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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert fester

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Die deutschen Aktien sind am Montag mit Aufschlägen in den Handel gegangen. Dieser dürfte aber aufgrund eines Feiertags in Großbritannien und den Vereinigten Staaten eher ruhig bleiben.

          7 Min.

          Der deutsche Aktienmarkt ist mit Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet, gab diese aber großteils schnell wieder ab. Feiertagsbedingt geschlossene Börsen in London und an der Wall Street sprechen für einen ruhigen Handelstag, zumal auch die Vorgaben keinen klaren Trend vorgeben. Der Leitindex Dax steigt am Morgen um 0,5 Prozent auf 5975 Punkte. Der MDax gewinnt 1,1 Prozent auf 8045 Punkte, der TecDax 0,4 Prozent auf 745 Punkte.

          Die amerikanischen Indizes waren nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens im späten Handel deutlich abgerutscht und hatten damit den schwächsten Monat Mai seit fast 50 Jahren besiegelt. Der Future auf den amerikanischen Leitindex liegt seit dem Xetra-Schluss vom Freitag per saldo mit 0,15 Prozent im Minus. In Japan ging der Nikkei-225-Index nach anfänglichen Verlusten mit Kursgewinnen aus dem Handel.

          Besonders gefragt sind die am Freitag noch schwächeren Stahltitel. Salzgitter setzten sich mit einem Aufschlag von 1,4 Prozent auf 52,95 Euro an die Dax-Spitze, Thyssen-Krupp verzeichnen einen Zuwachs von 0,8 Prozent auf 22,195 Euro. Daimler-Aktien ziehen um 1 Prozent auf 40,725 Euro. Rückenwind bekommen die Aktien durch Kurszielerhöhungen der Deutschen Bank und der Commerzbank.

          Leicht im Minus liegen dagegen Aktien mit eher defensivem Charakter. So büßten Titel des Dialysespezialisten FMC 0,2 Prozent auf 40,58 Euro ein. Merck-Aktien verlieren 0,4 Prozent auf 58,94 Euro.

          Im MDax verteuern sich Aktien von Gildemeister um 3 Prozent auf 8,843 Euro. Händler verweisen auf einen Bericht der „Financial Times Deutschland“, wonach der japanische Konkurrent Mori Seiki den Werkzeugmaschinenbauer nach und nach übernehmen wolle.

          Rentenmarkt tendiert gut behauptet

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Montag fester. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, gewinnt 6 Basispunkte auf 128,56 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 4 Basispunkte auf 120,53 Prozent.

          „Die neue Woche dürfte relativ ruhig beginnen, in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien bleiben die Börsen aufgrund eines Feiertags geschlossen und die heutigen Konjunkturdaten dürften kaum marktbewegenden Einfluss ausüben“, sagt Viola Stork von der Landesbank Hessen-Thüringen. Charttechnisch sieht sie die Bund-Futures im Bereich von 127,65 Prozent unterstützt, Widerstand macht sie auf dem Niveau von 129,00 Prozent aus.

          Die Emissionsaktivität der Euro-Länder ebbt in der Woche vom 31. Mai bis 4. Juni ab. „Nach den beiden sehr aktiven Vorwochen gönnen sich die Staaten der Eurozone am Primärmarkt eine kleine Atempause“, heißt es im Wochenausblick des Bankhauses HSBC Trinkaus. Ohne neue Anleihen erreiche das Emissionsvolumen knapp zehn Milliarden Euro. Den Anfang mache am Montag die Slowakei mit der Aufstockung eines 2-jährigen Zero-Bonds. Einen Tag später trete Finnland im 10-jährigen Bereich mit maximal 1,5 Milliarden Euro an die Anleger heran. Den Löwenanteil stemme Frankreich am Donnerstag mit vier Aufstockungen mit Fälligkeiten zwischen 2017 und 2029. Rückzahlungen stehen laut HSBC Trinkaus nicht auf dem Programm.

          Euro startet fester

          Fester zu Dollar und Yen ist der Euro in die neue Woche gestartet. So wechselt die Gemeinschaftswährung am Montagmorgen zu Beginn des europäisch geprägten Handels bei 1,2306 Dollar den Besitzer, im freitäglichen späten Geschäft in New York notierte sie angesichts der Rating-Herabstufung für Spanien noch bei 1,2281 Dollar. „Dieses Downgrade kam aber nicht wirklich überraschend und war daher eingepreist“, erklärt ein Devisen-Händler die vergleichsweise schnelle Erholung des Euro.

          Angesichts der Feiertage in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien rechnen Marktteilnehmer zu Wochenbeginn mit ausgesprochen dünnen Volumina am Devisenmarkt, wodurch Wechselkursbewegungen in der Regel überzeichnet werden. Die Agenda der Konjunkturdaten ist sowohl hinsichtlich Quantität als auch Qualität der makroökonomischen Kennziffern nur dünn bestückt.

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