäppchenjäger, die das günstige Kursniveau zum Einstieg nutzten.

          Die wichtigsten deutschen Aktienindizes sind am Dienstag etwas erholt in den Handel gestartet. Händler verwiesen auf Schnäppchenjäger, die das günstige Kursniveau zum Einstieg nutzten. Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um moderate 0,38 Prozent auf 7111 Punkte. In den vergangenen vier Handelstagen hatte der deutsche Leitindex zeitweise knapp vier Prozent an Wert verloren bis auf ein Tief bei 7021 Zählern. Der MDax der mittelgroßen Werte kletterte an diesem Dienstag um 0,42 Prozent auf 10 704 Punkte, der TecDax gewann 0,32 Prozent auf 901 Punkte.

          Kurse deutscher Anleihen tendieren gut gehalten

          Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Dienstag zu Handelsbeginn gestiegen. Der für den deutschen Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future kletterte um 0,06 Prozent auf 125,52 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,027 Prozent. „Die Unsicherheit über das ob und wie eines neuen griechischen Rettungspakets besteht fort“, schreibt die HSH Nordbank in einer Tagesvorschau. „Weitere Einflussfaktoren des Rentenmarktes sind heute die Auftritte von amerikanische Notenbankchef Bernanke und einiger seiner Kollegen, die über die Wahrscheinlichkeit eines neuen Staatsanleiheankaufprogramms philosophieren könnten.“ Zudem werden in Deutschland noch die Auftragseingänge der deutschen Industrie veröffentlicht. Die HSH Nordbank sieht den Bund-Future in einer Handelsspanne von 125,22 bis 125,79 Punkte.

          Euro notiert am Morgen um das Niveau von 1,46 Dollar

          Der Euro notiert beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Dienstagmorgen um das Niveau von 1,46 zum Dollar. Im Mittelpunkt des Investoreninteresses steht weiter die Frage über ein neues Rettungspakets für Griechenland. Nachdem am Freitag Meldungen, das ein solches bereits geschnürt sei, der Einheitswährung Auftrieb verliehen hatten, ist die Frage weiter ungeklärt, ob und in welcher Form private Gläubiger an einem neuen Paket beteiligt werden. Der freiwillige Beitrag der privaten Anleihehalter würde in Form verlängerter Laufzeiten erfolgen. Nach Ansicht eines Kreditanalysten ist es durchaus denkbar, dass gerade Banken, die dem Staat nahe stehen, einer Verlängerung der Laufzeiten zustimmten. Ungeklärt ist allerdings die Frage, ob eine Verlängerung der Laufzeiten ein Creditevent auslöste - also die Risikoausfallversicherungen zum Tragen kämen. Am Berichtstag wird sich amerikanische Notenbankpräsident Ben Bernanke zu den Wirtschaftsaussichten äußern. Seine Kommentare dürften mit größter Aufmerksamkeit verfolgt werden angesichts der deutlichen Verschlechterung der Kojunkturdaten in den vergangenen Wochen. Einige Beobachter fürchten bereits einen Rückfall in die Rezession, und schließen nicht aus, dass die amerikanische Notenbank durch neue Maßnahmen der quantitativen Lockerung (QE3) die Wirtschaft und Finanzmärkte stützen könnte. Nach Einschätzung von Analysten ist QE3 zum derzeitigen Zeitpunkt nicht zu erwarten, obgleich eine erneute Lockerung nicht auszuschließen sei, sollten sich die Daten weiter verschlechtern. Indes sei bereits jetzt klar, dass die ultraexpansive Geldpolitik der Fed wohl noch lange fortgesetzt werde, heißt es im Handel. Damit dürfte auch in Zukunft der Dollar die bevorzugte Carry-Trade-Währung bleiben, was den Greenback weiter schwächen könnte. Technisch bleibt das Umfeld Euro-freundlich, denn die Indikatoren steigen weiter an, schreibt die Helaba. Gelinge der Sprung über die Widerstandszone um 1,4650, finden sich die nächsten Hürden im Bereich um 1,4750 Dollar sowie um 1,4900 Dollar. Bis zum Jahreshoch bei 1,4940 Dollar sei es dann nicht mehr weit. Die Handelsspanne am Berichtstag geben die Analysten zwischen 1,4545 und 1,4700 Dollar an. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 1.544,54 Dollar nach einem Nachmittags-Fixing in London mit 1.549 Dollar.

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